Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

95.000 Stücklisten im Blick

Wissensplattform für komplexe Produkte

Der Röstmaschinenbauer Probat bildet seine Unternehmensabläufe in einem durchgängigen Planungs- und Steuerungssystem ab, um ein unternehmensübergreifendes Projekt- und Wissensmanagement aufzubauen. Vertrieb, Konstruktion, Einkauf, Produktion, Versand, Montage und Kundendienst arbeiten dadurch auf einer Plattform. Gleichzeitig erfährt das Management in Echtzeit, ob der Betrieb Liefertermine und Budget ohne Anpassungen halten kann.

Bild: Probat Werke

Kaffee ist die Nummer zwei im Welthandel. Lediglich Erdöl wird noch stärker gehandelt. Doch erst die Veredlung macht das Rohprodukt attraktiv. Der niederrheinische Maschinen- und Anlagenbauer Probat hat dieses Marktpotenzial bereits 1868 erkannt und setzt konsequent auf den Bau von Röstanlagen. Dank seines breit gefächerten Ingenieurwissens avancierte der kundenspezifisch arbeitende Einzelfertiger inzwischen zum weltweit führenden Anbieter.

Das Unternehmen schreibt seine Erfolgsgeschichte fort: „Zwar nimmt die Konkurrenz aus Niedrig­lohnländern spürbar zu, dennoch verzeichnen wir weiterhin ein solides Wachstum. Inzwischen beschäftigen wir über 350 Mitarbeiter“, erklärt Geschäftsführer Wim Abbing. Gleichwohl entstehen mit Wachstum und erhöhtem Wettbewerbsdruck neue Anforderungen an die Gestaltung der Geschäftsprozesse. „Mehr denn je geht es jetzt darum, die Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen zu synchronisieren. Nur auf diese Weise sparen wir Prozesskosten und verkürzen unsere Durchlaufzeiten“, erläutert Abbing.

Dies betrifft vor allem die frühen Phasen des Projektgeschäfts. Hier verlieren viele Maschinen- und Anlagenbauer wertvolle Zeit, die sie später nur unter großen Anstrengungen aufholen können. In der Vergangenheit zeigten sich Projektdefizite zum Beispiel darin, dass es für Vertrieb und Konstruktion immer schwieriger wurde, eine gemeinsame ‚Sprache‘ zu finden, um einander optimal zuzuarbeiten. Obendrein operierten die eingesetzten IT-Systeme in getrennten Inselwelten. Angesichts der Vielfalt und Komplexität der Probat-Produktpalette wurde es zudem immer aufwändiger, Verkaufsartikel dem entsprechenden Produktionsartikel zuzuordnen. Für das Management wurde es damit laufend schwieriger, zeitnah belastbare Informationen über das aktuelle sowie über das zu erwartende Geschäft zu gewinnen.

Projektierungswerkzeug für die Einzelfertigung

Da der Maschinen- und Anlagenbauer monatelange und millionenschwere Projekte zu organisieren hat, machte sich das Unternehmen auf die Suche nach einem branchenspezifischen Enterprise-Resource-Planning-System (ERP), das die zahl­reichen Besonderheiten des Anlagenbaus abdeckt. So sollte die Lösung etwa damit klarkommen, dass sich Zeichnungen, Stücklisten und Arbeitspläne in der Regel erst projektbegleitend herausbilden, teils sogar erst kurz vor Auslieferung.

Um die kaufmännischen Abläufe rechtzeitig zu organisieren, suchte der Einzelfertiger eine projektorientierte Lösung, innerhalb derer die Mitarbeiter auch ohne das volle ‚Set‘ an technischen Unterlagen planen und disponieren können. Bei einem umfassenden Praxistest ausgewählter Systeme durch 20 Anwendern setzte sich das Auftragsmanagementsystem AMS.ERP durch, welches das Beratungs- und Softwarehaus AMS.Solution AG für die Anforderungen der Einzelfertigung ausgelegt hat.

Bei der Implementierung der neuen Lösung zog Probat bis zu vier ‚Key User‘ aus jedem Arbeitsbereich hinzu, um den Wissenstransfer in die Abteilungen abzusichern. Der größte Einführungsaufwand entstand bei der Vereinheitlichung des Stücklistenwesens. Dieses hatte sich in der Vergangenheit stark ausdifferenziert, da die Konstrukteure der unterschied­lichen Bereiche ihre jeweils eigene Sicht in Inselsystemen abgebildet hatten. Um das Röster-, Mühlen- und Anlagen-Engineering sowie die elektrische Konstruktion in eine gemeinsame Logik zu überführen, mussten die alten Stücklisten bei der Übernahme in das Auftragsmanagementsystem manuell angepasst werden. Insgesamt arbeitet das Unternehmen mit rund 95.000 Stücklisten.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Das Ziel der Industrie 4.0 ist, durch Daten und die Vernetzung von Betriebstechnik (OT) und Informationstechnologie (IT) Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Neue Geschäftsmodelle eröffnen dabei ganz neue Möglichkeiten, etwa die nutzungsbasierte Bezahlung von Maschinen und Geräten.‣ weiterlesen

Wie schätzen Firmen die Bedeutung ihres Kundenbeziehungsmanagementes ein und wie wichtig ist es, Kunden stets in den Fokus zu rücken? Das haben IDG Research Services und der Softwareanbieter Adito in einer Studie gefragt.‣ weiterlesen

Viele Unternehmen setzen aktuell eigene Internet of Things-Anwendungen mit ganz unterschiedlichen Zielen auf. Die zum Einsatz am besten passende Plattform zu finden, ist auf dem IoT-Markt alles andere als einfach. mm1 Consulting unterstützt Unternehmen bei diesem Prozess mit einem Mix aus Methode und Toolset.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige