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Plattform-Strategien in der Fertigung

Flexible IT-Landschaft für die Produktion

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Basis für eine integrierte Anwendungslandschaft

Eine Software mit einer zugrundeliegenden Plattform bietet darüber hinaus einen Ausgangspunkt, um betriebliche Funktionen hinzuzufügen. Das können Anwendungen sein, die den Umwandlungsprozess vom Rohmaterial bis zum Endprodukt koordinieren, die ein abteilungsübergreifendes Zusammenspiel von Systemen, Menschen und Geräten erlauben oder die mobile Teams unterstützen. Wie ein Smartphone muss die Plattform über Grundfunktionen verfügen, um in einer Produktionsumgebung zu funktionieren und sich mit anderen Produktionssystemen und übergeordneten Unternehmenssoftware zu verbinden:

  • Anbindung an die Produktionsautomatisierung
  • Archivierung von Prozessdaten
  • Gemeinschaftlicher Workflow
  • Umfassende Analysen
  • Echtzeit-Visualisierung
  • Web-Reporting
  • Mobilität durch Smartphones und Tablets

Analog zu Apps lassen sich dann erweiterte Software-Anwendungen wie Manufacturing Execution-Systeme (MES), Workflow-Lösungen, Batch-Rezepturmanagement, Mobilitätsfunktionen oder Energiemanagement-Systeme ‚andocken‘. Diese Anwendungen zielen auf bestimmte betriebliche Bereiche ab – etwa Produktverfolgung, Arbeitskoordination, Rezeptur-Ausführung oder Energie-Überwachung. Vor der Einführung ist jedoch in jedem Fall eine Bestandsaufnahme des Status Quo fällig. Dabei bietet es sich an, unverzichtbare Funktionen der bestehenden Systemlandschaft zu erfassen und gleichzeitig Verbesserungspotenzial in betrieblichen und IT-Abläufen zu ermitteln. Es gilt in diesem Schritt beispielsweise zu hinterfragen, ob bestehende Anwendungen aus technologischer und ergonomischer Sicht aktuell sind und so integriert arbeiten, dass kritische Daten zentral abrufbar sind. Außerdem muss das System einen unterbrechungsfreien 24-Stunden-Betrieb unterstützen:

  • Robust und zuverlässig
  • Extrem sicher
  • Zentral konfigurier- und bedienbar
  • Unternehmensweit integrierbar
  • Dezentral und umfangreich skalierbar

Als Ziel sollte eine Übersicht der gesamten Produktion zur Verfügung stehen, um etwa Energiekosten durch die Analyse verschiedener Ressourcen senken oder Abläufe wie Quarantäne-Prozesse über Workflow-Management verbessern zu können. So entsteht die Grundlage für einen zielführenden Austausch zwischen IT und Betrieb, die sich über die Plattform flexibel und schrittweise umsetzen lässt. Dazu gilt es, einen Systemanbieter zu finden, der die Anforderungen aus IT-Administration und Produktion gleichzeitig erfüllen kann. Auch der Blick auf zukünftige Entwicklungen sollte nicht vernachlässigt werden:?Eine bestmögliche Lösung sollte zumindest in der Entwicklungsroadmap auch Aufgaben wie Cloud Computing, ubiquitäres Reporting und Virtualisierung berücksichtigen, auch wenn ein Unternehmen diese Konzepte aktuell noch nicht einsetzt.

Grundvoraussetzungen: Offenheit und Integration

Auf Basis einer solchen Herangehensweise an Automatisierungssoftware und produktionsnahe IT-Lösungen lassen sich bislang konträre Anforderungen an betriebliche Flexibilität einerseits und Standardisierung der IT zu großen Teilen ‚unter einen Hut‘ bringen. Dabei stellt eine speziell für das industrielle Umfeld entwickelte Software-Plattform das ‚Grundrezept‘ dar, welches individuell mit ‚Zutaten‘ ergänzt werden kann. Offenheit und Integrationsfähigkeit auch mit Systemen anderer Hersteller sind dabei zentrale Eigenschaften, die die Lösung aufweisen sollte. Erst dann erlaubt die Individualisierung der Plattform mit zusätzlichen Funktionen wie MES, Workflow, Energiemanagement oder Batch-Rezepturmanagement die effektive Nutzung der Infrastruktur. Dieser Ansatz gestattet dem Anwender gleichzeitig die konzernweite Umsetzung eines standardisierten, homogenen Konzepts.

 

Herausforderungen in der Produktion begegnen

Bild: Invensys Wonderware

Betriebe in schnelllebigen Industriezweigen, die etwa als Produzenten von Nahrungs- und Genussmitteln sowohl volatilen Rohstoffmärkten als auch starken Nachfrageschwankungen gegenüberstehen, sind auf flexbile Betriebsabläufe angewiesen. Gleichzeitig müssen die Unternehmen hohe Qualitäts- und Compliance-Anforderungen erfüllen – und Produkte zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten. Entsprechend breit gefächert fallen die Anforderungen an unterstützende IT-Systeme aus.

  • Nahrungsmittel sind lokal: Eine erfolgreiche Vermarktung von Lebensmitteln basiert vor allem auf der Tatsache, dass es keinen weltweiten Standardgeschmack gibt. Egal wie global eine Marke ist, das Produkt – und damit die Fertigung – muss die Anforderungen regionaler Märkte erfüllen.
  • Kühe geben keine Milch mit zwei Prozent Fettgehalt: Die Produktion oder Erzeugung von Lebensmitteln zeigt anhand von Faktoren wie Saisonalität, Klimawechsel oder Futterqualität immer wieder, dass sich die Natur nicht wie eine hocheffiziente, gleichbleibend produktive Fabrik bewirtschaften lässt.
  • ‚Frische‘ des Produktangebots: In Folge wechselnder Marktpräferenzen wird das Produktsortiment häufig erneuert – Mitarbeiter und Anlagen müssen entsprechend koordiniert werden. Das setzt eine kreative Denkweise voraus, dennoch ist Standardisierung unter wachsendem Gewinndruck unverzichtbar.
  • Die Kosten der Vielfalt abwägen: Vielfalt bedeutet Kosten – egal ob Zielgruppen oder Segmente, Vielfalt an Produkten, an Betriebsmitteln oder Technologien. Alles, was nicht unbedingt notwendig ist und von externen Marktkräften vorgeschrieben wird, verursacht unnötige Kosten.
  • Stetige Verbesserung und Reaktionsfähigkeit: In einem angemessenen Rahmen ist Standardisierung eine wesentliche Grundlage für stetige Verbesserung und schnelle Anpassung von Unternehmensprozessen. Dies gilt auch für die daraus resultierende Einführung von ‚Best Practices‘ weltweit.
  • Sicherheit und Regelkonformität: Über reguläre Einhaltung von Qualitätsansprüchen und Einheitlichkeit der Produktion hinaus sind die weltweit unzähligen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten, die dem Schutz von Verbrauchern und Mitarbeitern gleichermaßen dienen.

Vor diesem Hintergrund bietet Invensys Operations Management Produktionsunternehmen der Lebensmittel-, Getränke- und Konsumgüter-Industrie ein umfassendes Lösungsportfolio zur Prozessunterstützung rund um Produktivität, Qualität, Betriebsmittelauslastung und Energieeffizienz an.


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