Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Outsourcing-Angebot gründlich prüfen

Der Preis ist nicht alles

Auch produzierende Unternehmen lagern inzwischen ganze IT-Infrastrukturen oder den Rechenzentrums- und Applikationsbetrieb aus. Dabei wächst die Komplexität der Ausschreibung mit der Vielzahl der Aufgabenfelder, die durch IT unterstützt werden, erheblich. Für Betriebe empfiehlt es sich daher, mögliche 'Stolpersteine' im Hinblick etwa auf den Leistungsumfang der Angebote im Vorfeld auszuräumen. Das entsprechende Know-how kann dabei auch von einer Beratung kommen.



Bild: Schaeffler-Group

Spätestens seit der Wirtschaftsdelle in 2009 stellt auch der produzierende Mittelstand Organisation und Prozesse stärker auf den Prüfstand. Früher lautete die Maxime in vielen Fällen, alles sebst zu machen – das galt auch für die IT. Inzwischen rückt die Frage ‚Wie kann ich meine IT-Kosten preiswert variabel gestalten, um so auf geschäftliche Veränderungen schneller adäquat reagieren zu können?‘ immer stärker in den Fokus der Überlegungen. Das geschieht zu Recht, denn mit intelligentem Auslagern von Leistungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) können Mittelständler auf wirtschaftlichen Schwankungen vielfach flexibler antworten. Gleichzeitig kann sich ein Unternehmen im Zusammenspiel mit international agierenden Partnern der Anforderungen der Globalisierung an IT-Landschaft und – Prozesse möglicherweise besser stellen als aus eigener Kraft.

Die Produktion muss weiterlaufen

Doch schon die Vergabe ihrer IKT an externe Partner kann sich für produzierende Unternehmen komplex gestalten. Denn gerade die Industrie muss extrem darauf achten, dass sie im Zuge der Auslagerung ihre Produktionsabläufe keinen Augenblick gefährden. Entsprechend wichtig ist es, Änderungen im IT-Betrieb im Zusammenspiel mit dem Outsourcing-Dienstleister schon im Vorfeld so zu gestalten, dass eine höchstmögliche Verfügbarkeit der kritischen Infrastrukturkomponenten gewährleistet ist. Dabei sollten technische Gegebenheiten ebenso beachtet werden wie rechtliche Rahmenbedingungen. Dies gilt im Hinblick auf die Verfügbarkeit der IT-Services genauso wie im Bezug auf die Frage, wie sich ein möglicher Anbieterwechsel technisch und vertraglich handhaben lässt.

Know-how für Outsourcing- Prozesse einkaufen

Nicht jeder Betrieb kann diesen Aufgabenkomplex komplett aus eigenen Ressourcen stemmen. Um nicht zusätzliches, kostenintensives Know-how für den Auslagerungsprozess aufbauen zu müssen, kann es sich für Fertigungsunternehmen daher lohnen, eine spezialisierte IT-Strategieberatung aus dem Sourcing-Umfeld an Bord zu holen. Dieses Vorgehen kann dem Unternehmen zum Einen helfen, die vielfach komplexen Übergangs- und Migrationsszenarien beim ‚ersten Anlauf‘ besser zu handhaben. Andere Betriebe haben möglicherweise bereits selbst ausgelagert und wollen diesen Prozess jetzt strategischer und effizienter gestalten. Mögliche Aufgabenstellungen umfassen dabei die Suche nach dem passenden Dienstleister genauso wie die Überprüfung bestehender Outsourcing-Verträge im Hinblick etwa auf das Preis-/Leistungsverhältnis. Die dritte, klassischen Variante für den Einsatz eines Beratungshauses betrifft die Frage, ob im konkreten Fall ein IT-Outsorcing überhaupt zum Erschließen von Optimierungspotenziale im Betrieb führen kann.

Neues Aufgabenspektrum für die IT-Abteilung

Die internen IT-Abteilungen, die insgesamt eher zu wenige als zu viele Mitarbeiter haben, müssen das Outsourcing dabei kaum fürchten. Die meisten Unternehmen übergeben ihnen anschließend ohnehin höherwertige Aufgaben – wie etwa die Steuerung der ICT-Dienstleister. Andere IT-Mitarbeiter steigen zum Business Consultant im eigenen Haus auf, wo sie statt Routineaufgaben abzuleisten, zukunftsfähige Innovationen vorantreiben können.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Mittelstand öffnet sich immer mehr den Themen Industrie 4.0 und Digitalisierung: Das geht aus einer Umfrage des Finanzdienstleisters Creditshelf unter rund 250 Finanzentscheidern aus mittelständischen Industrieunternehmen hervor. So haben in 2019 bereits 86 Prozent der befragten Unternehmen Echtzeit-Daten erfasst, um diese im Sinne einer Industrie 4.0 zu nutzen. Gegenüber 2017 ist das ein Anstieg um 9 Prozent.‣ weiterlesen

Im zweiten Teil unserer VDI-Serie zu autonomen Systemen und künstlicher Intelligenz geht es um die Frage, wie autonom unsere Systeme überhaupt sein sollen. Im Interview der Reihe spricht Dr. Eckhard Roos, Leiter Industry Segment Management Process Automation bei Festo, Mitglied des Vorstands der VDI/VDE-GMA, außerdem über den feinen Unterschied zwischen Autonomie und Automatisierung.‣ weiterlesen

Dr. Wolfgang Weber (Bild), Vice President Unternehmenskommunikation und Regierungsbeziehungen für die Region Europa, Naher Osten und Afrika bei BASF, wechselt als Vorsitzender der Geschäftsführung zum ZVEI.‣ weiterlesen

Transparente Entwicklungsprozesse, ein gemeinsames Systemverständnis und eine gute, vernetzte Zusammenarbeit intern und mit Marktteilnehmern liefern die Basis für eine erfolgreiche Produktentwicklung. Um den immer komplexeren Produkten Rechnung zu tragen, lassen sich dabei die Qualitätsmanagementprozesse direkt im PLM-System verankern.‣ weiterlesen

Gerade die Hersteller von Beförderungsanlagen wie Aufzügen und Rolltreppen nutzen das Internet der Dinge schon vergleichsweise lange. Bei der Wartung der Anlagen werden nun neben Sensoren auch Smartphones zu zentralen Werkzeugen für Servicetechniker.‣ weiterlesen

Der Verband AIM-D hat mit der OPC Foundation in 2016 einen Kommunikationsstandard für AutoID-Geräte herausgebracht. Daraufhin implementierten viele Hersteller diesen in ihre Hardware. Seither ist die Integration von AutoID-Applikation einfacher als je zuvor - und auch der Autobauer Volkswagen engagiert sich rund um den aktuell wohl spannendsten Kommunikationsstandard für die Industrie.‣ weiterlesen

Die Inbetriebnahme ist beim Anlagenbau für die Intralogistik der zentrale Punkt, gleich ob Neuplanung oder Retrofit. Sie soll schnell gehen und die Anlage sofort perfekt 'durchlaufen'. Die virtuelle Inbetriebnahme mit einem digitalen Anlagenzwilling ermöglicht es, das Automatisierungssystem vorab zu testen und Probleme zu lösen, bevor es richtig Geld kostet.‣ weiterlesen

Der Anstieg an vernetzten Geräten und Services könnte zukünftig dazu führen, dass IT-Umgebungen nicht mehr allein von Menschenhand gesteuert werden. Dies ist das Ergebnis des ‘2020 Global Networking Technology Report‘ von Cisco.‣ weiterlesen

Bei Predictive Maintenance werden mit datenbasierten Prognosemethoden Servicearbeiten an einer Maschine relativ präzise geplant, um ungeplanten Anlagenstillstand vorzubeugen. Diese Lösungen arbeiten meist cloudbasiert, werden aber immer häufiger von Edge-Computern im Werk vor Ort unterstützt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige