Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Internationaler System-Rollout

Den passenden Partner für die Implementierung finden

Ob Übernahme oder neue Produktionsstätte – Fertigungsunternehmen mit internationalen Strukturen stehen oft vor der Herausforderung, heterogene IT-Landschaften konsolidieren zu müssen. Spätestens wenn der Kern der Softwarelösung und die Mindestanforderungen für die IT einer Niederlassung stehen, beginnt die Planung für den weltweiten Rollout. Um die Projektkosten in Grenzen zu halten, spielt die richtige Partnerstrategie eine wichtige Rolle.

Ob bei internationalen Systemeinführungen mit lokalen Partnern oder einem globalen Integrationsdienstleister zusammengearbeitet werden soll, kann beinahe zu einer philosophischen Grundsatzfrage werden. Bild: istock / Modus Consult AG

Die Einführung einer neuen Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) in einem Konzern mit verschiedenen Unternehmenstöchtern und Niederlassungen erfordert ein durchdachtes und leistungsfähiges Projektmanagement. Bei der Implementierung sind technisches Know-how und Projekterfahrung gefragt, um die verflochtenen Konzernprozesse und Abläufe umfassend abzubilden und zu verzahnen. Zusätzlich spielen im globalen Umfeld kulturelle Eigenheiten im Implementierungsprozess eine Rolle, die durch das Projektmanagement berücksichtigt werden müssen. Die Entscheidung, ob ein Betrieb diesen Herausforderungen zusammen mit dem zentralen ERP-Partner oder einem Partner vor Ort begegnet, muss bereits zu Beginn des Projekts gefällt werden. Es gilt daher sorgfältig abzuwägen, welche Option des Rollouts für die konkreten Anforderungen die größten Vorteile verspricht.

Zielgerichtete Partnerwahl

Wird der Rollout durch den Hauptpartner durchgeführt, kennt dieser in der Regel den Anwender und dessen Prozesse im Detail und weiß, wie die ‚Core-Lösung‘ aufgebaut ist. Solche Integrationspartner können vielfach über Jahre der Zusammenarbeit einen Überblick über Besonderheiten und Wünsche des Anwenders sammeln. Allerdings spricht der zentrale ERP-Dienstleister in der Regel nicht die lokale Sprache, sondern schult ‚Key-User‘ vor Ort im Rahmen der Software-Integration auf Englisch. Wenn davon ausgegangen wird, dass beide Parteien nicht in ihrer Muttersprache sprechen und die Mitarbeiter vor Ort nicht alle IT-spezifischen Vokabeln kennen, ergibt sich in der Schulung meist ein Informationsverlust zwischen ERP-Partner und den lokalen Key-Usern. Führt der Systemanbieter die Schulungen in den Niederlassungen durch, muss er über entsprechendes interkulturelles Gespür und Erfahrung verfügen, um den Anforderungen der Anwender gerecht zu werden und eine positive Einstellung gegenüber dem Projekt zu stützen. Die Sprachbarrieren können adressiert werden, indem der zentrale Software-Dienstleister mit weiteren IT-Partnern vor Ort zusammenarbeitet. Partnernetzwerke einiger Anbieter von Business-Software bieten auch Möglichkeiten zur Kontaktvermittlung, um lokale IT-Unternehmen mit der erforderlichen Branchenexpertise für das Projekt vorzuschlagen.

Ein Informationsverlust zwischen IT-Dienstleister und Anwendern kann mit dieser Rollout-Variante vermieden werden. Gleichzeitig kennt das lokale Software-Unternehmen die Gepflogenheiten der dortigen Arbeitswelt und hat daher häufig bessere Aussichten, die Erwartungen der Projektbeteiligten des Unternehmens vor Ort zu erfüllen. Dies kann wesentlich dazu beitragen, die Akzeptanz für projektbedingte Neuerungen und Veränderungen unter den Mitarbeitern zu verbessern und so die Grundlage für eine erfolgreiche Integration zu schaffen. Da jedoch dem lokalen IT-Partner der Fertigungsbetrieb, dessen IT-Landschaft und Prozesse unbekannt sein dürften, müssen dem Dienstleister zunächst umfangreiche Einweisungen erteilt werden, bevor dieser mit der Schulung beginnen kann. Es entsteht zusätzlicher zeitlicher Aufwand, aus dem sich Zusatzkosten ergeben. Die Höhe der Kosten hängen dabei von der Anzahl der Konzernunternehmen ab: Soll das ERP-System beispielsweise in 25 Niederlassungen eingeführt werden, müssen entsprechend 25 lokale Partner zuvor informiert werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

PerfectPattern hat die kostenlose Basisversion von Insights App vorgestellt. Mit der Software können Prozessingenieure, Produktionsexperten und Datenwissenschaftler die von PerfectPattern entwickelte KI-Technologie Aivis nutzen, um Einblicke in Produktionsprozesse zu erhalten.‣ weiterlesen

Die Buss-Unternehmensgruppe ist in vielen unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätig. Eine Herausforderung, stand doch ein Wechsel des ERP-Systems ins Haus - mit mehr als 80 Unternehmen innerhalb der Gruppe. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Sven Mahn IT gelang es, das Projekt innerhalb von 14 Wochen umzusetzen.‣ weiterlesen

Werden neue Technologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz Teil des Arbeistalltages wünscht sich ein Großteil der unter 31-Jährigen, darüber informiert zu werden. Dies geht aus einer Studie des IT-Security-Anbieters Kaspersky hervor. Auch ein menschliches Antlitz könnte laut Studie für mehr Akzeptanz sorgen.‣ weiterlesen

Schlechtere Stimmung als noch im Juni. Geschäftsklima-Index des Ifo Instituts hat in der aktuellen Erhebung im Vergleich zum Vormonat nachgegeben.‣ weiterlesen

Die Sprints zu Covid19-Impfstoffen zeigen den Leistungsdruck, unter dem die Technologieentwicklung steht. In kürzester Zeit sollen Forscher und Ingenieure Lösungen für die kritischen Probleme unserer Zeit finden. Der Accelerated-Discovery-Ansatz soll helfen, Forschungs- und Entwicklungsprozesse mit KI, Hybrid Cloud und schließlich Quantencomputern um das zehn- bis hundertfache des heute Möglichen zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Trebing + Himstedt hat die Partnerschaft mit Celonis bekanntgegeben. Die Unternehmen wollen zukünftig beim Thema Process Mining zusammenarbeiten.‣ weiterlesen

Im Rahmen einer Partnerschaft wollen Crate.io und Zühlke zukünftig gemeinsam an Smart Factory- und Industrie 4.0-Lösungen arbeiten.‣ weiterlesen

Die Dualis GmbH IT Solution hat für Lean-Manufacturing-Aufgabenstellungen ein Add-on zur 3D-Simulationsplattform Visual Components entwickelt. Basierend auf Process Modelling können damit automatisch branchengängige Standardized Work Sheets generiert werden.‣ weiterlesen

Um verschiedene Daten aufzubereiten und den Mitarbeitern nutzenbringend bereitzustellen, ist nicht immer ein großes IT-Projekt nötig. Wer schnell Daten für die Beschäftigten visualisieren möchte, sollte sich einmal näher mit Dashboards befassen.‣ weiterlesen

Die Simulation am digitalen Zwilling macht die Inbetriebnahme von Anlagen und Maschinen mit automatisierten Bewegungen sicherer. Fehler fallen früher auf und können behoben werden, bevor die Anlage aufgebaut ist. So lassen sich Schäden und Verzögerungen vermeiden. Auch als Schulungstool für Bediener und Programmierer ist die digitale Maschine hilfreich.‣ weiterlesen

ISPE, APV, Concept Heidelberg und die VDI/VDE Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik richten am 30. November bis zum 1. Dezember 2021 im Dorint Kongresshotel in Mannheim die 14. Offizielle GAMP 5 Konferenz aus.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige