Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Erfolgsfaktor für die Produktion

Manufacturing IT auf dem Weg zur übergreifenden Lösung

Aufwand und Komplexität des Managements von Produktions- und angrenzenden Abläufen sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Damit steigt auch der Stellenwert der Prozessoptimierung unter Nutzung aller Ressourcen und Informationsquellen. Unterstützung bietet nicht zuletzt die Automatisierung oder Teilautomatisierung der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten verschiedener Prozessketten. Voraussetzung dafür sind geeignete prozessketten-übergreifende Werkzeuge.

Bild: ZVEI

Zahlreiche firmen- oder branchenspezifisch entwickelte Softwarelösungen unterstützen die Verwaltung und Organisation von betrieblichen Abläufen. Während Enterprise Resource Planning-Systeme (ERP) zur Planung und Steuerung der Auftragsabwicklung, des Bestandsmanagements und der Beschaffung dienen, unterstützen Manufacturing Execution-Systeme (MES) das operative Management. Die Lösungen für die Produktionssteuerung reichen hier von Office-Anwendungen Marke ‚My Excel Sheet‘ bis zur umfassenden Verknüpfung, Verwaltung, Organisation und automatischen Bearbeitung aller produktionsrelevanten Vorgänge. Diese Heterogenität erschwert es, eine vergleichende und allgemeingültige Anwendbarkeit von Lösungen in unterschiedlichen Anwendungsgebieten zu finden und ihr Potenzial für die Produktionssteigerung richtig zu bewerten.

Komplexe Fertigungsabläufe fordern produktionsnahe Systeme

Auch in Bezug auf die Verbreitung von MES-Anwendungen in verschiedenen Branchen ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Je höher die Komplexität und Flexibilität der Produktion und je größer die Produktvarianten, desto alternativloser ist der Nutzen von MES-Lösungen in der Produktion. Der Verbreitungsgrad folgt entsprechend. Großserienfertigung in der Automobilindustrie ist ohne MES nicht mehr denkbar. Dieser Situation Rechnung tragend, hat die ZVEI-Arbeitsgruppe ‚MES‘ in einer Informationsschrift heute verfügbare oder realisierbare Lösungen beschrieben. Dabei wurden insbesondere branchenspezifische Anforderungen berücksichtigt. Grundlage für die Aufbereitung der MES-Lösungen sind die Festlegungen der Normenreihe IEC EN 62264, die die funktionalen Ebenen eines Unternehmens beschreibt, auf denen mit unterschiedlichen Zeithorizonten und unterschiedlichem Detaillierungsgrad Entscheidungen getroffen werden

Vier zentrale Funktionsbereiche in Produktionsbetrieben

Das Management eines Produktionsbetriebs kann in vier zentrale funktionale Bereiche eingeteilt werden. Dazu zählen Produktionsmanagement, Qualitätsmanagement, Lager- und Bestandsmanagement sowie Instandhaltungsmanagement. In diesen Bereichen lassen sich verschiedene Aktivitäten identifizieren, deren Zusammenwirken durch ein verallgemeinertes Aktivitätsmodell beschrieben wird. Die Inhalte der Aktivitäten bestehen wiederum aus einzelnen Aufgaben, die sich entsprechend der zu realisierenden Funktionen unterscheiden. Einzelne Aktivitäten sind durch Informationsflüsse miteinander verknüpft. Die konkreten Informationen, die zwischen den Aktivitäten ausgetauscht werden, sind ebenfalls von der jeweiligen Funktion abhängig. Für diese Aktivitäten und die Umsetzung der Informationsflüsse werden diverse Produkte aus dem MES-Umfeld angeboten. Die konkreten Ausprägungen der Softwareprodukte und Dienste sind funktions-, branchen- und produktspezifisch.

Für jede Aufgabe das passende Softwaremodul

MES-Lösungen werden heute weitgehend aus vorgefertigten Modulen zusammengestellt. Der konfigurierbare Anteil beträgt dabei in der Regel 60 bis 70 Prozent, den Rest machen branchen- und kundenspezifische Erweiterungen aus. Um die Bedeutung verwendeter Begriffe zu verdeutlichen, stellt die ZVEI-Broschüre die derzeit geläufigen Begriffe als Orientierungshilfe vor. Darüber hinaus werden für die Branchen ‚pharmazeutische Wirkstoffproduktion‘, ‚Nahrungsmittel und Brauereiindustrie‘, ‚Raffinerie und Petrochemie‘, ‚Chemie und Feinchemie‘, ‚Großserienfertigung‘, ‚Maschinen- und Anlagenbau‘ sowie ‚Papier und Metall‘ typische Betriebsabläufe beschrieben und erläutert, wie Betriebsaktivitäten in den Bereichen Produktion, Qualität, Instandhaltung und Lagerhaltung durch MES-Werkzeuge unterstützt werden. Angesichts der Vielzahl der angebotenen Funktionen ist es umso wichtiger, die richtige Anpassung einer MES-Lösung zu finden. Grundsätzlich liefert hier erst die an die Aufgabenstellung angepasste Softwareanwendung die Problemlösung.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Vor allem in der Automotive-Branche sind die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Produkten hoch. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, müssen Zulieferer jederzeit Auskunft darüber erteilen können, welchen Werdegang eines ihrer Erzeugnisse genommen hat.‣ weiterlesen

Was im Datensilo abgelegt ist, wird meist selten bis gar nicht genutzt. Das bedeutetet jedoch nicht, dass diese Daten keinen Nutzen hätten, im Gegenteil. Um Informationen aus dem gesamten Datenbestand zu erhalten, müssen die einzelnen Silos verknüpft werden.‣ weiterlesen

Die Personaleinsatzplanung ist integraler Bestandteil eines Manufacturing Execution Systems. Sind die tatsächlich genutzten Arbeitszeitmodelle in der werksnahen Software detailliert hinterlegt, können sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter von höherer Flexibilität profitieren.‣ weiterlesen

Cloud-Infrastrukturen eignen sich sehr gut, um aus den Daten der Automatisierungssysteme nützliche Informationen zu gewinnen. Dafür müssen die Daten aber erst einmal in die Cloud gelangen. Das lässt sich unter anderem am Beispiel Siemens Mindsphere illustrieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige