Anzeige
Beitrag drucken

Digitalisierung im Mittelstand

Neuer Standard für elektronische Rechnungen

Das neue einheitliche Format für elektronische Rechnungen ZUGFeRD wird aufgrund seines hohen Einsparpotenzials aktiv am Markt vorangetrieben und gewann insbesondere in den letzten Wochen an Fahrt. Dieser Standard bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen dieselbe Chance zur Prozessautomatisierung, die bereits seit längerem von der Großindustrie in Form des elektronischen Datenaustauschs mittels Electronic Data Interchange genutzt wird.




Bild: IAS Industrial Application Software

ZUGFeRD steht für ‚Zentrale User Guideline Forum elektronische Rechnung Deutschland‘. Dieses übergreifende Datenformat wurde von dem Forum Elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) erarbeitet und kann für den Austausch von Rechnungen zwischen Unternehmen, aber auch Behörden und Verbrauchern genutzt werden. Mit dem Standard können die Rechnungsdaten zwischen Rechnungssteller und Rechnungsempfänger in einer strukturierten Form und ohne vorherige Absprache über das Datenformat digital übermittelt werden. Dabei bleibt es dem Rechnungsempfänger überlassen, ob der Rechnungseingang elektronisch oder analog als Papierrechnung erfolgen soll. In seinem Ursprung basiert ZUGFeRD auf internationalen Standards und bedient sich der Techniken, die auch beim Electronic Data Interchange (EDI) ihre Verwendung finden. Bereits bestehende Formate bleiben weiterhin gültig und werden um die neue Methode lediglich ergänzt.

Anbieter von Unternehmenslösungen ziehen nach

Bislang haben vor allem Anbieter von Enterprise Content Management-Lösungen (ECM) ihre Anwendungen an den Standard angepasst. Im Bereich Enterprise Resource Planning (ERP) sieht es mit der entsprechenden Unterstützung noch recht überschaubar aus. Eine am Markt verfügbare Lösung, die den ZUGFeRD-konformen Rechnungsaustausch bereits unterstützt, ist Canias-ERP der Industrial Application Software GmbH. Eine für das neue Datenmodell entwickelte Schnittstelle wurde in die Bereiche Vertrieb und Rechnungseingangsprüfung des Systems integriert. So können die Daten einer Lieferantenrechnung beim Rechnungseingang automatisch im System erfasst und geprüft werden. Analog dazu erzeugt das Vertriebsmodul Ausgangsrechnungen in strukturierter Form und stellt sie zur Übermittlung per E-Mail zur Verfügung.

Standardkonforme Rechnungserstellung

Die Nutzung der ‚E-Rechnung‘ in der Datenstruktur des Standards ist für den Rechnungsempfänger optional. Erst auf Wunsch wird bei der Rechnungserstellung im Vertriebsmodul des ERP-Systems ein Dokument im PDF/A3-Format erzeugt, in welches eine strukturierte XML-Datei eingebunden ist. Diese ausgehende Rechnung wird vom System automatisch in eine Warteschlange, die ‚ausgehende Queue‘, eingestellt. Die darin zur weiteren Bearbeitung zwischengespeicherten Rechnungen werden zu einem individuell festgelegten Zeitpunkt im Rahmen eines automatisierten Stapelverarbeitungsprozesses (Batch) an die jeweiligen Kunden übermittelt. Obwohl in der Praxis in rund 95 Prozent der Fälle Rechnungen als PDF-Anhang per E-Mail versendet werden, unterstützt die ERP-Lösung auch den Versand via File Transfer Protocol (FTP), Webservices und Onlineportale.


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit Heike Kohler-Reineke hat Easy Software eine neue Leiterin für den Bereich Marketing & Communications. Sie wechselt von Sage zum Softwareanbieter.‣ weiterlesen

Soll nach vielen Jahren des ERP-Einsatzes eine Ablöse integriert werden, kommen meist die gleichen Fragen wie damals auf: Wie lange wird der System vom Hersteller unterstützt? Wie lassen sich veränderte Anforderungen abdecken? Sind Firmen generell mit dem Anbieter zufrieden? Sollen sie das Angebot annehmen und auf das neue System des Software-Anbieters wechseln?‣ weiterlesen

Laut einer Umfrage von NordVPN sind Deutsche zunehmend besorgt, dass Cyberkriminelle sie im Netz tracken, um an Daten und sogar ihre Identität heranzukommen.‣ weiterlesen

Homeoffice und Fernzugriff - was viele Hersteller IT-seitig bereits umsetzen, weckt auf Werks- und Konstruktionsebene noch oft Begehrlichkeiten. Doch auch hier können Aufgaben extern erledigt werden. Für solche Projekte kooperieren Siemens und Zscaler Inc., um einen duchgängigen Zero Trust-Sicherheitsansatz für OT/IT zu ermöglichen.‣ weiterlesen

In diesem Jahr wird die Hannover Messe nicht wie gewohnt im April stattfinden, sondern im Frühsommer. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage soll die Messe vom 30. Mai bis zum 2. Juni stattfinden.‣ weiterlesen

Plamen Kiradjiev ist leitet den Bereichs Solution Architects bei German Edge Cloud (GEC). Er kommt von IBM zur Friedhelm Loh-Tochter.‣ weiterlesen

ERP-Systeme spielen ihren Nutzen bis auf die Produktionsebene aus. Mit den passenden Modulen lassen sich dort viele Abläufe vereinfachen. Auf Funktionspakete rund um die Logistik können Hersteller kaum verzichten, auf Module für Messaging und E-Mail hingegen schon.‣ weiterlesen

Ransomware gehört zu den besonders variantenreichen Angriffstaktiken im Bereich Cyberkriminalität: Das BSI gibt an, dass täglich mehr als 400.000 neue Typen entwickelt werden - Tendenz steigend.‣ weiterlesen

Mit nun 51,7 Punkten sind die ZEW-Konjunkturerwartungen im Januar gestiegen. Der Lageindikator ist in der aktuellen Umfrage jedoch erneut gesunken.‣ weiterlesen

Der digitale Zwilling als digitales Abbild von Maschine oder Prozess ist die Grundlage, Simulationstechnologie entlang der Wertschöpfungskette in den Dienst der Optimierung zu stellen. Dr.-Ing. Carsten Matysczok erläutert das Konzept kompakt und doch detailliert.‣ weiterlesen

Cybergefahren sind im Jahr 2022 die größte Sorge für Unternehmen weltweit, so das aktuelle Allianz Risk Barometer 2022. Demnach beunruhigt die Bedrohung durch Ransomware-Angriffe, Datenschutzverletzungen oder IT-Ausfälle die Unternehmen sogar noch mehr als Geschäfts- und Lieferkettenunterbrechungen, Naturkatastrophen oder die Covid-19-Pandemie.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige