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Auftragsfertigung in der Pharmaindustrie

Datenlücken schließen

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Daten auf Abruf

Bei der ersten Architekturoption speichert ein Auftragshersteller die mit dem Produkt eines Pharmakunden in Verbindung stehenden Daten in einem OPC-fähigen Prozessdatenarchiv. So erhält der Pharmakunde Zugriff auf Produktionsdaten, während die Vertraulichkeit der Daten gegeben ist, da kein anderer Kunde Zugriff auf das Prozessdatenarchiv hat. Für diese Lösung sind zwei OPC-Komponenten nötig: Ein OPC-fähiges Prozessdatenarchiv wie der Matrikon-OPC Desktop Historian. Einerseits liest der Auftragshersteller mittels OPC Daten in Echtzeit in den Historian ein und ermöglicht seinem Pharmakunden andererseits den Archivdatenzugriff via OPC HDA. Um die Konnektivität zwischen Auftragshersteller und Auftraggeber herzustellen, kommt in dieser Architektur eine zweite OPC-Komponente für das ‚Tunnelling‘ zum Einsatz. Dafür hat Matrikon-OPC die Lösung ‚OPC Tunneller HDA‘ im Portfolio.

Automatische Updates

Im zweiten Szenario verwendet der Auftragshersteller ein einzelnes Prozessdatenarchiv oder eine einzelne Datenbank wie OSI PI, IP.21 oder Oracle und leitet automatisch Datenupdates an die Datenarchive seiner Pharmakunden weiter. Auch hier werden zwei OPC-Komponenten benötigt: eine Standardkomponente für den Archivdatentransfer namens OPC History Link sowie das Werkzeug für den Datentunnel. History Link kann Archivdaten bereitstellen, indem der Fertiger periodisch bestimmte Datenmengen vom Archiv des Auftragsherstellers in die Zielarchive seiner Vertragspartner transferiert. Die Anwendung ist auf den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen ausgelegt und soll auch dann funktionieren, wenn die Netzwerkverbindung während der Synchronisierung wiederholt unterbrochen wird.

Daten umfassend nutzen

Um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, rücken Auftragshersteller zunehmend das Potenzial in den Vordergrund, das eine Auswertung der generierten und erfassten rohen Fertigungsdaten verspricht. Dafür stehen Lösungen zur Erfassung und Aufbereitung von Produktions- und Prozesskennzahlen zur Verfügung, wie zum Beispiel Discoverant CM für die Auftragsherstellung von Aegis Analytical. Solche Softwareplattformen können durch netzwerkübergreifenden On-demand-Zugriff, Kontextualisierung, Analyse und Berichterstattung weitreichende Informationen zu Prozessen und Produkten liefern. Pharmaunternehmen speichern ihre Herstellungsdaten oft in relationalen Datenbanken. Dies mag sich zwar zu Archivierungs- und allgemeinen Berichtszwecken anbieten, doch sind manche Datenbanken für einen Datendurchsatz in dem für investigative Analysen erforderlichen Umfang nicht besonders gut geeignet. In solchen Fällen kann der Einsatz von OPC-Werkzeugen eine Alternative darstellen, um performanten Datenabruf sicherzustellen, zumal die restliche IT-Infrastruktur des Unternehmenss davon unbeeinträchtigt bleibt.


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