Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Auftragsverwaltung beim Trommelbeschichter

Betriebsabläufe im Blick

Hunderte von Massenkleinteilen wirbeln in der Trommel, wenn die APO GmbH Kundenaufträge abwickelt. Denn das Unternehmen hat sich mit seinem technischem Know-how auf die Beschichtung von Massenkleinteilen spezialisiert. Der junge Betrieb zählt zu den führenden seiner Branche. Spezifisches Know-how, Kundennähe und eine beispielhafte Prozessorganisation zählen zu den Schlüsselfaktoren für den bisherigen Erfolg. Die Organisation steuert mit einer spezialisierten Mittelstandssoftware sämtliche Vorgänge des Betriebes – von der Bestellung bis zum Produktionsauftrag.

Bild: APO GmbH

Im Jahr 2002 wurde die APO GmbH durch Antonio Pozo gegründet, heute zählt das Unternehmen zu den führenden Betrieben in der Massenkleinteilebeschichtung. Renommierte Unternehmen zahlreicher Branchen, darunter Kosmetik-, Schreibgeräte- und Automobilhersteller zählen zu den Kunden, die Ihre Markenprodukte durch das junge Unternehmen beschichten lassen. Für diese werden Artikel wie Lippenstifthalter, Schreibmarker, Kugelschreiber oder Gummiringe farbig veredelt. „Wir unterscheiden nach zwei Arten von Aufträgen. Zum einen realisieren wir für unsere Kunden eine Dekorations- und zum andern eine Funktionsbeschichtung. Erstere wertet Artikel optisch auf. Der meist verlangte Farbton ist Silber. Ein beliebtes Beispiel dafür sind silberne Kugelschreiber – wohlgemerkt aus Kunststoff“, erläutert Frank Zimmermann, Vertriebsleiter der APO GmbH.

„Für die Funktionsbeschichtung sind die sogenannten O-Ringe ein gutes Beispiel. Alleine ein moderner Motorblock verfügt um die 1.000 Stück. Im Rahmen der Trommelbeschichtung werden zwei wichtige Kriterien erfüllt: Die O-Ringe erhalten durch die Beschichtung eine Oberflächenbeschaffenheit, die ein leichtes Gleiten bei der Montage ermöglicht. Dadurch werden kostenintensive Anlagenstops in der Motorenfertigung verhindert. Gleichzeitig werden die O-Ringe farbig behandelt. Die optische Markierung zeigt den Monteuren schon auf den ersten Blick ihren Verwendungszweck,“ sagt Zimmermann weiter.

Prozesssicherheit mit Know-how

Antonio Pozo, geschäftsführender Gesellschafter der APO GmbH, entwickelte zusammen mit Firmen der Lackindustrie und der Automatisierungstechnik ein spezifiziertes Verfahren für die Trommelbeschichtung von Schüttgut und Massenkleinteilen. Dieses Verfahren stellt sicher, dass tausende bis hunderttausende Teile eines Schüttgutes eine homogene Oberfläche und gleichmäßige Farbtöne erhalten. „Es sind zwischen 25 und 30 Parameter, die exakt aufeinander abgestimmtwerden müssen, das ist kein leichtes Unterfangen“, betont Pozo. „Nur unsere eigene Prozessentwicklung gewährleistet einen gleich bleibenden, sehr hohen Qualitätsstandard bei höchster Prozesssicherheit. Hinzu kommt, dass nur eine präzise, automatische Steuerung der Maschinen die exakte Reproduzierbarkeit der Oberflächen möglich macht“, erklärt der Geschäftsführer.

Mit hohem Engagement hat Pozo das dazu nötige Know-how aufgebaut und aus einem Ein-Mann-Garagenbetrieb ein produzierendes, mittelständisches Unternehmen entwickelt. Auf inzwischen acht Anlagen der Trommelbeschichtung werden in einem Drei-Schichtbetrieb Artikel beschichtet und veredelt. Daher ist für den betrieblichen Erfolg des Unternehmens eine exakt abgestimmte Ablauforganisation von entscheidender Bedeutung.

Softwarelösung für spezifizierten Workflow

Eingehende Aufträge gilt es oftmals in nur wenigen Tagen zu erledigen. Zwischen Anfrage und Auslieferung bleibt dann nicht viel Zeit. Berücksichtigt man, dass die Ware noch angeliefert und wieder zurück gesendet werden muss, zeigt das die Anforderungen an Flexibilität und Organisation des Unternehmens. „Ohne eine professionelle Software sind die mannigfaltigen Aufgaben nicht mehr zu bewerkstelligen“, erzählt Zimmermann.

Der gesamte Ablauf eines Auftrages wird daher über das Geschäftssystem gesteuert. Das Unternehmen setzt dafür die modulare Software Mosaik des Anbieters Moser aus Würselen ein. Das System wurde im Baukastensystem entwickelt, um die Anpassung an betriebliche Erfordernisse zu erleichtern. Der zentrale Punkt im Rahmen der Auftragsbearbeitung ist für das Management der Trommelbeschichtung die Projektakte. In dieser werden jeweils alle Vorgänge eines Projektes abgelegt.

In der Regel stellt sich der Ablauf wie folgt dar: Am Anfang steht das Angebot. Nach dem Eingang des Auftrages lösen die zuständigen Mitarbeiter eine Auftragsbestätigung mit Liefertermin aus. Sobald die zu beschichtende Ware eintrifft, erhält diese einen Warenbegleitschein und der Auftrag wird von der Terminliste in die Produktionsliste übertragen. Mit der Fertigstellung der Produkte werden diese versandfertig gemacht und erhalten aus dem IT-System einen Lieferschein oder einen Teillieferschein. Nach dem Versand generiert die Software die zugehörige Rechnung.


Das könnte Sie auch interessieren:

Im VDMA-Leitfaden Virtuelle Inbetriebnahme wird der Technologieeinstieg in eine Pilotphase und eine Produktivphase gegliedert. Dieser Artikel behandelt den zweiten Abschnitt, also wie Firmen VIBN und Engineering zusammenbringen.‣ weiterlesen

Die Software AG führt eine neue Management-Team-Struktur ein. Das neue Team soll aus den vier Vorstandsmitgliedern sowie zwei intern ernannten Mitgliedern bestehen und die Struktur ergänzen: Scott Little wird ab dem 1. August Chief Revenue Officer (CRO) und Dr. Benno Quade Chief Customer Success Officer (CCO).‣ weiterlesen

Am KIT in Karlsruhe hat der neue Hochleistungsrechner HoreKa seine Arbeit aufgenommen. Die Rechenleistung des Supercomputers soll dabei unterschiedlichen Forschungsdisziplinen neue Erkenntnisse ermöglichen.‣ weiterlesen

Der Anteil der Tätigkeiten, die heute schon potenziell von Computern erledigt werden könnten, ist in Fachkraftberufen mit 4,6 und Spezialistenberufen mit 4,8 Prozentpunkten zwischen 2016 und 2019 stark angestiegen. In den Helferberufen ist der Anteil mit 0,7 Prozentpunkten am wenigsten stark gestiegen. Das geht aus einer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.‣ weiterlesen

Deutschen Industrieunternehmen fehlt es an Material. In einer Ifo-Umfrage geben rund 64 Prozent der befragten an, dass Probleme bei Vorlieferungen die Produktion behindern.‣ weiterlesen

Laut einer Analyse von KPMG gewinnt der Ansatz des Equipment as a Service (EaaS) an Bedeutung. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen kann sich vorstellen, in den nächsten 5 Jahren dieses Modell zu nutzen.‣ weiterlesen

Mit einem dem Profil für Roboter-Systeme will eine PI-Arbeitsgruppe eine einheitliche Datenschnittstelle zwischen SPS und Robotersteuerungen definieren.‣ weiterlesen

Der Weltmarkt für elektrotechnische und elektronische Güter kam im vergangenen Jahr auf 4,6Bio.€. "Damit hat er sein 2019er-Niveau trotz Corona-Pandemie halten können", so ZVEI-Finanzexperte Dr. Andreas Gontermann.‣ weiterlesen

Die Software Visual Shop Floor von Solunio hilft Firmen, ihr Fertigungsmanagement zu digitalisieren. Mit einem neuen Kioskmodus soll die Software künftig Besprechungen und Meetings von der Fertigungshalle bis zur Chefetage besser unterstützen.‣ weiterlesen

Im Juni 2021 ist der VDI-Statusreport 'Thermografie und Strahlungsthermometrie - Stand und Trends' erschienen. Um bei Messungen mit Strahlungsthermometern und Thermografiekameras verlässliche Ergebnisse zu erzielen, müssen die Messmittel unter anderem kalibriert sowie radiometrisch und strahlungsthermometrisch charakterisiert werden.‣ weiterlesen

Quantencomputing verspricht als revolutionäres Berechnungsmodell Grenzen digitaler Rechner zu überwinden. Dadurch können wirtschaftsrelevante Fragestellungen perspektivisch wesentlich schneller gelöst werden. Das Finanzwesen und die Pharmaindustrie profitieren bereits von der Technologie. Doch auch die Produktion steht in den Startlöchern.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige