Andre Kiehne, General Manager Partner Business bei Microsoft Deutschland
„Zurück in die Zukunft – mit neuer Stärke und Zuversicht“
Liebe Leserin, lieber Leser, wir haben in den vergangenen Monaten viel über Corona gesprochen, ja sprechen müssen, denn die Pandemie hat unser Leben, unsere Arbeit und die Art der Unternehmensführung bestimmt.
(Bild: Microsoft Deutschland GmbH)
Wer schon wusste, wie Digitalisierung funktioniert und wie sich Unternehmen in der digitalen Transformation verändern, war wenig überrascht darüber, dass Technologien wie Cloud Computing, künstliche Intelligenz oder Digital Twins auch in der Krise einen großen Mehrwert liefern – und das Überleben ganzer Branchen sichern konnten.
Modelle für die Zukunft
Besonders spürbar für alle war der Nutzen hybrider Arbeitsmodelle. Sie machen uns nicht nur produktiver und zufriedener, sondern schaffen auch Perspektiven für neue Nachhaltigkeit: Das viele Reisen aus der Zeit vor Corona etwa werden wir so nicht mehr brauchen, weil uns virtuelle Konferenzen und Kommunikationsräume zur Verfügung stehen, die uns den Austausch ermöglichen.
Das digitale Lernen kann unter günstigeren Bedingungen als zu Pandemiezeiten tatsächlich zum besseren Lernen werden. Unser Nachwuchs lernt mit digitalen Mitteln für sein späteres Leben, weil kollaboratives und kommunikatives Lernen sehr viel einfacher ist, wenn die Schüler*innen dafür moderne Geräte und Tools nutzen können.
Und medizinische Versorgung, die Forschung nach neuen Medikamenten und vor allem nach Impfstoffen gegen das Virus – das war sehr deutlich zu sehen – profitiert ganz entscheidend von modernen Technologien wie künstlicher Intelligenz, Big Data und der weltweiten Vernetzung über Cloud Computing.
Die Pandemie hat uns aber auch aufgezeigt, wo wir noch Schwächen haben. Wer zum Beispiel auf vernetztes Arbeiten zwischen Homeoffice und Firmensitz angewiesen war, merkt schnell die Lücken in der Versorgung – auch nach der Einführung von 5G. Viele Unternehmen sind zudem noch nicht weit genug bei der Digitalisierung und standen vor der Herausforderung, ihre Geschäfte aufrecht zu erhalten. Und schließlich sind viele Digitalisierungsprojekte ins Stocken geraten, weil die dafür notwendigen Mittel nicht mehr zur Verfügung standen.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die wir aus der Pandemie mitnehmen ist, dass wir auf Krisen und neue Anforderungen schnell und flexibel reagieren müssen. Hochverfügbare, performante Cloud-Umgebungen und -Plattformen, die ohne große Investitionen und Vorarbeiten einsetzbar sind, sind dafür ein Schlüssel. Mit ihnen liefern wir einen Werkzeugkasten, mithilfe dessen Lösungen individuell für die jeweilige Herausforderung entwickelt werden können. Hier spielen unsere Microsoft Partner eine entscheidende Rolle: Sie entwickeln Lösungen und Services, die Agilität und Tempo passgenau in die Unternehmen tragen.
In den kommenden fünf Jahren wird es 500 Millionen neue Apps geben, heißt es in einem aktuellen Whitepaper von Microsoft. Das sind mehr Anwendungen, als in den vergangenen 40 Jahren auf den Markt gekommen sind. Viele dieser Microservices werden in einer sich ständig verändernden Umgebung Spezialaufgaben erledigen – in kleinen und mittelständischen Unternehmen, in der Fertigung, in den Fachbereichen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese Apps sind nicht für die Ewigkeit gedacht, sondern für den Moment, in dem es darauf ankommt, schnell zu agieren, zu reagieren und sich anzupassen.
Vom Entwickler- zum Domänenwissen
Um diese Aufgaben mit Software lösen zu können, brauchen Unternehmen agile, leicht zugängliche Tools und Methoden, wie wir sie gemeinsam mit unseren Partnern anbieten: Low Code, No Code oder die brandneue Sprachtechnologie GPT-3. Damit Anwendungen zu entwickeln ist auch ohne tiefgehende Programmier-Kenntnisse nötig, das macht es insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) leichter umsetzbar. Gleichzeitig bekommt das Wissen der Fachexpert*innen in Unternehmen mehr und mehr Bedeutung.
Ihr Domänenwissen, also ihr Wissen über die eigene Branche, die eigenen Märkte und vor allem die eigene Organisation, ist für die nachhaltige Digitalisierung der Unternehmen unverzichtbar, denn es geht darum, Herausforderungen zu adressieren und zu lösen. Mit unseren Low-Code- und No-Code-Werkzeugen bringen wir das Wissen der Expert*innen mit den Anforderungen zusammen, daraus Anwendungen zu bauen, die konkrete Aufgaben lösen.
Unsere Partner für die Digitalisierung
Um die strategischen und operativen Voraussetzungen dafür zu schaffen und die Unternehmen mit den benötigten Technologien zu versorgen, sind IT-Dienstleister in Deutschland unverzichtbar. Viele von ihnen, allein in Deutschland mehr als 30.000, sind unsere Partner. Sie kommen zu einem ganz überwiegenden Teil selbst aus dem Mittelstand, bringen überragendes technisches Know-how mit und oft genug auch ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse ihrer Kunden.
Wir von Microsoft stellen ihnen Technologien zu Verfügung, die Menschen und Organisationen befähigen, mehr zu schaffen und mehr zu erreichen: Infrastrukturen, Plattforme und Services. Unsere Partner nutzen und vermarkten diese Technologien. Und sie nutzen ihre Nähe zu den Anwendern, um auf Basis von Microsoft-Technologien individuelle Lösungsansätze und Anwendungen zu entwickeln, die jedes einzelne Unternehmen, aber auch den Standort Deutschland voranbringen.
Ich blicke sehr zuversichtlich auf die kommenden Monate und Jahre, in denen wir in vielen Unternehmen unseres Landes sehen werden, wie Digitalisierung wirkt und wie dabei Zukunft entsteht. Sie müssen das nicht alleine machen, denn dafür gibt es unsere Partner. Wir geben Ihnen auf den folgenden Seiten einen Überblick über die Struktur unseres Partnersystems und die Leistungsfähigkeit der vielen Lösungspartner in unserem Land. Ich wünsche Ihnen viel Spaß damit und freue mich, wenn wir uns dazu in den kommenden Wochen und Monaten auch wieder mal persönlich austauschen können!
Ihr
Andre Kiehne
General Manager Partner Business bei Microsoft Deutschland
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