Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Business Warehouse

Von fünf Minuten auf zwölf Sekunden

Der Hersteller für Haus- und Systemtechnik Stiebel Eltron hat sein Business Warehouse optimiert. Tiefenanalyse und
Benchmarking ergaben klare Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Performance und Verringerung des Datenvolumens, die sich im laufenden Betrieb bei geringem Personalaufwand umsetzen ließen. Die Ladezeiten für Reports verbesserten sich dadurch von teilweise bis zu fünf Minuten auf zwölf Sekunden und das Datenvolumen konnte um ein Drittel reduziert werden. Durch das Projekt konnte zudem internes Know-how aufgebaut werden, um die Systemperformance auch künftig weiter zu verbessern.

Bild: Stiebel Eltron

Stiebel Eltron entwickelt und produziert seit 1924 Produkte für die Haus- und Systemtechnik. Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst die Bereiche Warmwasser, Raumheizung, Klima und erneuerbare Energie. Das Unternehmen ist mit 24 Tochtergesellschaften sowie Vertretungen und Stützpunktpartnern in 120 Ländern weltweit präsent und hat 3.000 Mitarbeiter. Zur Datenauswertung und Interpretation der Unternehmensdaten hat das mittelständische Unternehmen seit 2005 SAP Netweaver Business Warehouse im Einsatz. Die Business Intelligence-Anwendung für Reports und Analysen nutzen über 400 Anwender aus verschiedenen Fachbereichen. „Pro Tag werden bei uns fast 400 Berichte aufgerufen und wir verschicken an die 300 Reports an unsere Außendienst- und Kundendienstmitarbeiter per E-Mail“, erläutert Christoph Giefers, der gemeinsam mit Steffen Weise in der Abteilung Anwendungsentwicklung Berichtswesen das SAP Business Warehouse betreut. „Wir arbeiten viel mit Statistiktabellen, die ein hohes Datenvolumen erzeugen, und auch die detaillierten Auswertungen unseres Support-Teams nehmen viel Speicherkapazität in Anspruch“, sagt Steffen Weise.

Tagesgeschäft ausgebremst

Das hohe Datenvolumen führte schließlich zu Problemen in der Auswertung, da die Extraktionen aus den Quellsystemen zu lange dauerten. „Die täglichen Auswertungen der Daten konnten zum Teil erst ab 8 Uhr beginnen.“ Die Disposition benötigte die Daten allerdings bereits um 6.30 Uhr, um die Produktionsplanung anpassen zu können. Hinzu kam, dass die Queries zu langsam liefen und Ergebnisse teilweise erst fünf Minuten nach Abruf zur Verfügung standen. Ein weiteres Problem war, dass wegen zu großer Statistiktabellen der nächtliche Backup-Prozess zu lange dauerte.

Tool analysiert Kennzahlen

Die Performanceprobleme führten die Verantwortlichen auf das hohe Datenvolumen pro Auswertung zurück. „Aus den SAP-Beschreibungen ging jedoch nicht klar hervor, an welchen Stellen wir hätten optimieren können“, sagt Steffen Weise. „Als Datavard mit dem Angebot auf uns zukam, das Softwaretool BW Fitness Test zur Performanceanalyse einzusetzen, hatten wir gleich das Gefühl, dass wir daraus viele Erkenntnisse ziehen könnten.“ Das Tool analysiert anhand von 75 Kennzahlen Stärken und Schwächen von SAP-Systemen, vergleicht diese mit Daten aus über 300 SAP-Systemen und gibt abschließend konkrete Handlungsempfehlungen. Als Projektziele legte das Team eine Reduktion der Datenbankgröße sowie eine Zeitoptimierung beim Datentransfer und Reporting fest. Die Datenladeprozesse sollten künftig bereits um sechs Uhr beendet sein, die Query-Laufzeiten um 30 Prozent verkürzt werden. Darüber hinaus sollte der Test eine detaillierte Übersicht über die Stärken und Schwächen des Business Warehous-Systems liefern. Das Projektteam erhoffte sich von der Analyse zudem Erkenntnisse über das Verbesserungspotenzial hinsichtlich der Datenmengen sowie der Modellierung und Administrierung der Provider.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der MES-Anbieter Industrie Informatik setzt auf Low-Code-Entwicklung und geht eine strategische Partnerschaft SIB Visions ein.‣ weiterlesen

Zwei oder drei Bildschirme sind heute auch an normalen Büro-Arbeitsplätzen Standard, in den Konstruktions- und Technik-Abteilungen erst recht. In der Praxis sind die Bildschirme aber oft nicht exakt bündig zueinander aufgestellt und ausgerichtet.‣ weiterlesen

Mit der Digitalisierungsplattform Moneo will IFM einen kompletten Werkzeugkasten für IIoT-Projekte ausliefern. Das Moneo-Starterkit basiert auf Software-Modulen, die nach dem Plug-and-Work-Prinzip funktionieren und sich dennoch an individuelle Bedürfnisse anpassen lassen sollen.‣ weiterlesen

ConSense hat Version 21 der Qualitätsmanagement-Anwendung IMS Enterprise auf den Markt gebracht. Neue Funktionen sollen dabei das länderübergreifende Management von Normen und Richtlinien vereinfachen.‣ weiterlesen

Bei seiner neusten Automatisierungsplattform ctrlX Automation will Bosch Rexroth besonders die Bedürfnisse der jungen Generation berücksichtigen. Offen, flexibel und vernetzt soll die Arbeit mit der Plattform laufen. Darin steckt ein System, das mit jüngeren Programmiersprachen zurechtkommt und die Automatisierung kartesischer Systeme deutlich beschleunigen soll.‣ weiterlesen

Während im Gastgewerbe und im Handel im Februar wieder mehr Menschen in Kurzarbeit waren, ist der Anteil in der Industrie erneut zurückgegangen. Insgesamt wird die Zahl der in Kurzarbeit Beschäftigten im Februar auf 2,8 Millionen Menschen geschätzt.‣ weiterlesen

Der Aufsichtsrat von D.velop hat den bisherigen Vorstand Mario Dönnebrink als neuen Vorstandsvorsitzenden bestätigt.‣ weiterlesen

Zum Jahresende 2020 hat MES-Hersteller Cosmino aus Nürnberg das Funktionsmodul PreventiveAction weiterentwickelt. Das Modul soll durch das Einplanen und Erfassen der Wartungs- oder Reinigungsaktivität im MES sicherstellen, dass diese tatsächlich und regelmäßig stattfinden.‣ weiterlesen

Auf der Suche nach einer Fernzugriffslösung stieß Hansa Klimasysteme auf das Ixon-Portfolio. Überzeugt durch dessen Bedienung, wurde das ursprünglich angedachte Remote-System als weitreichendes Monitoring- und Visualisierungs-Paket umgesetzt - zum Vorteil der Kunden.‣ weiterlesen

Im Januar haben die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer 10 Prozent weniger Aufträge verbucht als im Januar 2020. Allerdings herrschte im Vergleichszeitraum eine ungewöhnlich hohe Auftragslage.‣ weiterlesen

In einem neuen Reifenradmodell nehmen die SEF Smart Electronic Factory und die Technische Hochschule Mittelhessen unter anderem das Thema IT-Sicherheit in den Blick.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige