Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Auftragsabwicklung in der Elektro-Fertigung

Vom Angebot zum Projekt

Der mittelständische Betrieb Elektro Löb blickt auf eine fast 80-jährige Firmengeschichte zurück. Das Familienunternehmen gehört zu den führenden Betrieben für elektrische Ausrüstungen und Automatisierungstechnik. Seine flexible Organisationsstruktur unterstützt eine Geschäftssoftware, die speziell auf den Mittelstand ausgerichtete wurde.

Bild: Moser

Das mittelständische Unternehmen Elektro Löb aus Mönchengladbach zählt heute 130 Mitarbeiter. Davon ist rund ein Drittel im Engineering beschäftigt. Hier werden Kundenwünsche, die sich aus immer neuen Anforderungen an Produktionsmaschinen und verfahrenstechnischen Anlagen ergeben, aufgenommen und spezifische Lösungen entwickelt. Dazu verfügt der Betrieb über eine eigene Werkstattfertigung mit hohem Automatisierungsgrad, so kommt zum Beispiel eine CAD-gestützte Bohr- und Fräsmaschine zur mechanischen Vorbehandlung der Schaltschränke zum Einsatz. Darüber hinaus arbeitet ein großer Teil der Belegschaft vor Ort in der Industriemontage, die durch die Abteilung Reparatur und Montage im Werk ergänzt wird. So werden anspruchsvolle Elektrolösungen für den Betrieb von Produktionsanlagen umgesetzt.

Das mittelständische Unternehmen hat sich als weltweiter Partner des Maschinenbaus und vieler anderer Branchen einen Namen gemacht. Stefan Löb erläutert: „Unsere Branche wird geprägt von einem laufenden Wandel und immer kürzer werdenden Innovationszyklen. Außerdem müssen wir uns ständig an sich verändernde Verhältnisse in einem sich verschärfenden Wettbewerb anpassen. Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens auf Basis des großen Know-hows der Mitarbeiter und der bedarfsgerechten Aufbauorganisation des Betriebes.“

‚Round Table‘ als zentrale Austausch-Plattform

Der Anspruch ist kein geringer: komplexe Elektro-Automatisierungslösungen für Industriekunden verschiedener Branchen zu erstellen. Sämtliche Projekte, angefangen von Planung und Engineering sowie Schaltschrankfertigung und SPS-Programmierung über das Einrichten von Netzwerken und Datenbankanwendungen bis hin zu Montage, Inbetriebnahme und Serviceleistungen werden in Mönchengladbach oder an weltweiten Kundenstandorten umgesetzt. Dazu sitzen Führungskräfte und Geschäftsleitung mindestens einmal pro Woche am ‚runden Tisch‘ zusammen. Die Besprechung heißt bei Elektro Löb ‚Projektsteuerung und Koordination‘. Hier werden auf kurzem Weg Grob- und Feinabstimmungen der Projekte und Kapazitäten vorgenommen.


Arbeitsstunden erfasst das Elektro-Unternehmen über Excel-Blätter, anschließend weden die Daten via Schnittstelle auf das zueghörige ERP-Projekt gebucht. Bild: Moser

Gestützt werden die kaufmännischen Vorgänge durch die ERP-Mittelstandsoftware Mosaik. Die Lösung bildet die betrieblichen Abläufe des Elektro-Unternehmens ab, und orientiert sich dabei an den Abläufen des Unternehmens. „Man bemerkt bei der Zusammenarbeit mit dem Softwarehaus und der Anwendung der Software relativ schnell, dass die Software von Moser – ein Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern – auch aus einem mittelständischen Haus kommt. Das macht es leicht, betriebsspezifische Lösungen schnell und unkompliziert im Rahmen von Individualprogrammierungen einzubinden“, erläutert Stefan Löb.

Das Unternehmen musste einmal in der fast 80-jährigen Firmengeschichte erleben, was es bedeutet, wenn Software nicht den gewünschten Erfordernissen entspricht. Heute setzt der weltweit tätige Mittelständler seine ERP-Software auf 55 Arbeitsplätzen zufrieden ein. „Die Software spielt in unserem Unternehmen neben dem Basis-Know-how eine bedeutende Rolle. Sie kann einem Unternehmen beim Ausbau von Wettbewerbsvorteilen helfen oder sie kann die betrieblichen Abläufe sehr aufwendig gestalten. Und das schlägt sich letztendlich in der Rentabilität, sprich auf die Wettbewerbsfähigkeit nieder“, sagt Stefan Löb.

Eine Software-Architektur für alle Fälle

Die eingesetzte ERP-Software lässt sich an die betrieblichen Abläufe anpassen. Auch für Elektro Löb hat der Anbieter seine Software eng an den Prozessen des Fertigers ausgerichten. So wird etwa jede Kundenanfrage zum Projekt: Sobald sich aus einem Angebot ein Auftrag ergibt, wird zur Projekt-Nummer eine individuelle Auftragsnummer generiert. Hierunter werden Vorgänge wie Angebote, Bestellungen, Bilder, Pläne oder externe Dokumente abgelegt. Jeder Mitarbeiter des Unternehmens kann diesen Ordner im System einsehen. Somit können die einzelnen Abteilungen abgestimmt und effizient an Projekten arbeiten.

Darüber hinaus gestattet die Software-Architektur, individuelle Anpassungen einfach zu ergänzen. Bei Elektro Löb wird beispielsweise der Liefertermin für Warenbestellungen nicht per Kalenderwoche, sondern mit exaktem Datum eingegeben. Eine weitere Anpassung stellte die Installation eines Auftragsverfolgungssystems mit Lieferterminverfolgung dar. Liegt Material nicht zum hinterlegten Datum im Lager, geht sozusagen das ‚rote Lämpchen‘ an. Das ist für eine reibungslose Montage bei rund 16.000 Bestellpositionen pro Jahr nicht unerheblich.

Hin zu kommt der einfache Datenaustausch mit anderen Programmen über eine System-Schnittstelle: Der Betrieb erfasst Arbeitsstunden per Excel, die Buchung auf dass Projekt erfolgt aber durch via Schnittstelle im ERP-System. Im Laufe seiner Firmengeschichte ist es dem Elektro-Betrieb immer wieder gelungen, mit neuen Systemen und Verfahren technologisch stets ‚up-to-date‘ zu sein. Um diese Leistungsfähigkeit zu erhalten, setzt das Management auf passende Partner und Werkzeuge – einen hat man für die Softwareunterstützung gefunden.


Das könnte Sie auch interessieren:

In ihrer Beschaffenheit sind Manufacturing Execution Systems die wohl beste Plattform, um auch die Handmontage digital abzubilden. Doch wie sehen Lösungskonzepte aus, die neben Fertigungsanlagen, Maschinen und Robotern auch Menschen miteinbeziehen?‣ weiterlesen

Zeiss übernimmt das US-Unternehmen Capture 3D und baut die Kompetenz im Bereich 3D-Mess- und Inspektionslösungen aus.‣ weiterlesen

Viele Unternehmen organisieren ihre Produktionsvorbereitung analog und ohne Zugang zur 3D-Konstruktion. Neue Anwendungen könnten diese Schritte zwischen Design und Fertigung künftig erleichtern, indem sie 3D-Modelle von Produkten samt zugehöriger Daten und etwaige Designänderungen laufend zur Verfügung stellen.‣ weiterlesen

Das IT-Beratungs- und Softwarehaus Valantic partnert künftig mit Systema, einem eigentümergeführten Systemintegrator, der sich auf Softwarelösungen und Dienstleistungen zur MES-Integration, Fertigungsautomatisierung und Produktionsoptimierung spezialisiert hat.‣ weiterlesen

Wenn Lieferzahlen und Produktvarianz steigen, wächst auch das Kommunikationsaufkommen in den Netzwerken. Um solchen Flaschenhälsen vorzubeugen, hat Škoda auf eine cloudbasierte Netzwerklösung umgerüstet.‣ weiterlesen

Dokumentation ist ein wesentlicher Bestandteil jeder nachhaltigen Datenarchitektur. Entwickler-Teams vernachlässigen das oft aus praktischen Gründen, denn sie stehen unter enormen Termindruck und werden eher nach dem Code beurteilt, als danach, wie gut sie ihn dokumentieren.‣ weiterlesen

Künstliche Intelligenz auf Werksebene dient meist der Optimierung oder der Analyse komplexer Zusammenhänge. In der Produktionsplanung zum Beispiel können bessere Algorithmen, getragen von mehr Rechenleistung, heuristische Ansätze im Ergebnis deutlich übertreffen.‣ weiterlesen

Die Deutschen Industrieunternehmen wollen ihre Produktion ausweiten. Die gesteigerten Erwartungen verhelfen dem entsprechenden Indikator des Ifo Instituts zum höchsten Stand seit 1991.‣ weiterlesen

57 Prozent der Unternehmen aus der verarbeitenden Industrie gehen davon aus, gestärkt aus der Coronakrise hervorzugehen. Das geht aus einer Studie von Sopra Steria und dem F.A.Z.-Institut hervor. Um diese Position auch künftig behaupten zu können, wollen die Betriebe laut Studie die eigene Widerstandsfähigkeit als strategisches Thema verankern.‣ weiterlesen

Das sogenannte Wasserfall-Prinzip in der Software-Entwicklung kommt immer seltener zum Einsatz. Häufiger sind agile Methoden wie die ’Continuous Integration’, bei denen Software in kleinen Einheiten kontinuierlich erweitert und verbessert wird. Welche Vorteile dies für die Nutzer bringt, zeigt das Softwareunternehmen Sage.‣ weiterlesen

Neues Mitglied im MES D.A.CH: Der MES-Anbieter PSI Automotive & Industry ist dem Verband beigetreten.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige