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Datenverwaltung

Nachvollziehbar zu sterilen Instrumenten

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Eine CAD-Ansicht des ‚Vacuklav 40 B+‘ in ‚Autodesk Inventor‘. Das Modul ist in der ‚Product Design Suite‘ des Anbieters enthalten. Bild: Melag Medizintechnik

CAD-Daten aufwerten

Die Verwaltung der Konstruktionsdaten erfolgte mit der Lösung für Produktdatenmanagement (PDM) ‚Vault‘, die als Basisversion ebenfalls in der Suite enthalten ist. Schnell wurde bei dem Hersteller medizinischer Produkte jedoch klar: Um die PDM-Lösung noch besser in die CAD-Umgebung einzubinden, reicht es nicht, die Daten lediglich abzulegen und zu ordnen. Vielmehr müssen sie auch sinnvoll in die Unternehmensworkflows eingebunden werden, damit sie während des gesamten Lebenszyklus eines Produkts im Unternehmen genutzt werden können. Daher rüstete die Firma 2012 auf ‚Vault Collaboration‘ auf. Mit dieser erweiterten PDM-Software ist auch das Management von Revisionen, Freigaben und Zugriffsberechtigungen auf die Daten möglich. Außerdem können die Konstruktionsdaten mit Projektbeteiligten im Unternehmen und anderen Standorten ausgetauscht werden. „Durch Vault Collaboration gewinnen die CAD-Daten deutlich an Wert“, sagt Melag-Mitarbeiter Kai Creutzburg.

„Die Konstruktionsdateien können effizienter verwaltet und genutzt werden. Außerdem ist es möglich, sie untereinander besser zu verknüpfen. Gleichzeitig werden die Vorgänge nachvollziehbarer, wodurch wir noch konformer mit internen Unternehmensabläufen werden.“ Beim Umstieg auf die erweiterte PDM-Lösung wurde das Unternehmen in vielerlei Hinsicht von seinem Händler, der BLP Gesellschaft für CAD und Informationsmanagement mbH unterstützt. Ein Workshop mit den Verantwortlichen und Spezialisten von BLP zeigte, welches Optimierungspotenzial mit der neuen Lösung zu erwarten sei. Vor der Einführung testete der Händler die Funktionalitäten der Lösung auf einem eigens dafür eingerichteten externen System. Nach der Testphase wurde die Software an einem Wochenende im Unternehmen eingeführt, ohne eine Implementierungsphase mit Produktionsunterbrechungen. Die Einarbeitung in die neue Software verlief reibungslos. Da die Grundversion bereits genutzt wurde, kannten die Mitarbeiter die Software bereits. Es kamen lediglich neue Zusatzfunktionen hinzu.

Ein Produktleben lang

Mit der Möglichkeit, Konstruktionsdaten mit anderen Zeichnungen und Dokumenten zu verknüpfen, baute das Unternehmen einen sauberen unternehmensweiten Prozess für das Produktlebenszyklus-Management (PLM) auf. Im System sind alle Informationen und Daten zu einem Produkt nachvollziehbar abgelegt. Die Datenverwaltung mit der erweiterten PDM-Lösung endet jedoch nicht nach der Entwicklung und Konstruktion der Geräte, sondern betrifft ihren gesamten Lebenszyklus – von ersten Entwurfsplänen über Konstruktionsdateien, Stücklisten für Einkauf und Fertigung und technische Unterlagen für den Vertrieb bis hin zu Vorgaben bei der sachgerechten Entsorgung der Geräte am Ende des Lebenszyklus.

Zugriff über Webclients

Während die technischen Abteilungen die Software an sich nutzen, greifen andere Unternehmensbereiche über einen Webclient darauf zu. In Zukunft soll diese Anbindung noch ausgebaut werden und auch die Integration von anderen Unternehmensanwendungen ist Teil der IT-Strategie des Fertigungsunternehmens.


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