Anzeige

IT-Unterstützung für Beschaffung und Reparatur

Beitrag drucken

Rückverfolgbarkeit und Flexibilität im Fokus

„Wichtig war uns auch die Rückverfolgbarkeit der Seriennummern, mit dem alten System konnte man nur die erste und die letzte Buchung sehen“, erklärt Kapp. „Mit Abas ist heute der gesamte Produktlebenszyklus lückenlos nachvollziehbar. Per Barcode lassen sich die Daten direkt in das System einlesen.“ 2007 wurde die ERP-Lösung Abas-Handel inklusive aller Module eingeführt, im April 2008 erfolgte der Echtstart. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Barcodat mit 4.600 Kunden und Interessenten, 230 Lieferanten und 3.250 verschiedene Artikeln. Bereits vor der Angebotserstellung wurden grundsätzliche Anforderungen geklärt, beispielsweise die Anpassung der ERP-Lösung auf das Seriennummern-System des Unternehmens.

Eine besondere Herausforderung stellte die Datenübernahme dar, da Barcodat eine manuelle Neueingabe aus Zeitgründen vermeiden wollte. Jetzt kann das Unternehmen alle Verkäufe auf Kunden geschlüsselt bis ins Jahr 2001 nachvollziehen. Als weitere Verbesserung nennt Knapp den Reparaturablauf, der mit der Einführung des neuen Systems deutlicht vereinfacht wurde. So können Mitarbeiter heute sofort sehen, bei welchem Hersteller – etwa Honeywell oder Datalogic – sich ein defektes Gerät zur Reparatur befindet. Dies ist möglich, da sich in der ERP-Lösung verschiedene Lagerplätze – zum Beispiel für ein Lieferantenlager – anlegen lassen. „Der große Vorteil ist die Flexibilität“, fast Knapp die Erfahrungen mit dem neuen System zusammen.

Bild: Abas

Einfache Schulung durch Mehrmandanten-System

Im Tagegeschäft nutzt das Unternehmen auch die Mehr-Mandanten-Fähigkeit der Warenwirtschaftslösung; für Hauptgeschäft und Besitzgesellschaft wird je eine eigene Instanz geführt. Ein Demo-Mandant mit Echtdaten erleichert die Schulung: „Ein neuer Mitarbeiter kann alle Abläufe nachvollziehen und üben, ohne dass er im Echtbetrieb irgendwas falsch machen kann“, beschreibt Knapp. Auch die neuen Auswertungsmöglichkeiten kommen im Unternehmen gut an: „Jetzt können wir zum Beispiel auf Knopfdruck sehen, wie viele Drucker verkauft wurden und sämtliche Geschäftszahlen tagesaktuell abrufen“, sagt Geschäftsführer Stahl. Verbessert werden konnte auch die Kundeninfozentrale, ein für den Vertrieb wichtiges Werkzeug, in dem alle Informationen zum Kunden hinterlegt sind.

Für die guten Ergebnisse macht Barcodat auch die kompetente Betreuung durch den Projektleiter des Softwarehauses verantwortlich. Günther Stahl betont: „Sowohl der Zeit- als auch der Kostenplan wurden eingehalten.“ Inzwischen arbeitet Barcodat seit über drei Jahren erfolgreich mit dem ERP-System und plant bereits weitere Schritte mit der ERP-Lösung. So soll das nächste Update auch die Integration von CRM-Funktionalitäten umfassen. „Wir planen, unser Personal aufzustocken und den Beratungs- und Projektbereich auszubauen. Dazu benötigen wir die Unterstützung einer einfach zu bedienenden, aber leistungsfähigen CRM-Lösung.“

Von der Kundenbeziehung zur Kooperation

Die Zusammenarbeit mit dem Systemhaus wurde aber auch in anderer Beziehung vertieft: Die Dornstettener haben eine Barcode-Lösung zur halbautomatischen Lagerplatz- und Warenbewegung mit Anbindung an Abas-EB entwickelt. Die Lösung befindet sich bereits bei einigen Anwendern im Einsatz und bindet mobile Datenerfassungsgeräte über WLAN an die ERP-Software an. „Was mich immer wieder erstaunt“, so Günther Stahl, „ist, dass zwar viele ERP- und Barcode-Lösungen einsetzen, aber das Potential aus der Kombination Barcode und ERP nicht erkennen. Die halbautomatische Lagerplatz- und Warenbewegungsbuchung spart durch Fehler- und Lagermengenreduzierung eine Menge Zeit und Geld. Die Lösung amortisiert sich so bereits nach etwa einem Jahr.“


Das könnte Sie auch interessieren:

Seit gut eineinhalb Jahren betreibt Simus Systems eine Online-Plattform, auf der Auftraggeber und Auftragnehmer die Metallbearbeitung von Bauteilen kalkulieren - und das Interesse am Tool ist rege. Anwender laden ihr CAD-Modell hoch und erhalten eine valide Vorkalkulation des geplanten Bauteils.‣ weiterlesen

Erst die Interoperabilität von Maschinen und Anlagen ermöglicht Unternehmen die Teilhabe an neuen digitalen Strukturen und ist Grundvoraussetzung für neue digitale Geschäftsmodelle. Durch interoperable Schnittstellen können neue Maschinen effizienter integriert werden. Die VDMA-Studie ‘Interoperabilität im Maschinen- und Anlagenbau‘ zeigt die Relevanz von interoperablen Schnittstellen und dazugehörigen Standards in den Unternehmen.‣ weiterlesen

Im Gewerbebau gehört ein differenziertes Zutrittsmanagement zum Standard der meisten Ausschreibungen. Für Betriebe lohnt es, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Denn die Infrastruktur sollte später neue Anforderungen im Besuchermanagement ohne hohe Mehrkosten abbilden können.‣ weiterlesen

Die Vor- und Nachteile von SQL-, NoSQL- und Cloud-Datenbanken in Produktionsumgebungen werden noch immer diskutiert. Es wird höchste Zeit für ein Datenbankmanagement-System, das die Stärken aller drei miteinander verbindet.‣ weiterlesen

Predictive Maintenance, oder auch vorausschauende Instandhaltung, bildet einen der primären Anwendungsfälle im Spektrum der Industrie 4.0. Doch noch sind viele Unternehmen von den Ergebnissen enttäuscht, nachdem ihnen die technische Umsetzung gelungen ist. Eine planvolle Roadmap beugt dem vor, indem ein vorteilhafter Rahmen um das Werkzeug gezogen wird.‣ weiterlesen

Das Systemhaus Solid System Team wird von einer Doppelspitze geleitet. Neben Werner Heckl ist seit 1. April auch Torsten Hartinger mit der Geschäftsführung betraut.‣ weiterlesen

Materialise erwirbt Kaufoption von MES-Anbieter Link3D. Mögliche Übernahme könnte den Weg zum cloudbasierten Zugriff auf die 3D-Druck-Software-Plattform von Materialise ebnen.‣ weiterlesen

Ist die IoT-Infrastruktur in der Fertigung erst einmal installiert, müssen die erfassten Daten analysiert und in Nutzen überführt werden. Dabei kommt Event-Streaming-Technologie vor allem dann in Frage, wenn Anwender ihre Daten echtzeitnah verarbeiten wollen.‣ weiterlesen

Frank Possel-Dölken (Phoenix Contact) ist neuer Vorsitzender des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0. Er übernimmt das Amt von Frank Melzer (Festo).‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige