Eigenbanner: i-need (Super-Banner
ANZEIGE
Eigenbanner: I40-Magazin Skyscraper
Beitrag drucken

Interview

Die richtige Migration entscheidet über den Erfolg

Enterprise Resource Planning-Systeme einzuführen, ebenso wie Upgrades und Updates, kann Risiken beinhalten, die nicht sofort ins Auge fallen. Oft bemerken die Anwender veraltete oder fehlende Daten und Beeinträchtigungen erst später. Klaus Aschauer, Vorstand der Cosmo Consult AG, plädiert für die sanfte Datenmigration ohne Reibungsverluste.

Im Bild: Klaus Aschauer, Vorstand der Cosmo Consult AG

Herr Aschauer, die Neueinführung eines Enterprise Resource Planning-Systems (ERP) oder die Migration von Daten in eine neue Version stellen stets ein Risiko dar.

Klaus Aschauer: Ja, dabei ist es wichtig, Daten ohne Reibungsverluste von einem System auf das andere zu migrieren. Das bedeutet: Wie werden Daten übernommen? Welche Möglichkeiten der Datenübernahme hat man? Müssen überhaupt alle Daten übernommen werden? Das erfordert zunächst eine Analyse der bestehenden Datenstrukturen. Dafür gibt es unterschiedliche Herangehensweisen und Tools. Geht es um ein Neuprojekt, können wir mit einem Rapid Start Service-Tool eine möglichst reibungslose Datenaufbereitung und Datenübertragung gewährleisten – von den Stammdaten bis hin zu Bewegungsdaten. Das funktioniert auch bei einer Systemmigration von einer Microsoft Dynamics-Version auf eine andere, wobei es da Migrationswege gibt, die in unserem ERP-System direkt integriert sind und die die Daten von der einen Struktur in eine neue Datenstruktur mit sämtlichen Funktionserweiterungen anheben.

Gibt es grundsätzliche Unterschiede zwischen Neueinführung und Update-Projekten?

Aschauer: Da ist zunächst einmal die unterschiedliche Herangehensweise des Kunden an das Projekt. Er will mit einer Neuimplementierung meist auch eine bestimmte Prozessorganisationsänderung mit Funktionserweiterungen realisieren. In Systemmigrationsprojekten auf ein neueres Release wird häufig nur eine Systemmigration der Software-Version durchgeführt und nicht unbedingt etwas an der Prozessorganisation verändert. Bei Lösungen, die allerdings deutlich älter als vier, fünf Jahre sind, ist der Ansatz häufiger mit einem Software- und Prozess-Reengineering gekoppelt, da man sagt, ich kann alle meine Bewegungsdaten in die neue Version mitnehmen, möchte aber zusätzliche Funktionalität mit erweiterten Modulen.

Was bedeutet dabei eine sanfte Migration?

Aschauer: Für eine sanfte Migration benötigt man eine bestimmte Methodik. Es geht zuerst in eine Analysephase, dann in die Konzeptionsphase. Dort definiert man mit dem Kunden, welche Prozesse wie zu funktionieren haben. Danach folgt die praktische Umsetzung. Genau dafür hat Microsoft seine Einführungsmethodik ‚Surestep‘ entwickelt. Das gilt für neue Projekte ebenso wie für ein Reengineering-Update – überall da, wo man sagt, was sind heute meine Geschäftsprozesse und wie sehen sie in Zukunft aus. Dies wird definiert und anschließend mit dem Kunden ein Konzept entwickelt, in dem seine Ziele klar festgelegt sind. Erst dann wird die eigentliche Datenmigration und Migration der Prozesse umgesetzt.

Die richtige Migration entscheidet über den Erfolg
Im Bild: Klaus Aschauer, Vorstand der Cosmo Consult AG



Das könnte Sie auch interessieren:

Mehr Funktionen für Fabrikplaner

In Version 6.2 hat die CAD Schroer GmbH ihre Anlagenbau- und Fabrikplanungssoftware MPDS4 um zahlreiche Funktionen erweitert So wurde die Bedienung überarbeitet und die Schnittstellen für den Datenaustausch ergänzt. Bestandteil der Version sind zudem weitere Kataloge für den Rohrleitungsbau. ‣ weiterlesen

Viele Unternehmen tätigen Investitionen, ohne die energieeffizienteste Investitionsvariante zu berücksichtigen. Oft fehlen ihnen die Zeit und das Know-how, die Informationen für eine fundierte Bewertung zusammenzutragen. In dem vom BMBF geförderten Projekt ‚Ecoinvest‘ hat das Fraunhofer IPA mit zwei Industriepartnern ein Tool entwickelt, das dem Anwender alle relevanten Kriterien wie Kosten, Amortisationszeit oder Förderprogramme anzeigt. Unternehmen erhalten somit die Grundlage für eine ökonomische und gleichzeitig umweltfreundliche Investitionsentscheidung. ‣ weiterlesen

Coscom bindet Esprit CAD/CAM an

Die digitale Werkzeugverwaltung Tooldirector VM von Coscom liefert nun auch Werkzeugdaten für Esprit CAD/CAM. Nach Systemstart aus Coscom Factorydirector VM heraus, werden Informationen wie Maschine, Material, NC-Programmname und so weiter übergeben. ‣ weiterlesen

Den einheitlichen Informationsstandard sichern

Lösungen für das digitale Vertragsmanagement helfen dabei, Fristen im Blick zu behalten und effizient mit Lieferanten zusammenzuarbeiten. Roboterhersteller Kuka setzt dabei auf Extended ECM vom Softwarehersteller Opentext. ‣ weiterlesen

Kaum ein Projekt ohne IoT

Operational und Information Technology wachsen zusammen. Das zeigen immer mehr Leuchtturm-Projekte, die digitale Technik und Produkte gewinnbringend zusammenbringen. Diese Vorhaben braucht es, denn sie inspirieren den gesamten Markt. Hitachi ist auf mehreren Handlungsfeldern aktiv: Der Konzern produziert vom Zug bis zur Baumaschine hochvernetzte Güter und Fertigungstechnik. Dabei beobachtet das Unternehmen, dass kaum ein Industrie 4.0-Projekt ohne IoT-Technik auskommt – und positioniert sich mit der Plattform Lumada auf dem noch jungen Markt. ‣ weiterlesen

Neue Lösungen für den 3D-Druck von Metall

Materialise hat auf der Rapidtech 2017 neue Softwares für die generative Fertigung von Metall gezeigt. Eine davon ist der Materialise Inspector, der Anwender bei der Analyse von anfallenden Bilddaten unterstützt. ‣ weiterlesen