Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Effizienzgewinne durch Energie- und Lastspitzen-Management

Auf dem Weg zur 'Grünen Fabrik'

Energie einsparen, die Produktionseffizienz erhöhen und den Aufwand für Wartung und Instandhaltung reduzieren: Diese Ziele dürften mittlerweile auf der Agenda der meisten Betriebsleiter und Facility Manager in der industriellen Produktion stehen. Ein wirkungsvolles Mittel zur Zielerreichung ist ein Energiemanagementsystem, das auf der vorhandenen Automatisierungstechnik aufbaut und für ein hohes Maß an Transparenz sorgt. Solche Systeme können sich in weniger als einem Jahr amortisieren.

Bild: Fotolia – monsterdruck/Beboy

Der Wettbewerbsdruck steigt, die Kosten müssen sinken: Das ist, kurz gefasst, die Situation, in der sich Industrieunternehmen befinden. Zugleich gehen alle seriösen Prognosen von langfristig steigenden Energiekosten aus. Dafür gibt es mehrere Ursachen, unter anderem die wachsende internationale Nachfrage, der größere Aufwand für die Förderung fossiler Energien und die höheren Erzeugungskosten regenerativer Energien. Für die Unternehmen bedeutet das: Selbst wenn der Energieverbrauch konstant gehalten werden kann, steigen die Energiekosten.

Dass sich daraus ein Zwang zum Energiesparen ergibt, leuchtet ein – zumal es auch noch andere Gründe gibt, mit den natürlichen Ressourcen sparsam umzugehen. Dazu gehört neben dem Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen Energie- und Ökologiethemen in ihre Lieferantenbewertungen aufnehmen. Wer hier Erfolge vorweisen kann, hat Vorteile im Wettbewerb. Die gute Nachricht trotz steigender Kosten und höherem Druck zum effizienten Umgang mit Ressourcen: Zum Realisieren von Energieeinsparungen und der Unterstützung von gezieltem Lastspitzenmanagement stehen leistungsfähige Energiemanagementsysteme bereit, die durch das Zusammenspiel von IT und existierender Sensorik vergleichsweise schnelle Umsetzungserfolge versprechen.

Zugriff auf bestehende Anlagenkomponenten

Moderne Produktionsanlagen sind hoch automatisiert, ihre Antriebe werden meist bedarfsgerecht geregelt. In den Anlagen sind zahlreiche Sensoren installiert, die beispielsweise Energiebedarf messen oder ein bedarfsgerechtes Zu- und Abschalten von Anlagenkomponenten ermöglichen. Aus Sicht des Energiemanagements heißt das: Wer systematisch die Potenziale zur Kostensenkung erschließen will, muss nicht bei Null anfangen. Eine Vielzahl von Daten steht zur Verfügung, die eine solide Basis für eine gezielte Verbrauchsoptimierung bilden. Dafür kann man die jeweiligen umrichtergesteuerten, also drehzahlgeregelten Antriebe abfragen und die Daten entsprechend auswerten. Dies hat Mitsubishi Electric als ein weltweit führender Spezialist für Industrieautomation schon vor Jahren erkannt und mit dem ‚Energy Control Pack‘ (ECP) Werkzeuge entwickelt, mit denen im ersten Schritt die zahlreichen energierelevanten Informationen in den Automationssystemen gesammelt werden können.

Pflicht und Kür des Energiemanagements

Auf Basis dieser Daten erhält der Anwender einen detaillierten Überblick über die Energieverbräuche auf der Ebene einzelner Maschinen oder Antriebe. Das ist im Vergleich zur üblichen Betrachtungsweise, bei der Anwender nur mit Gesamtenergieverbräuchen zum Beispiel auf Abteilungsebene arbeiten können, ein enormer Erkenntnisgewinn. Das Energiemanagementsystem schafft dafür die Voraussetzung. Ein Ziel, das sich mit diesem Ansatz relativ leicht erreichen lässt, ist die Vermeidung oder Kappung von Lastspitzen. Damit können Unternehmen auf einfache Weise Energiekosten senken, für deren Berechnung die Energieversorger nicht nur den monatlichen Stromverbrauch, sondern auch die einmalig erzielten Spitzenlasten heranziehen.

