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Instandhaltung per Fernzugriff

Mit Teleservice die Anlagenverfügbarkeit erhöhen

Maschinen- und Anlagenbauer stoßen häufig auf Sicherheitsbedenken, wenn Sie zu Servicezwecken auf das Unternehmensnetz ihrer Kunden zugreifen wollen. Der Verpackungsmaschinen-Hersteller Optima konnte viele seiner Kunden von der eigenen Fernwartungslösung überzeugen. Zu den Grundlagen für die Akzeptanz zählen der steigende Servicebedarf in vielen Betrieben, zusammen mit dem weitreichenden Sicherheitskonzept der Teleservice-Anwendung.

Bild: Innominate Security Technologies

Optima vertreibt mit einem Exportanteil von über 80 Prozent weltweit Herstell-, Abfüll- und Verpackungstechnik. Der Anlagenbauer nutzt seit zehn Jahren Teleservice für die Fernwartung seiner Maschinen. Der wichtigste Vorteil des Teleservice für das Unternehmen ist die schnelle Störungsbeseitigung. „Es wird immer wichtiger, Anlagenstillstände zu vermeiden und bei Störungen für eine rasche Hilfe zu sorgen. Das ist ohne den Teleservice heute gar nicht mehr möglich“, berichtet Mirko Pecoroni aus dem Bereich Information Technology bei Optima. Wenn der Servicetechniker erst einmal anreisen muss, ist bereits viel Zeit verloren.

Zielgerichtete Problemlösung per Teleservice

Der Teleservice gestattet dem Fertigungsunternehmen hingegen eine zeitnahe Fehlerdiagnose – und die Störungsbeseitigung ist auf diesem Weg häufig ohne Vor-Ort-Einsatz möglich. Der Servicetechniker des Anlagenbauers greift dazu per Onlineverbindung auf die Maschine des Kunden zu. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Mitarbeiter an der Maschine manuell einen Hardwareschalter auf ‚VPN-Verbindung‘ stellt. Erst wenn dieser Schalter betätigt ist, wird von der Maschine aus eine gesicherte Virtual Private Network-Verbindung (VPN) zum Anlagenbauer aufgebaut und der Zugriff protokolliert. So behält der Anlagenbetreiber die Kontrolle über Datenverbindungen nach außen. Damit wird auch sichergestellt, dass die Maschine bei einem Servicezugriff vom Maschinenführer vor Ort überwacht wird, um zu verhindern, dass Mitarbeiter im Arbeitsbereich der Maschine gefährdet werden.

Steigender Servicebedarf im Maschinenbau

„Der Servicebedarf ist in den letzten Jahren ständig größer geworden. Immer leistungsfähigere und komplexere Maschinen führen zu deutlich mehr Steuerungsinformationen und größeren Software-Updates. Dafür sind breitbandige und sichere IP-/VPN-Verbindungen notwendig“, erläutert der IT-Experte. „In jeder Maschine steigt die Zahl der einzeln ansteuerbaren Endgeräte mit einer eigenen IP-Adresse, die konfiguriert, überwacht und gesteuert werden, wie beispielsweise Servomotoren. Hier wünschen sich viele Kunden mehr Unterstützung“, sagt Pecoroni. Er zeigt die Herausforderung an zwei Beispielen: Für Optimierungen nach der Inbetriebnahme an Maschinen in Chile und in Russland seien dieselben Experten gefragt, die aber nicht gleichzeitig an mehreren Orten präsent sein können. „Mit dem Teleservice konnte sich der Servicetechniker sofort ein umfassendes Bild von der Anlage machen und zusammen mit dem Mitarbeiter vor Ort Optimierungen vornehmen. So war der Experte für zwei Anlagen verfügbar und es sind keine teuren Reisekosten angefallen“, schildert Pecoroni. Hinzu trete auch ein steigender Bedarf für ergänzende Online-Serviceangebote zur Steigerung der Anlagenverfügbarkeit, etwa im Bereich Condition Monitoring.


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