Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Modulare Produktbaukästen für CPQ-Systeme

Zusammen eine Basis bilden

Um CPQ-Systeme einzurichten, müssen Vertrieb, Produktmanagement, Engineering und IT früh an einem Strang ziehen – etwa um das einheitliche Verständnis von Begriffen herzustellen. Gehen solche Details unter, legen Pilotprojekte auch mal einen Fehlstart hin.

Bild: IT-Motive AG

Bild: IT-Motive AG

Erfolg und Nutzen von Produktkonfiguratoren hängen im Wesentlichen von dem im Rahmen des Variantenmanagements definierten Produktbaukasten und dessen Pflege im Produktlebenszyklus ab. Die Anforderungen und Möglichkeiten haben sich diesbezüglich durch die Digitalisierung verändert. Der Wechsel von einer dokumenten- auf eine modellbasierte Konzeption stellt eine der wesentlichsten Änderungen dar, verbunden mit einigen Vorteilen: Während die dokumentenbasierte Sicht auf ein Produkt oft die jeweiligen Knowhow-Silos nicht verlässt, kann der Produktbaukasten mit Modellen weitreichend beschrieben und dokumentiert werden. Da immer mehr Produkte auch mit Software und elektrotechnischen Komponenten ausgerüstet werden, ist das essentiell für den Nutzen eines Produktbaukastens.

Abhängigkeiten einordnen

Abhängigkeiten und Qualität der gesamten Produktstruktur lassen sich bei einem Netzwerk-Diagramm auf einen Blick grob einordnen. Diese Möglichkeit ist bei den in Expertensystemen beschriebenen Produktmodellen oft nicht möglich. Im Durcheinander der Informationen kann so wesentliche Information verloren gehen. Auch ist Knowhow nötig, um ad-hoc einen Einblick in den Produktbaukasten zu bekommen. Schulungen, Lizenzen für Expertensysteme sowie deren Installation können dem Einsatz im Wege stehen.

ANZEIGE

Kunststoff in Form bringen

Bild: KEB Automation KG

Bild: KEB Automation KG

Sie begegnen uns in vielen Bereichen: Kunststoffprodukte. Hinter ihnen stehen Maschinen, die zuverlässig sein müssen. Ob es sich um Extrusions- oder Spritzgießtechnik handelt – KEB Automation bietet die passende Automatisierungs- und Antriebstechnik.

Single Point of Truth

Der Produktbaukasten sollte in einer Informationsbasis als Single Point of Truth hinterlegt werden. Eine Mind-Map-basierte Darstellung in Form eines Netzwerk-Diagramms kann diesen Baukasten visualisieren. Bei Bedarf kann eine bereichspezifische Sicht – technische Zeichnung, Schaltplan, Explosionszeichnung etc. – daraus generiert werden. Grundlage bilden kontextbezogene Daten, die in einem Wiki definiert sind. Standards sowie eine abteilungsübergreifende Begriffsdefinition ist dafür unabdingbar. Die Strukturen dafür zu schaffen, ist meist Aufgabe des Managements. Gesetzte Vorgaben, Richtlinien, Standards und Automatismen müssen in den IT-Systemen abgebildet werden. Die organisatorische Einflechtung kann durch Zugriffs- und Berechtigungskonzepte in einer Datenbank abgesichert werden.

Grundlagenarbeit

Bei dieser Grundlagenarbeit ist der Management-Einsatz enorm wichtig. Vor der Einführung von etwa CPQ-Systemen müssen Ziele, die Informations-Basis und der ‚Theorie-Baukasten‘ erarbeitet werden. Voreilige Pilotprojekte erweisen sich ohne diese konzeptionellen Festlegungen oft als sinnlos. Ist die Vorarbeit hingegen sorgfältig erledigt, geht es im Anschluss umso einfacher und schneller voran. Eine visualisierte, vernetzte und modellbasierte Produktstruktur auf Grundlage einer einheitlichen Begriffswelt ist ein Schlüssel für den Erfolg.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Eclipse Foundation präsentiert in ihrem ’IoT & Edge Developer Survey 2022‘ Entwicklertrends mit Schwerpunkt auf Edge Computing, KI und Sicherheit. Die Ergebnisse sollen Aufschluss über die Nutzung von Plattformen, Bedenken von Entwicklern, Zielmärkte und mehr geben.‣ weiterlesen

Der digitale Zwilling zählt für viele zu einem Kernelement der industriellen Digitalisierung, obwohl solche Integrationen oft noch sehr komplex sind. Für eine schrittweise Einführung gilt es, die unterschiedlichen Ausprägungsformen des digitalen Zwillings zu verstehen.‣ weiterlesen

Mit Andreas Montag und Nikas Schröder hat der ERP-Spezialist AMS.Solution zwei neue Vorstandsmitglieder. Zudem wird Simone Schiffgens neue Vorstandsvorsitzende und folgt auf Manfred Deues, der in den Aufsichtsrat wechselt.‣ weiterlesen

Björn Goerke verstärkt die Führungsetage beim ERP-Anbieter ProAlpha. Als Chief Technology Officer soll er die weitere Transformation des Unternehmens in die Cloud-Ära gestalten.‣ weiterlesen

Mehr Netzwerkausfälle und längere Wiederherstellungszeit: Davon berichten CIOs und Netzwerktechniker in einer Befragung des Netzwerkspezialisten Opengear. Demnach liegt die durchschnittliche Downtime um 2 Stunden höher als 2020.‣ weiterlesen

Wie können oft verwässerte ESG-Berichte der Vergangenheit angehören? Während sich auf politischer Ebene in puncto nachhaltiges Wirtschaften einiges bewegt, kann insbesondere die technologische Seite einen Beitrag zu einer transparenteren Produktion leisten. Den Grundgedanken der Industrie 4.0 zu implementieren, ist dabei ein wichtiger Schritt.‣ weiterlesen

Mit 100,4 Punkten liegt das IAB-Arbeitsmarktbarometer auf dem tiefsten Stand seit 2020 und somit noch knapp über der neutralen Marke. Demnach sendet der Frühindikator noch leicht positive Signale.‣ weiterlesen

Die Senkung der Betriebskosten ist ein Trend bei IIoT-Installationen, was auch als Zeichen einer reifen Branche zu verstehen ist. Dabei stellen Betreiber schon bei der Architektur-Planung sicher, keine unnötigen Kostentreiber einzurichten. Das bedeutet auch, Lösungen auch mal ohne das beliebte MQTT-Protokoll durchzudenken.‣ weiterlesen

Ein Abrasivwasserstrahl bearbeitet Bauteile effektiv und fast verschleißfrei. Doch die komplexe Prozessführung und -steuerung verhinderte bislang den Durchbruch dieser Technologie in der Fertigung. Am Fraunhofer IPT entstanden jetzt ein neuer Wasserstrahlkopf und eine Software, um diese Fertigungstechnik besser und zugänglicher zu machen.‣ weiterlesen