Hier ist neben den intelligenten IT-Tools auch das Expertenwissen der Betriebsleiter, Ingenieure und anderer Produktionsexperten gefragt. Sie entscheiden, wo gezielt Anlagen pausieren oder welche energieintensiven Prozesse sukzessive statt gleichzeitig erfolgen können, ohne dass die Produktivität beeinträchtigt wird. Das Lastmanagement ist die Pflichtübung eines jeden IT-gestützten Energiemanagements und stellt sicher, dass eine festgelegte Leistungsabnahme nicht überschritten wird. Dafür definiert der Anwender Stromverbraucher wie speichergestützte Kühl- oder Heizanlagen, die bei Überschreiten einer bestimmten Lastspitze abgeschaltet werden. Das System übernimmt aber noch weitere Aufgaben, wie die Überwachung von Blindleistungen im Stromnetz.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Fahrtreppen von Thyssenkrupp Elevator befördern Menschen weltweit. Ihr Preis sowie Termintreue sind ein großer Wettbewerbsfaktor. Dabei hat sich die IT-gestützte Planzeitermittlung als wichtiger Hebel erwiesen.‣ weiterlesen

Die neue Richtlinie VDI 3808 stellt Verfahren zur energetischen Bewertung von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen im Überblick dar. Sie informiert, für welche Zwecke sich welche Verfahren besonders eignen oder welche Verfahren zwingend anzuwenden sind.‣ weiterlesen

Die Corona-Krise stellt die Globalisierung auf den Prüfstand. Für VDI-Präsident Volker Kefer ist die Situation Herausforderung und Chance zugleich. Im Interview spricht er über die Lage des Technikstandorts Deutschland heute und nach der Krise.‣ weiterlesen

99 Prozent der Unternehmen in Deutschland befinden sich laut einer Studie der Unternehmensberatung Mercer in einer Transformation. Dabei befürchten Mitarbeiter auch den Verlust des Arbeitsplatzes.‣ weiterlesen

Als Projektträger des Programms 'Go-Cluster' des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH nach einem Aufruf der Europäischen Kommission mehr als 1.500 eingehende Unterstützungsangebote im Kampf gegen das Coronavirus an die Kommission weitergeleitet.‣ weiterlesen

Im Februar hatte der Lösungsanbieter Empolis rund um cloudbasiertes Wissensmanagement die Akquisition von Intelligent Views bekanntgegeben - inklusive deren KI-gestützter Knowledge-Graph-Technologie. Wir haben in der Geschäftsleitung der beiden Firmen nachgefragt, wie Wissensmanagement und künstliche Intelligenz zusammenpassen.‣ weiterlesen

Wechselnde Umgebungsbedingungen durch Ad-hoc-Vernetzung, ständige Rekonfigurationen bedingt durch kleine Losgrößen und Softwareupdates im Feld sind Indikatoren dafür, dass das Testen von Systemen im laufenden Betrieb zunehmend an Bedeutung gewinnt. Um solches Testen zu strukturieren, bietet die Richtlinie VDI/VDE 4004 Blatt 1 Lösungsansätze und verdeutlicht diese anhand konkreter Anwendungsfälle.‣ weiterlesen

Unternehmen mit KI-Projekten sind dann am erfolgreichsten, wenn die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter den gleichen Stellenwert wie Investitionen in intelligente Technologien hat. Dazu gehört auch das Schaffen einer Lernkultur, die diese Qualifizierungsmassnahmen trägt. Das ist das Kernergebnis einer im Auftrag von Microsoft durchgeführten internationalen Studie. In einer Datenanalyse wurden dafür rund eine halbe Million englischsprachiger Beiträge ausgewertet und zusätzlich im März 2020 Interviews mit rund 12.000 Fach- und Führungskräften aus 20 Ländern geführt.‣ weiterlesen

Nach der Covid-19-Krise wird sich das Rad der Digitalisierung schneller drehen, glaubt Christian Mehrtens, Leiter des Mittelstands- und Partnergeschäfts von SAP in Deutschland. Warum damit die Bedeutung der Partner im Manufacturing wächst, welche Partner in Walldorf besonders hoch im Kurs stehen und was Anwender von SAP-Partnern künftig häufiger erwarten können.‣ weiterlesen

Eigentlich sollte der Kongress Automation 2020 vom 30. Juni bis zum 1. Juli in Baden-Baden stattfinden. Die Veranstaltung findet nun digital statt – das Datum bleibt.‣ weiterlesen

Das Funknetz des 5G-Industry Campus Europe in Aachen läuft: Mit einer Fläche von knapp einem Quadratkilometer, 19 Antennen und einer Bandbreite von zehn Gigabit pro Sekunde geht somit das größte 5G-Forschungsnetz in Europa an den Start.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige