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Lager und Produktionsanlagen schützen

Mit Thermografie Brände vermeiden

Primäres Ziel jeder Brandüberwachung ist es, Leben und Wirtschaftsgüter zu schützen. Kommt es zum 'worst case' und ein Brand entsteht, zählt jede Sekunde. Mit Thermographiekameras lassen sich Brandherde unter Umständen aufspüren, bevor das menschliche Auge sie wahrnimmt. Systeme mit solchen Kameras zur Früherkennung können beispielsweise in Recycling-Lagern oder Produktionsanlagen eingesetzt werden.

Bild: Inau Elektronik

Wenn Präventivmaßnahmen den schlimmsten, anzunehmenden Fall nicht vermeiden können, ist der Zeitfaktor zwischen Zündung und Bekämpfung eines Brandes entscheidend. Es muss dann möglichst schnell gehen, denn das Gefährdungspotenzial von Bränden und die verursachten Schäden steigen mit der Branddauer exponentiell an. Die Abwehrmaßnahmen zur Brandvermeidung bestehen aus korrigierenden Eingriffen, wie etwa die Entlastung überhitzter Bereiche oder das Entfernen von Glutnestern aus Sammelanlagen und Transportbändern. Hier spricht man von ‚Hotspots‘, die vom menschlichen Auge häufig nicht erkannt werden können. Eine Thermografiekamera kann dies aber sehr wohl. Solche Kameras können zur Früherkennung von Bränden und ‚Hotspots‘ beispielsweise in Recyclinganlagen, Papierlagern, Lagerhallen, Müllbunker, Reifenlagern oder Produktionsanlagen eingesetzt werden.

Brandherde so schnell wie möglich erfassen

Das Bornheimer Unternehmen Inau Elektronik bietet zur Früherkennung mittels Thermographie einen Lösungsansatz. Damit sollen ‚Hotspots‘ schnell identifiziert werden. Um solche Gefahrenherde schnellstmöglich zu erfassen, wird eine Maximaltemperatur exakt vorgegeben. Das System erfasst die Messwerte in Geschwindigkeiten im Millisekundenbereich. Die integrierten Analysefunktionen beinhalten Spots, Bereichsmessung und eine Differenztemperaturfunktion. Die hohe Genauigkeit der schnellen Messung soll durch die Wahl des richtigen Objektivs sichergestellt werden, sowie durch den Abstand zum zu erfassenden ‚Hotspot‘. Mit einem Standard Objektiv von 25 Grad wird bei einer Arbeitsdistanz von zum Beispiel zehn Meten ein Messbereich bereits bei einer Grösse von 4,08 Zentimetern erkannt. Die Datenübertragung erfolgt per W-LAN zum Rechner.

Ein Streichholz in 15 Metern Entfernung entzündet

Das Beispiel im Bild oben zeigt anschaulich, wie exakt eine solche Messung funktionieren kann. Hier wird über eine Distanz von 15 Metern ein Streichholz angezündet. In unter 200 Millisekunden ermittelt die Kamera diesen ‚Hotspot‘. Das System wertet die Informationen aus und schlägt Alarm. Die Meldung wird unmittelbar an eine Leitstelle übermittelt. Zur Genauigkeit des Systems ein weiteres Beispiel: Selbst bei einer Geschwindigkeit von mehr als 15 Stundenkilometern kann bei einer Vorbeifahrt an einem Objekt ein Hotspot exakt ermittelt werden.

Auswertung und sofortige Gegenmaßnahmen

Auch bei der Auswertung der ermittelten Daten liegt der Fokus darauf, einen potentiellen Brandherd möglichst früh zu erkennen, um sofort Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Ein Beispiel: Das System misst eine Überschreitung der gewählten Maximal-Temperatur. Unmittelbar wird dies über die Software erkannt und ein Alarm ausgelöst. Der Vorfall wird als Bild gespeichert und zur Leitstelle übermittelt. Praktisch zeitgleich wird das Transportband angehalten, wodurch die Gefahr gebannt wird. Die Voraussetzung für diesen Vorgang ist die korrekte Parametrierung. Die wichtigsten Merkmale hierzu sind:

  • Die Wahl des Temperatur-Bereichs
  • Die Wahl des Emissionsgrades – das Reflextionsverhalten des Produkts
  • Die Arbeitsdistanz – der Objektabstand
  • Die Einstellung der Spots und des gewünschten Bereichs

Das heißt: Innerhalb des Bereiches, welchen die Kamera auf dem Scope abbildet, können sogenannte Spots – die Fixpunkte – oder sogenannte Areas – die Bereiche – eingestellt werden. Insgesamt lassen sich zehn solcher Fixpunkte innerhalb eines Bildes parametrieren. Die Areas lassen sich auf eine frei wählbare Größe einrichten, der Objektabstand kann individuell festgelegt werden. Ein Alarm wird ausgelöst, wenn an einem der eingestellten Punkte oder in einer der ausgewählten Areas eine Überschreitung der Maximal-Temperatur festgestellt oder eine Differenz zwischen zwei Fixpunkten ermittelt wird.

Weitere Merkmale des Systems:

  • Spannungsversorgung über Ethernet (PoE, Power over Ethernet); Datenaustausch und Stromversorgung erfolgen über ein einziges Kabel.
  • Digitale Ein- und Ausgänge für Alarme und die Steuerung externer Geräte
  • Integrierter 100-MBit-Ethernet-Anschluss
  • Benachrichtigungsfunktion; durch einen Alarm ausgelöst sendet die Kamera per E-Mail automatisch Analyseergebnisse, Infrarotbilder et cetera
  • Das Versenden von Dateien oder E-Mails erfolgt über einen FTP- oder SMTP-Client
  • Schutzart IP66; Staubdicht, vollständiger Schutz gegen Berührung, Schutz gegen starkes Strahlwasser
  • Detektorauflösung 320×240 = 76.800 Pixel

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Mit Thermografie Brände vermeiden
Bild: Inau Elektronik



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