Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Carve Out

IT-Umzug in Rekordzeit

Unternehmensübernahmen und -Transformationen – so genannte Carve-Outs oder Mergers and Acquisitions – zählen zu den größten Herausforderungen für Unternehmen und deren IT-Organisationen. Der Käufer erwartet einen möglichst nahtlosen sowie störungs- und unterbrechungsfreien IT-Umzug, der Verkäufer eine reibungslose organisatorische und technische Abspaltung der gesamten IT. Beim Industriepneumatik-Anbieter Aventics GmbH, dem Nachfolger der früheren Rexroth Pneumatics, wurde bei der Ausgliederung dieser ehemaligen Unternehmenseinheit aus dem Bosch-Konzern die Trennung, Migration und Neustrukturierung der gesamten IT-Infrastruktur in Rekordzeit bewerkstelligt.



Bild: Aventics GmbH

Zweifellos war die Abspaltung und Ausgliederung des ehemaligen Geschäftsbereichs Pneumatik aus dem Bosch-Rexroth-Konzern eine der größten Veränderungen im gesamten Pneumatikmarkt der letzten Jahrzehnte. Der frühere Geschäftsbereich Rexroth Pneumatics wurde im Jahr 2013 nach Abschluss der Unternehmenstrennung – dem so genannten Carve-Out – seit dem 1. Januar 2014 eigenständig und firmiert seit 1. April 2014 unter dem neuen Namen Aventics GmbH. Damit stellte sich erstmals ein etablierter Wettbewerber dieser Größenordnung im Markt strategisch und operativ komplett neu auf.

Rund 2.100 Mitarbeiter

Für das eigenständige neue Unternehmen arbeiten an dessen größten Standort in Laatzen bei Hannover und den 57 weiteren Standorten weltweit insgesamt rund 2.100 Mitarbeiter. Der Hersteller von Pneumatikkomponenten und -systemen hat ein umfangreiches Portfolio von rund 20.000 Produkten für die Antriebs-, Steuerungs-, Linear- und Montagetechnik im Angebot. Durch seine Unabhängigkeit von den Strukturen eines schwerfälligen Großkonzerns kann Aventics jetzt auch weitere spezielle Branchen und Märkte besser bedienen, die vorher im Bosch-Rexroth-Konzern weniger im Mittelpunkt standen. Mit dieser deutlicheren Fokussierung auf Antriebs- und Steuerungslösungen für speziellere Kundensegmente und Branchen wie die Schwerindustrie und die Medizintechnik oder Schiffe und Nutzfahrzeuge kann der Anbieter stärker und schneller wachsen als vorher – etwa mit kundenspezifischen, intelligenten Systemlösungen, die sich heute durch Diagnosefähigkeit auszeichnen oder über eine integrierte Inbetriebnahme-Software verfügen. Neben der Unternehmensstrategie und -struktur ist hierfür auch eine entsprechend agile, flexible und leistungsfähige IT-Infrastruktur erfolgsentscheidend. Damit das aus dem Großkonzern Bosch Rexroth ‚herausgeschnitze‘ neue Unternehmen aber überhaupt zu einer eigenständigen, homogenen und verkaufsfähigen Einheit geformt werden konnte, mussten alle vorhandenen IT-Systeme und -Services zwingend zu einem fest definierten Termin aus dem bisher genutzten Bosch-Rechenzentrum in ein neues Rechenzentrum transferiert und in der neuen Lokalisation komplett neu implementiert und aufgebaut werden.

Komplexe Aufgabe

Eine solche termingerechte sowie fehler- und unterbrechungsfreie IT-Migration und -Transition im laufenden Betrieb eines Großunternehmens gehört zu den komplexesten Prozessen, die im Rahmen eines Carve-Out-Geschäfts mit Eigentümerwechsel erfolgreich geplant und reibungslos vollzogen werden müssen. Auch für IT-Dienstleister ist das eine nicht alltägliche Aufgabenstellung. Den Zuschlag für das anspruchsvolle Teilprojekt ‚Data Center Operation‘ im Rahmen des ‚Infrastar‘-Gesamtprojektes erhielt die Spirit/21 AG. Der mittelständische IT-Dienstleister mit Hauptsitz in Böblingen hatte vorher schon den Industriepneumatik-Anbieter bei der organisatorischen und technischen Isolation seiner SAP-Systeme im Rechenzentrum des Konzerns mit Rat und Tat unterstützt.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Eine schnellere Markteinführung sowie Kostensenkungen sind im Fahrzeugbau dauerhafte Ziele. Dabei soll künftig das 3D-Druck-basierte System der Firma Rapid Fit helfen. Dieses setzt auf die additive Fertigung von Messvorrichtungen und Lehren in Verbindung mit leichten Carbonrohren.‣ weiterlesen

Wenn heute Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt wird, dann in einem spezifischen vordefinierten Aufgabenbereich. Doch Intelligenz bedeutet mehr, als das selbstständige Lernen von neuen Fähigkeiten. Wie kann also die Zukunft der Künstlichen Intelligenz aussehen?‣ weiterlesen

Optimierungen im laufenden Produktionsprozess sind oft mit hohem Aufwand verbunden. Idealerweise setzt eine Optimierung also bereits bei der Planung an. Lean Factory Design soll mittelständischen Fertigungsunternehmen dabei helfen, ihre gesamte Produktion und Logistik schlanker und wettbewerbsfähiger aufzustellen.‣ weiterlesen

Seit DIN ISO9001:2015 sind gedruckte Handbücher für das Qualitätsmanagement (QM) nicht mehr zwingend, modernes Wissensmanagement ist dafür umso wichtiger. Die Punker GmbH findet mit einem Unternehmenswiki einen individuellen Weg, eher trockene Verfahrensanweisungen mit lebendigem Wissensaustausch zu verbinden.‣ weiterlesen

Im aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC zeigen sich die befragten Maschinenbauer, mit Blick auf das globale Wirtschaftswachstum, pessimistischer als noch im Vorquartal. Für die deutsche Wirtschaft geht die Mehrheit der Befragten jedoch von einer positiven Entwicklung aus.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige