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Durchgängige Supply Chain

Enger Takt in Produktion und Lieferkette

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Mithilfe des Systems konnte der Aufwand für die Datenerfassung deutlich reduziert werden. Anpassungen für neue Partner können nun schneller und standardnah vorgenommen werden – und sind auch für zukünftige Anforderungen nutzbar. Bild: Fotolia / Artstudio_Pro

Normenkonformer Dokumentenexport

Das Enterprise Resource Planning-System (ERP) der Yaveon AG basiert auf Microsoft Dynamics NAV. Die Lösung importiert und exportiert die Dokumente für Lieferabruf, Feinabruf und produktionssynchrone Abrufe. Dabei respektiert die Anwendung zahlreiche Normen des Verbands der Automobilindustrie: VDA 4905, 4906, 4908, 4915, 4916 und die zugehörigen Edifact-Nachrichten. Zusätzlich können auch nicht VDA-standardkonforme, individualisierte Edifact-Nachrichten ohne harte Programmierung aufgesetzt werden. Diese lassen sich wie Datensätze für die definierten Normen im zentralen Setup für EDI-Partner verwalten und können damit auch zukünftig umfassend angepasst werden. Des Weiteren werden die Just in time-Abrufe (JIT) im System automatisiert eingelesen und die internen Logistikketten im Workflow angestoßen. Dieser Ablauf erzeugt und versendet die Bestellungen an die Subunternehmen für die Lackierung selbsttätig, löst die Fertigungsplanung aus und bedient auch den Mitarbeiter in der Produktion direkt mit seinen Arbeitspapieren. Neben den wöchentlichen Lieferabrufen mit Zwölf-Monatsdaten kommen jeden Tag zusätzliche JIT-Meldungen, die Details zu Produktionsdaten beinhalten. Diese werden täglich aktualisiert bis zum endgültigen Freigabestatus, der einen produktionssynchronen In-Sequenz-Abruf darstellt und meist nur wenige Stunden Vorlauf bietet.

Workflows für On-top-Bestellungen

Bei Fehlern oder Verzögerungen werden umgehend die zuständigen Sachbearbeiter informiert und auf das Problem hingewiesen. Ist ein Bauteil unterwegs oder beim Einbau beschädigt worden, versendet der Automobil-Hersteller einen zusätzlichen JIT-Abruf, um das Bauteil direkt nach dem Produktionslauf zu tauschen. Solche On-top-Bestellungen setzen im Zulieferbetrieb einen entsprechenden Workflow in Gang, bei dem alle betroffenen Sachbearbeiter und der Einkauf informiert werden. Schließlich werden aus der Branchenlösung heraus die passenden Versand-Etiketten und der Beladungsvorschlag für die sequentielle Abladelogik am Band erzeugt. So kann der Produzent einerseits die produktsynchronen Abrufe mit nur sechs Tagen Vorlaufzeit einhalten und andererseits die Kommunikation mit den Automobilherstellern und den Sequenzierern weitgehend automatisieren.

Arbeitszeit sparen und schneller reagieren

Nach der Systemeinführung ließen sich schnell positive Effekte erkennen. „Wir sparen jeden Tag zwei Stunden Arbeit in der Datenerfassung und haben die Prozesssicherheit erhöhen können“, hebt Klotz die operativen Vorteile hervor. „Zudem sind die Aufwände für die Anpassung der Software an neue Kundenvorgaben deutlich reduziert worden.“ Viele Anpassungen parametrieren die Mitarbeiter von Autotest vor Ort. Weitreichende Anpassungen können mit Unterstützung des Software-Anbieters zügig im Standard umgesetzt werden. Ein Vorteil dieser integrierten Unternehmenslösung ist, dass die Systemdaten bereits im ERP-System auf Plausibilität und Vollständigkeit geprüft werden, bevor sie an den EDI-Partner übermittelt werden. Diese Leistung müsste andernfalls mit externen Konvertierern und Servicecentern abgestimmt werden, was in der Regel zusätzliche Kosten verursacht. Aber auch das Fehlermanagement lässt sich effizient abwickeln, da viel der anfallenden Kommunikation automatisiert erledigt wird.

Kritische Meldungen auf dem Mobilgerät

Gerade für die zeitkritischen Prozesse benötigt das System diese bereichsübergreifende Automatisierung. Hier müssen Buchungen nachvollziehbar – aber selbsttätig – durchgeführt und Belege erstellt werden sowie Fehler vom System vorausschauend verwaltet werden. Nachts laufen die rechenintensiven Planungsjobs. IT-Leiter Klotz hat daher jeden morgen die kritischen Meldungen auf seinem Mobilgerät und kann sie bearbeiten. Die JIT-Nachrichten werden von der Disposition des OEM tagsüber gesendet und verlangen meist eine direkte Reaktion des Zulieferbetriebs. Dafür wurde der Workflow in der Software an die Vorgaben von Autotest einerseits angepasst, andererseits die internen betrieblichen Abläufe an sich überarbeitet. Diese Abläufe können innerhalb der Unternehmenslösung problemlos abgebildet werden. Auch im Rückblick ist das Fertigungsunternehmen zufrieden mit der integrierten Anwendung und dem Software-Partner: „Neben der Qualität der Software war für uns das Branchen-Know-how entscheidend. Wir haben bei Yaveon zum ersten Mal Berater getroffen, die wirklich wussten, was in der Automobilindustrie verlangt wird“, schildert Klotz.

 

Wege zu durchgängigen Geschäftsprozessen

Unternehmenssoftware und Beratung auf dem Weg zu durchgängigen Geschäftsprozessen stehen im Zentrum der Dienstleistungen der Yaveon AG. Der Anbieter entwickelt, berät und implementiert zahlreiche Lösungen. Das Portfolio umfasst Software für Enterprise Ressource Planning (ERP), Business Intelligence, Electronic Content Management, Customer Relationship Management und Business Process Management. Dabei richtet sich das Angebot insbesondere an Unternehmen aus der Chemie-, Pharma-, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie sowie angrenzenden Branchen.

Zu den Beratungsleistungen gehören die Geschäftsprozessoptimierung, eine prozess- und nutzenorientierte ERP-Einführung, die Validierung von Computersystemen, das Dokumenten- und Informationsmanagement und Business Intelligence. Das Unternehmen beschäftigt über 180 Mitarbeiter an den Standorten Würzburg, Dortmund, Köln, Stuttgart, Freiburg, Leutkirch, Zürich, Basel und Wien.


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