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Interview

Die richtige Migration entscheidet über den Erfolg

Enterprise Resource Planning-Systeme einzuführen, ebenso wie Upgrades und Updates, kann Risiken beinhalten, die nicht sofort ins Auge fallen. Oft bemerken die Anwender veraltete oder fehlende Daten und Beeinträchtigungen erst später. Klaus Aschauer, Vorstand der Cosmo Consult AG, plädiert für die sanfte Datenmigration ohne Reibungsverluste.

Im Bild: Klaus Aschauer, Vorstand der Cosmo Consult AG

Herr Aschauer, die Neueinführung eines Enterprise Resource Planning-Systems (ERP) oder die Migration von Daten in eine neue Version stellen stets ein Risiko dar.

Klaus Aschauer: Ja, dabei ist es wichtig, Daten ohne Reibungsverluste von einem System auf das andere zu migrieren. Das bedeutet: Wie werden Daten übernommen? Welche Möglichkeiten der Datenübernahme hat man? Müssen überhaupt alle Daten übernommen werden? Das erfordert zunächst eine Analyse der bestehenden Datenstrukturen. Dafür gibt es unterschiedliche Herangehensweisen und Tools. Geht es um ein Neuprojekt, können wir mit einem Rapid Start Service-Tool eine möglichst reibungslose Datenaufbereitung und Datenübertragung gewährleisten – von den Stammdaten bis hin zu Bewegungsdaten. Das funktioniert auch bei einer Systemmigration von einer Microsoft Dynamics-Version auf eine andere, wobei es da Migrationswege gibt, die in unserem ERP-System direkt integriert sind und die die Daten von der einen Struktur in eine neue Datenstruktur mit sämtlichen Funktionserweiterungen anheben.

Gibt es grundsätzliche Unterschiede zwischen Neueinführung und Update-Projekten?

Aschauer: Da ist zunächst einmal die unterschiedliche Herangehensweise des Kunden an das Projekt. Er will mit einer Neuimplementierung meist auch eine bestimmte Prozessorganisationsänderung mit Funktionserweiterungen realisieren. In Systemmigrationsprojekten auf ein neueres Release wird häufig nur eine Systemmigration der Software-Version durchgeführt und nicht unbedingt etwas an der Prozessorganisation verändert. Bei Lösungen, die allerdings deutlich älter als vier, fünf Jahre sind, ist der Ansatz häufiger mit einem Software- und Prozess-Reengineering gekoppelt, da man sagt, ich kann alle meine Bewegungsdaten in die neue Version mitnehmen, möchte aber zusätzliche Funktionalität mit erweiterten Modulen.

Was bedeutet dabei eine sanfte Migration?

Aschauer: Für eine sanfte Migration benötigt man eine bestimmte Methodik. Es geht zuerst in eine Analysephase, dann in die Konzeptionsphase. Dort definiert man mit dem Kunden, welche Prozesse wie zu funktionieren haben. Danach folgt die praktische Umsetzung. Genau dafür hat Microsoft seine Einführungsmethodik ‚Surestep‘ entwickelt. Das gilt für neue Projekte ebenso wie für ein Reengineering-Update – überall da, wo man sagt, was sind heute meine Geschäftsprozesse und wie sehen sie in Zukunft aus. Dies wird definiert und anschließend mit dem Kunden ein Konzept entwickelt, in dem seine Ziele klar festgelegt sind. Erst dann wird die eigentliche Datenmigration und Migration der Prozesse umgesetzt.


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