Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Marktschwankungen flexibel begegnen

Abschied vom linearen Denken

Unternehmen fällt es oft schwer, auf wirtschafliche Schwankungen angemessen zu reagieren. Hierfür erweisen sich Modelle, die sowohl quantitative als auch qualitative Indikatoren berücksichtigen, als hilfreich. Eine solche Methode stellt die Szenarioplanung dar.

Beim Szenarioansatz wird der Lösungsansatz an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst.

Die in den letzten Jahren zu beobachtende, deutliche Zunahme von Markschwankungen und eine höhere Frequenz der Markt- und Konjunkturzyklen sorgen für neue potenzielle Krisenherde. Lieferanten, Rohstoffe, Wettbewerbsintensität und Abnehmer sind dabei einer hohe Veränderungsdynamik unterworfen. Das derzeit größte Gefahrenpotenzial für Unternehmen bergen mangelhaft ausgestaltete und schlecht abgesicherte Supply Chains: Wer seinen Einkauf nicht für ein flexibles und adaptives Überleben in volatilen Märkten ausrüstet, wird sich mit Lieferengpässen und Preissteigerungen konfrontiert sehen. Beispiele sind der aktuelle Technologiewechsel im Automotive-Bereich oder Industrien für erneuerbare Energien, die derzeit mit überproportionalem Wachstum zu kämpfen haben. Die globale Vernetzung verschärft diese Problematik: Die Zahl der Risiken und das Schadenspotenzial steigen kontinuierlich, während die Prognosesicherheit rapide abnimmt.

Zukunftsalternativen entwickeln

In dieser Situation erweisen sich Planungsmodelle als notwendig, die sich nicht allein an quantitativen Indikatoren orientieren, sondern der Systemkomplexität auch mit qualitativen Elementen Rechnung tragen. Genau das kennzeichnet die Szenarioplanung und erklärt das wachsende Interesse vieler Unternehmen an dieser Methodik. Dieses Vorgehen erlaubt ein wissenschaftlich fundiertes Entwickeln von Zukunftsalternativen und verbessert die Sensibilität, Innovation und Kreativität bei Planungsprozessen. Damit verbunden sind auch eine höhere Absicherung der Planung gegenüber exogenen Schockeffekten und ein verbessertes Komplexitätsmanagement: Anwender untersuchen strukturiert potenzielle Zukunftsszenarien und setzen bei der Planung nicht auf eine einzige ‚Strategiekarte‘. Diese Flexibilität erlaubt der Organisation, schneller und effektiver auf Marktveränderungen zu reagieren und gegebenenfells neue Geschäftsmodelle einzuführen. Die Mischung aus qualitativen und quantitativen Methoden, die dem Ansatz zugrunde liegt, ist komplex. Die Anpassung des Modells an die spezifischen Gegebenheiten von Märkten und Unternehmen erfordert fundierte methodische Kompetenz und den Zugriff auf eine umfassende Referenzdatenbank. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann der Szenario-Ansatz die Qualität und Effizienz der Planung nachhaltig verbessern.

Erfolgreiche Planung: Eine Frage der Mentalität

Doch fachliches Know-how allein genügt nicht – erfolgreiche Szenarioplanung ist vor allem eine Frage der Mentalität. Das Denken in Alternativen, der Abschied von der linearen, primär quantitativen Prognose, setzt einen kulturellen Wandel und intensive Lernprozesse in Gang: An Stelle des Versuchs, Ereignisse vorauszusehen, tritt das Vorausdenken. Vor allem im Supply Chain Management erfordert das ein verändertes Kompetenzprofil und eine neue Art des Managements, das sich durch Flexibilität, Intuition und die Bereitschaft, in Alternativen zu denken, auszeichnet. Das gilt besonders für das Lieferantenmanagement.

Bedenklich ist, dass in diesem Bereich nach wie vor große Defizite herrschen: Einkaufsorganisationen kennen meist nur ihren direkten Zulieferer, also das erste Glied in der Wertschöpfungskette. Die folgenden drei bis sechs Wertschöpfungsstufen sind jedoch häufig eine ‚Black Box‘. Der Lieferant wird also als ‚Risikopuffer‘ genutzt. Kommt es zu Schocks in der Wertschöpfungskette, werden die Auswirkungen für das Unternehmen zu spät sichtbar und sind schwer zu steuern.

Ein erfolgreiches Supply Chain Management wird sich in Zukunft jedoch nicht nur den Marktgegebenheiten, sondern auch gesellschaftspolitischen und ökologischen Trends anpassen müssen – weltweit. Auch für die Wirtschaft gilt daher das Grundprinzip der Evolutionstheorie: nicht die stärksten, sondern die anpassungsfähigsten Unternehmen können sich langfristig in ihren Märkten behaupten. Richtig eingesetzt, ist die Szenarioplanung ein effektives Instrument, dass für diese Flexibilität im Denken und Handeln sorgt.


Das könnte Sie auch interessieren:

Kontron hat seine KI-Plattform auch als Kbox-PC auf Basis eines Intel-Atom-x7-E3950-Prozessors ins Programm genommen. Die KBox ist sofort einsatzbereit, um in bestehenden X86-Landschaften Anwendungsszenarien rund um Machine Learning zu unterstützen. Dazu gehören Bild- und Videodatenverarbeitung für visuelle Inspektion, Qualitätssicherung, Predictive Maintenance, Sortierung oder Objekterkennung, als stand-alone Gerät oder Gateway.‣ weiterlesen

Die Digitalisierung von Unternehmensprozessen birgt viel Potenzial, nur muss dieses auch umgesetzt werden. Ein Beispiel dafür ist der Purchase-to-Pay-Prozess, also der Prozess vom Einkauf bis zur Bezahlung. Dieser lässt sich durch den Einsatz einer Enterprise-Information-Management-Lösung beschleunigen.‣ weiterlesen

Worst Case bei einer Sonderanfertigung ist es, wenn der Erlös am Ende die Produktionskosten nicht deckt. Die Rentabilitätsberechnung muss daher gerade im Maschinen- und Anlagenbau viele verschiedene Faktoren berücksichtigen. Integrierte Prozesse und Systeme sorgen dafür, dass die Angebote trotzdem schnell an die Interessenten verschickt werden.‣ weiterlesen

Insbesondere Automotive-Zulieferer und Logistikdienstleister nutzen seit Jahren das JIS-System von Nemetris, um Anforderungen der OEMs umzusetzen. Jetzt bietet das Unternehmen aus dem schwäbischen Bisingen seine Technologie auch als Software-as-a-Service-Modell an.‣ weiterlesen

Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie. Doch durch den alleinigen Einsatz lösen sich nicht alle Probleme automatisch in Luft auf. Denn der Algorithmus ist nur so intelligent, wie es die Daten, aus denen er lernt, zulassen. Am Ende ist nicht der Einsatz der Technologie, sondern der Prozess entscheidend.‣ weiterlesen

Transition Technologies PSC eröffnet als Spezialist im Bereich der digitalen Transformation einen Firmensitz in Deutschland. Die Leitung übernimmt Stefan Zeiler.‣ weiterlesen

Studierende und Auszubildende im Bereich Werkzeug- und Formenbau lernen mit einem Kartenspiel spielerisch die Grundlagen ihres Fachs.‣ weiterlesen

Aus verschiedenen Gründen werden Fertigungen komplexer. Das strahlt auf die Planungssysteme ab, die dies flexibel auffangen sollen. Aber auf welche Funktionen kommt es dabei an - und wann stößt ein Standardsystem an Grenzen?‣ weiterlesen

NetApp hat die Übernahme des französischen Managed-Platform-Anbieters Data Mechanics bekanntgegeben.‣ weiterlesen

Im Zuge einer Partnerschaft zwischen Senseye und PTC soll die Predictive Maintenance-Lösung von Senseye über die PTC IIoT-Plattform ThingWorx zur Verfügung stehen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige