Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

IT-Standard für die Werkhalle

Die Balance zwischen Stabilität und Flexibilität zählt zu den zentralen Anforderungen an Hardware im Umfeld industrieller Abläufe. Ziel ist es, Prozesse in der Fertigungsstraße mit einer passgenauen IT-Lösung zuverlässig zu unterstützen.

Bild: Dell

Eine Werkhalle ist kein Platz für Office-PC. Denn hochspezialisierte Industrie-PC müssen rund um die Uhr laufen. Das erfordert aufwändige Konstruktionen und verbietet strenggenommen den Einsatz von Bürogeräten. Doch nicht jede IT-Lösung in der Fertigung benötigt eine solche Spezialaufrüstung. Für die Mehrzahl der Fälle in der industriellen Automatisierung eignen sich auch Standardsysteme, die in einigen Bereichen erweitert und angepasst werden müssen.

Die Geräte können die Lücke zwischen hochspezialisierten und meist individuell gefertigten ‘ruggedized’ Industrie-PC, die Schmutz, Staub, extreme Temperaturen und Feuchtigkeit aushalten müssen, und handelsüblichen Office-Geräten schließen. Dell bietet für diesen Einsatzbereich standardbasierte Plattformen an und erweitert sie um langfristig gleichbleibende und weltweit verfügbare Systemkomponenten – komplettiert durch passende Serviceleistungen.

Langlebigkeit, Stabilität und Kompatibilität im Fokus

Verlängerte Lebenszyklen der Systeme und Komponenten sowie Zertifizierungen für spezielle Einsatzgebiete und Branchen sind die wichtigsten zusätzlichen Eigenschaften, die ein Standardrechner erfüllen muss, um für die industrielle Fertigung geeignet zu sein. Der Systemanbieter stellt für diese Einsatzgebiete beispielsweise den Rechner Optiplex 9010 XL zur Verfügung. Das Kürzel ‘XL’ in der Bezeichnung steht für ‘Extended Life’. Eine wichtige Rolle spielt die hohe Konsistenz während des Produktlebenszyklus, die nur geringe Änderungen an Bios, Firmware, Prozessoren, Chipsätzen, Netzwerkadaptern, Festplatten, Controllern oder Schnittstellen zulässt.

Herzstück des erweiterten Produktlebenszyklus ist ein klar geregeltes Change-Management auf Komponentenebene. Dabei lassen sich drei Arten von Komponenten unterscheiden: Erstens solche, die sich über den gesamten Lebenszyklus eines Systems nicht ändern, zweitens ‘verwaltete Komponenten’, bei denen Änderungen mindestens drei Monate im Voraus angekündigt werden und drittens Komponenten, die branchenüblichen technologischen Neuerungen unterliegen.

Drei Kategorien für Komponenten

Zur Gruppe der Komponenten, die über den gesamten Produktlebenszyklus gleich bleiben, zählen beispielsweise Chipset, Systemboard, Prozessor und Grafikkarten. Damit sind gleichzeitig die zentralen Aspekte des Systemdesigns, einer gleichbleibend hohen Produktqualität und der Nachvollziehbarkeit der einzelnen Komponenten betroffen. Aus Sicht eines Fertigungsunternehmens, das IT-Lösungen im Automatisierungsumfeld einsetzt, ist langfristige Stabilität unabdingbar. Denn jede Änderung hätte unabsehbare Folgen für vorhandene Applikationen, die auf die Systeme abgestimmt sind. Einer der wichtigsten Aspekte im Bereich der ‘verwalteten Komponenten’ ist ein strenges Bios-Release-Management.

Bringt beispielsweise Intel eine neue CPU-Plattform auf den Markt, werden in den ersten beiden Monaten nach der allgemeinen Verfügbarkeit kleine Korrekturen oder Verbesserungen vorgenommen. Danach jedoch bleibt das Bios weitgehend stabil. Im Unterschied zu einem Office-System, das bei einem sechs Monate später gekauften Rechner schon ganz anders aussehen kann, muss bei einer IT-Lösung für die industrielle Automatisierung drei Monate vor einer BIOS-Anpassung eine Ankündigung erfolgen, damit sich Anwender darauf einstellen und eventuell Evaluierungstests durchführen können.

Diese dreimonatige Vorankündigung muss auch für Anpassungen beim Microcode der CPU und dem Chipset-Stepping gelten. Wichtig: Das betrifft nicht den Austausch eines Prozessors oder eines Chipsatzes, sondern lediglich Änderungen innerhalb der CPU oder des Chipsets. Während sich das Systemboard eines später gekauften Modells nicht ändert, kann es durchaus Anpassungen beim LAN-Controller oder der Firmware geben, die aber ebenfalls einer dreimonatigen Vorankündigung unterliegen müssen. Dringend zu vermeiden sind Änderungen, die sich auf die Gesamtleistung von System oder Komponenten auswirken.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Corona-Pandemie hat auch die wichtigen Absatzmärkte China, Indien und Brasilien getroffen, wobei aus China wieder positive Signale kommen.‣ weiterlesen

Als Projektträger des Programms 'Go-Cluster' des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH nach einem Aufruf der Europäischen Kommission mehr als 1.500 eingehende Unterstützungsangebote im Kampf gegen das Coronavirus an die Kommission weitergeleitet.‣ weiterlesen

Erweiterte Realität wird selten für wirklich kritische Anwendungen eingesetzt, etwa im Helm eines Kampfpiloten. Der kostet auch aufgrund von Entwicklungskosten rund eine halbe Million US-Dollar. Ist eine Technologie ausschließlich nach so umfangreicher Anpassung nützlich, wird sie sich in der Fertigungsindustrie kaum durchsetzen. Neue MES-Lösungen zeigen, wie Augmented Reality den Sprung in die industrielle Praxis schaffen könnte.‣ weiterlesen

Die Fahrtreppen von Thyssenkrupp Elevator befördern Menschen weltweit. Ihr Preis sowie Termintreue sind ein großer Wettbewerbsfaktor. Dabei hat sich die IT-gestützte Planzeitermittlung als wichtiger Hebel erwiesen.‣ weiterlesen

Die neue Richtlinie VDI 3808 stellt Verfahren zur energetischen Bewertung von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen im Überblick dar. Sie informiert, für welche Zwecke sich welche Verfahren besonders eignen oder welche Verfahren zwingend anzuwenden sind.‣ weiterlesen

Die Corona-Krise stellt die Globalisierung auf den Prüfstand. Für VDI-Präsident Volker Kefer ist die Situation Herausforderung und Chance zugleich. Im Interview spricht er über die Lage des Technikstandorts Deutschland heute und nach der Krise.‣ weiterlesen

99 Prozent der Unternehmen in Deutschland befinden sich laut einer Studie der Unternehmensberatung Mercer in einer Transformation. Dabei befürchten Mitarbeiter auch den Verlust des Arbeitsplatzes.‣ weiterlesen

Als Projektträger des Programms 'Go-Cluster' des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH nach einem Aufruf der Europäischen Kommission mehr als 1.500 eingehende Unterstützungsangebote im Kampf gegen das Coronavirus an die Kommission weitergeleitet.‣ weiterlesen

Im Februar hatte der Lösungsanbieter Empolis rund um cloudbasiertes Wissensmanagement die Akquisition von Intelligent Views bekanntgegeben - inklusive deren KI-gestützter Knowledge-Graph-Technologie. Wir haben in der Geschäftsleitung der beiden Firmen nachgefragt, wie Wissensmanagement und künstliche Intelligenz zusammenpassen.‣ weiterlesen

Wechselnde Umgebungsbedingungen durch Ad-hoc-Vernetzung, ständige Rekonfigurationen bedingt durch kleine Losgrößen und Softwareupdates im Feld sind Indikatoren dafür, dass das Testen von Systemen im laufenden Betrieb zunehmend an Bedeutung gewinnt. Um solches Testen zu strukturieren, bietet die Richtlinie VDI/VDE 4004 Blatt 1 Lösungsansätze und verdeutlicht diese anhand konkreter Anwendungsfälle.‣ weiterlesen

Unternehmen mit KI-Projekten sind dann am erfolgreichsten, wenn die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter den gleichen Stellenwert wie Investitionen in intelligente Technologien hat. Dazu gehört auch das Schaffen einer Lernkultur, die diese Qualifizierungsmassnahmen trägt. Das ist das Kernergebnis einer im Auftrag von Microsoft durchgeführten internationalen Studie. In einer Datenanalyse wurden dafür rund eine halbe Million englischsprachiger Beiträge ausgewertet und zusätzlich im März 2020 Interviews mit rund 12.000 Fach- und Führungskräften aus 20 Ländern geführt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige