Anzeige
Beitrag drucken

Industrie-Manager prognostizieren Roboter-Boom im deutschen Mittelstand

Der aktuelle Automatica-Trend-Index zeigt: Die deutsche Industrie steht vor einem Roboter-Boom. Weil die Roboter sicherer und günstiger geworden sind, sprechen Industriemanager ihnen einen wichtigen Platz in der zukünftigen Arbeitswelt zu.

81 Prozent der Automatisierungs-Manager in Deutschland erwarten, dass der Einsatz von Robotern in mittelständischen Betrieben stark zunehmen wird. Das sind Ergebnisse des Automatica-Trend-Index 2016, für den 100 Unternehmensentscheider befragt wurden, die in ihrem Betrieb für den Einsatz von Automatisierungstechnik zuständig sind.

Wichtiger Treiber ist laut der Umfrage eine neue Generation von Leichtbaurobotern, die kostengünstiger als klassische Industrie-Roboter sind und mit den Werkern ohne Schutzkäfig Schulter an Schulter zusammenarbeiten, sogenannte Cobots. 85 Prozent der befragten Manager sind überzeugt, mit solchen Mensch-Roboter-Teams die Einsatzfelder der Automatisierung zu erweitern. Digital vernetzte Industrie-Roboter werden die Fertigungsmethoden revolutionieren – davon sind 86 Prozent überzeugt.

Die Weichen sind gestellt

Die Weichen für den Kollegen Roboter werden in der Mehrzahl der deutschen Betriebe bereits gestellt: 52 Prozent haben entweder schon mit Industrie-Robotern automatisiert oder analysieren derzeit konkret die Einsatzmöglichkeiten von Robotertechnik für das eigene Unternehmen. 27 Prozent sind grundsätzlich an den neuen Lösungen interessiert. Fünf Prozent haben sich gegen den Einsatz von Industrie-Robotern entschieden.

Stückkostenfragen und die einfache Bedienbarkeit stehen bei den Entscheidern hoch im Kurs, wenn es um die Frage nach dem Einsatz kollaborativer Roboter geht, die mit den Werkern Hand-in-Hand zusammenarbeiten. So hält es die große Mehrheit für wichtig, dass die Cobots als Leichtbauroboter in der Anschaffung günstiger sind, als klassische Industrie-Roboter (88 Prozent).

Anlernen wie einen Lehrling

Bei der Bedienbarkeit bewerten die Entscheider zudem positiv, dass sich die Cobots nach dem Vorbild von Lehrlingen neue Aufgaben zeigen lassen, indem man Ihnen zur Programmierung einfach nur die Roboter-Hände führt (89 Prozent). Dazu kommt der Einsatz von intuitiv verständlicher Steuerungstechnik, wie sie sich bei der Nutzung von Smartphones bereits bewährt hat (87 Prozent). Die Fähigkeit der Roboter, über Sensoren und Bildverarbeitung mit den menschlichen Kollegen zu kommunizieren halten 85 Prozent für wichtig bis sehr wichtig.

"Der Siegeszug von Industrie-Robotern in kleinen und mittelgroßen Unternehmen wird durch die günstigeren Preise der neuen Generation von Leichtbaurobotern und die flexible Bedienbarkeit vorangetrieben", sagt Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München GmbH und Auftraggeber des Automatica-Trend-Index 2016.

(Quelle:Messe München GmbH)


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit einer Umsatzsteigerung von 11% sowie einem Anstieg der Erlöse aus dem Cloudgeschäft um 40% hat SAP das 2. Quartal beendet. Der Gewinn des Walldorfer Softwarekonzerns ging im Vergleich zum Vorjahr jedoch zurück.‣ weiterlesen

Produkte werden innovationsgetriebener, intelligenter, personalisierter - kleine Losgrößen sind die Folgen. Domänen wie Mechanik, Elektrik und Elektronik sowie Software und Automatisierung wachsen zusammen - smarte Produkte erfordern ein Umdenken bei Produktstrukturen und Prozessen, wie es im Whitepaper von Siemens dargestellt ist. Vor allem in der Produktion wird Flexibilität zum wichtigen Schlüssel, die Wertschöpfung zu optimieren.‣ weiterlesen

Die Digitalisierung der Instandhaltung geht über IoT und vorausschauende Wartung hinaus. Mit mobiler, cloudbasierter Software können die eigenen Prozesse optimiert und die Qualität der Aufträge besser dokumentiert werden.‣ weiterlesen

Seit 2001 setzt das Unternehmen Mondi in seinem Werk in Gronau auf Industrie-PCs von Noax. Mit ihnen stellt der Hersteller von Verpackungen und Hygieneartikeln eine zuverlässige Prozesssteuerung der gesamten Produktionskette sicher - samt Betriebsdatenerfassung und Dokumentation. Die daraus resultierende Rückverfolgbarkeit kommt dann auch dem Endkunden zu Gute.‣ weiterlesen

Unternehmen erhöhen ihre Investitionen in KI-Systeme zum Schutz vor der nächsten Generation von Cyberangriffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Capgemini Research Institute. Demnach glauben rund zwei Drittel der Unternehmen, ohne KI nicht in der Lage zu sein, auf kritische Bedrohungen reagieren zu können. Befragt wurden 850 Führungskräfte unterschiedlicher Branchen. ‣ weiterlesen

Ingenieure und Physiker von Giesecke+Devrient Currency Technology entwickeln magnetische, optische und Ultraschallsensoren für modulare Banknotenbearbeitungssysteme. Da experimentelle Messungen kaum möglich sind, sichert eine Multiphysik-Simulation die Präzision der Sensorik ab.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige