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Funkgestützte Identifikation von Maschinen

Komplexe Produktionsumgebungen stellen hohe Anforderungen an Wartungspersonal und externe Dienstleister. Um eine Maschine laseroptisch auszurichten, muss sie erst einmal lokalisiert werden. Die Kombination von RFID-Tag an der Maschine und einer mobilen Lese-/Schreibeinheit am Ausrichtgerät verspricht Abhilfe.

Bild: Prüftechnik

Industrieanlagen sind in der Regel komplexe und weit verzweigte Gebäude- und Maschinenstrukturen. Häufig erstrecken sich Prozessaggregate über mehrere Gebäudekomplexe und selbst innerhalb eines Gebäudes über mehrere Stockwerke. Zudem müssen zur Gewährleistung der erforderlichen Prozesssicherheit oft mehrere baugleiche Aggregate räumlich eng nebeneinander angeordnet werden. In einer solchen Umgebung haben es externe Dienstleister oder neues Wartungspersonal unter Umständen schwer, alle Maschinen schnell und präzise zu lokalisieren.

Dies verdeutlicht ein Beispiel aus der Praxis: Ein Motor-Pumpen-Aggregat muss laseroptisch vermessen und anschließend ausgerichtet werden, doch es kann auf Anhieb nicht aufgefunden oder zweifelsfrei identifiziert werden. Um dieser Problematik zu begegnen, hat die Prüftechnik Alignment Systems GmbH das Zusatzmodul ‚RFID Maschinenidentifikation‘ für das laseroptische Wellenausrichtsystem Rotalign Ultra iS entwickelt: Um die relevanten Maschinen eindeutig zu codieren, werden sie mit einem RFID-Tag ausgestattet. Das Wellenausrichtsystem wiederum wurde um ein mobiles, bluetoothfähiges RFID-Lese-/Schreibgerät erweitert. Die Anwendung setzt auf den weltweit etablierten ISO-Standard 14443 und damit auf die Übertragungsfrequenz 13,56 Megahertz. Dank dieses Konzeptes kann die Maschine nun eindeutig identifiziert werden. Der zur Maschine zugehörige Basisdatensatz wird vom Ausrichtgerät automatisch aufgerufen und die Arbeiten können am richtigen Aggregat durchgeführt werden.

Vorteile für den Einsatz in rauen Umgebungen

„RFID ist in jeder industriellen Umgebung einsetzbar und absolut resistent gegen äußere Verschmutzung“, sagt Michael Stolze, Geschäftsführer der Prüftechnik Alignment Systems GmbH. „Ein Barcode hingegen wäre nach kurzer Zeit verschmutzt und nicht mehr auffind- und lesbar.“ Neben der Robustheit von RFID-Tags spricht im Rahmen von Asset- und Produktionsmanagement noch ein weiterer Grund für den Einsatz der Funktechnologie: Ein RFID-Tag kann auch als Speichermedium fungieren. Zusätzlich zur Grundnutzenstiftung der Maschinenidentifizierung können so auch Ausrichtinformationen beim Verlassen der entsprechenden Maschine aktiv auf den vorhandenen RFID-Tag geschrieben werden. Das bedeutet, dass bei einer späteren Rückkehr zu diesem Aggregat die Ausrichthistorie zur Verfügung steht, was im Rahmen von Condition based Maintenance (CBM) hochgradig sinnvoll ist.

Abhängig von der Instandhaltungsphilosophie des Unternehmens können die Informationen auf dem RFID-Tag auch Dritten, etwa Servicedienstleistern, zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund des gewählten ISO-Standards kann über die Lösung auch mit ‚Near

Field Communication‘-tauglichen (NFC) Smartphones auf die Tags zugegriffen werden. So können beispielsweise Instandhaltungs- oder Produktionsmanager ‚im Vorbeigehen‘ mit dem Mobilgerät den Ausrichtzustand an der Maschine ablesen.


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