Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Eingebettete RFID-Tags

Neue Polymer-Transponder lassen sich schon während der Fertigung in Kautschuk-Produkte einbringen.

Bild: Deister

Die Rückverfolgbarkeit von Materialien und Produkten über den gesamten Lebenszyklus hinweg entwickelt sich in vielen Branchen zu einer zentralen Anforderung. Durch den Einsatz von Radiofrequenzidentifikation (RFID) lassen sich bereits zahlreiche Anwendungen realisieren: RFID-Transponder speichern Informationen und lassen sich ohne Sichtkontakt und aus jedem Winkel ablesen. Auch hitzebeständige Transponder und Lösungen mit Lesereichweiten von mehreren Metern stehen zur Verfügung. Doch auch wenn sich Tags nach IP-Klassifikation etwa gegen Wasser oder Staub schützen lassen, unterliegen Haftetiketten in der Praxis vielen Einschränkungen.

Es existieren verschiedene Ansätze, um das Einsatzgebiet der Funktechnologie auszudehnen. Mit ‘Source Tagging’ wird ein Verfahren bezeichnet, in dem Transponder direkt in Werkstoffe oder Materialien eingearbeitet werden. “Unter dem Stichwort ‘Source Tagging’ versteht man die Einbindung eines elektronischen Identifikators in das Material gleich dort, wo es hergestellt wird. Diese preiswerte Art der Integration von UHF-Transpondern innerhalb der Supply Chain wird bereits bei einigen Artikeln sehr erfolgreich eingesetzt”, sagt Martin Hartwigsen, Sales and Marketing Manager bei Deister Electronic. Mit dem UPT30110 hat das Unternehmen einen textilen UHFTransponder vorgestellt, der für Source Tagging in der Kautschuk-Industrie konzipiert wurde. Der Datenspeicher eignet sich aufgrund seiner flexiblen Netzstruktur für die Integration in biegsame Materialien wie Schläuche oder Gummireifen. Da die Struktur des Polymer-Transponders so aufgebaut ist, dass auch Gummi im Produktionsprozess durch den Transponder fließen kann, kann der Tag zu einem integralen Bestandteil etwa eines Reifens werden. Die Materialeigenschaften bleiben dabei annähernd unverändert. Weiterhin lässt sich der Transponder in Schläuche einwickeln oder in flexible Untergründe wie Gummiummantelungen einbringen. Der UHF-Speicher übersteht Prozesse wie Vulkanisieren und Spritzgießen bis zu 220 Grad Celsius, da bei der Entwicklung Faktoren wie Druck- und Temperaturbeständigkeit, Ausdehnungskoeffizienten, Korrosionsbeständigkeit und Lebensdauer bei der Entwicklung im Mittelpunkt standen. (ppr)


Das könnte Sie auch interessieren:

Industrielle Trends wie IIoT und Digitalisierung setzen immense Datenströme voraus. Doch im Gegensatz zur IT-Security für Büros müssen Fabrikbetreiber auf wesentlich mehr Stolpersteine achten, damit ihre Anlagen nicht schon einfachen Angriffen zum Opfer fallen.‣ weiterlesen

Ab und zu fehlte ein Schlüssel im Kloster der Franziskanerinnen der ewigen Anbetung von Schwäbisch Gmünd. Beim letzten Mal gab das den Impuls, anstatt neue mechanische Zylinder in die rund 220 Türen des Komplexes einzubauen, die alte Technik durch das Bluesmart-System von Winkhaus zu ersetzen.‣ weiterlesen

Mit 100,5 Punkten hält sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer im November stabil und liegt weiter im leicht über der neutralen Marke. Auf europäischer Ebene sank der Frühindikator allerdings erneut.‣ weiterlesen

In einer neuen Expertise des Forschungsbeirats Industrie 4.0 untersuchen das FIR an der RWTH Aachen und das Industrie 4.0 Maturity Center den Status-quo und die aktuellen Herausforderungen der deutschen Industrie bei der Nutzung und wirtschaftlichen Verwertung von industriellen Daten und geben Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Verbände, Politik und Wissenschaft.‣ weiterlesen

Im Forschungsprojekt FabOS soll eine KI-Bin-Picking-Anwendung entstehen, die ein verbessertes Erkennen, Greifen und definiertes Ablegen von Blechteilen in der Produktion ermöglicht.‣ weiterlesen

Die Digitalisierung des Qualitätsmanagements stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Daher haben das Fraunhofer IPT und die FH Südwestfalen im Forschungsvorhaben 'Qbility - Quality 4.0 Capability Determination Model' ein datengetriebenes Reifegradmodell entwickelt, das die Anforderungen eines digitalisierten Qualitätsmanagements bei KMU adressiert.‣ weiterlesen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt sicherheitsrelevante Patches und Updates so schnell wie möglich, unter Abwägung des jeweiligen Risikos, einzuspielen, auch wenn im professionellen und insbesondere industriellen Umfeld automatisierte Software-Updates mit unerwünschten Einschränkungen der Funktionalität - etwa durch einen Neustart des Systems - verbunden sein können.‣ weiterlesen