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Dokumentation

Sicher verändern

Schon vor über 2.500 Jahren wusste Heraklit von Ephesus: „Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ Heutige Anlagenbauer, EPCs und Lieferanten können davon ein Lied singen. Ob in der Planungsphase, bei Inbetriebnahmen oder Umbauten einer laufenden Anlage: Änderungen kommen, ganz sicher. Alles andere als sicher ist es, diese Änderungen durchgängig in der gesamten Dokumentationskette zu überblicken und konsistent umzusetzen.



Bild: Aucotec AG

Das Problem vieler Planer ist die Verwaltung der Dokumente und Planungsstände in komplizierten Dateisystemen, die zum einen die Durchgängigkeit behindern, zum anderen das Finden, Öffnen und Bearbeiten jeder einzelnen Datei erfordern, in der ein geändertes Objekt oder seine Verbindungen auftauchen. „Folgeänderungen werden vergessen, Status nicht erkannt, Revisionsstände verwechselt, alte Versionen versehentlich eingespielt oder neue Stände nicht geprüft“, erklärt Reinhard Knapp, leitender Produktmanager bei Aucotec. Hinzu kommen die Anforderungen an moderne simultan-kooperative Projekte und Industrie 4.0-gerechtes Engineering. Die Komplexität in Anlagenplanung und -betrieb ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Projekte werden global verteilt, oft von mehreren Disziplinen parallel bearbeitet, und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Da ist ein Filesystem nicht nur hinderlich, sondern ein echter Risikofaktor für Datenqualität und Zeitplan.

Abgeschafft: Duplikate

„Mit Engineering Base (EB) gibt es dieses Risiko nicht mehr“, sagt Knapp. „Die enormen Aufwände, die bei Änderungen in allen Phasen des Lebenszyklus einer Anlage oder Maschine anfallen, waren mit ein Grund für die Entwicklung dieser Softwareplattform, die das Prinzip der ‘Single Source of Truth‘ nutzt.“ EBs Datenbankbasierung schafft Objektduplikate ab und damit langwieriges Suchen nach allen Objekt-Repräsentanzen. Mehrfacheingaben und Übertragungsfehler entfallen. Alle Nutzer arbeiten auf demselben Datenmodell. Eine Änderung beispielsweise in der Grafik ist sofort auch in den entsprechenden Listen oder im Explorer sichtbar. Und selbstverständlich auch an jedem anderen Ort, an dem die Komponente vorkommt. Das macht das Ändern nicht nur viel schneller, sondern auch sicherer. Bei den heute üblichen vielen Beteiligten – hauseigene Disziplinen oder externe Zulieferer und Sublieferanten – sind zudem das Managen der Änderungen, ihre Kennzeichnung und eine sichere Informationssystematik besonders wichtig. Dazu hat Aucotec ein Gesamtkonzept entwickelt, das vom leicht konfigurierbaren Datentracking für den optimalen tabellarischen Projektüberblick – auch bei Beteiligung vieler Sublieferanten – über automatisierte grafische Revision bis zur detaillierten Statusverfolgung nicht nur von Objekten, sondern sogar einzelner Attribute reicht. Außerdem gehören smarte Arbeitsblätter dazu, deren Daten, von Zulieferern ausgefüllt, EB automatisiert übernimmt und vergleicht. Änderungen sind sofort sichtbar. Und erste Pilotkunden definieren bereits Workflow-getrieben, welche Folgeprozesse bei Status-Übergängen gestartet werden sollen. Auf verschiedene Status lässt sich gezielt filtern. Änderungen in grafischen Dokumenten erkennt und kennzeichnet EBs Revisionsverwaltung selbstständig, Tooltipps zeigen den vorherigen Zustand. Auch das Übernehmen von Modifikationen bei Inbetriebnahme und Wartung ist dank Datenzentrierung viel sicherer. Zum Managen der Informationsstände von Sublieferanten bietet EB einen leicht nachvollziehbaren Überblick an, der sich individuell konfigurieren lässt. Das System zeigt, welche Änderung zu welchem Status gehört. Planer können sich in der Kommunikation mit Zulieferern, Kunden und Kollegen gezielt auf diese Datenstände beziehen. Versionsstände lassen sich nicht nur objekt-, sondern auch empfängerbezogen verfolgen. Beim Um- und Ausbau laufender Anlagen erlaubt EB separates Auslagern der jeweiligen Teilprojekt-Daten. Das beeinträchtigt nicht den Stand der aktuellen Dokumentation, Bearbeiter werden aber auf die Auslagerung hingewiesen.


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