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So smart wird die Fertigung durch IoT

Mit E-Kanban Materialien an die Produktionslinie ordern

Dank dem Internet der Dinge, wissen smarte Maschinen heute selbst, was sie tun und berichten dies automatisch an das ERP-System. So lassen sich zum Beispiel Materialien automatisch an die Produktionslinie ordern. Die dabei gesammelten Daten stehen im Nachgang für weitere Analysen und Anwendungen mittels Künstlicher Intelligenz zur Verfügung.

Die klassische Fertigungskette ist bekannt: An der Produktionslinie wird ein bestimmtes Produkt hergestellt und anschließend dem Kunden verkauft. Durch Digitalisierung lassen sich in allen Prozessschritten die Weichen neu stellen und Stellschrauben anziehen. So schafft man eine straffere Produktion mit Effizienzsteigerung.

Automatischer Nachschub von Produktionsgütern

Ziel des hier beschriebenen Projektes bei einem führenden Hersteller von Baustoffen war die Automatisierung des Nachschubs nicht bestandsgeführter Produktionsmaterialien an die Produktionslinie. Gleichzeitig sollte erfasst werden, welcher Mitarbeiter die Bestellanforderung tätigt. Zudem sollte es dem Einkauf möglich sein, individuell zu prüfen, bei welchem Lieferanten das Material angefordert wird, denn die meisten Software-Lösungen ermöglichen die Realisierung einer solchen Automatisierung in der Regel nur mit einem bestimmten Lieferanten. Insgesamt löst die Automatisierung dieses Prozesses viele gängige Schwachstellen in einem Produktionsunternehmen. Die manuelle Erfassung und Kommunikation von Bestellaufträgen kann schnell dazu führen, dass Verzögerungen oder Fehler auftreten. In Extremfällen droht sogar der Stillstand von Produktionsmaschinen und damit der Ausfall einzelner Fertigungsschritte bis hin zur kompletten Produktionslinie. Dank der Digitalisierung gehören solche Themen der Vergangenheit an.

Bestellvorgang über IoT-Plattform

Umgesetzt wurde das Projekt von Comarch, indem die Fertigungslinien mit Smart Buttons ausgestattet wurden. Diese sind mit Beacons über NB-IoT / LTE CatM mit der Comarch IoT Platform vernetzt und an Comarch ERP Enterprise angebunden. Der Smart Button ist ähnlich dem „Amazon-Dash-Button“ und dient zur einfachen Bestellung von Material an eine bestimmte Fertigungsstation in der Produktion. Er wird über einen Chip aktiviert. Im besagten Unternehmen finden beispielsweise Chips Verwendung, die der Zugangskontrolle dienen und eine genaue Zuordnung an eine bestimmte Person erlauben. Hat nun ein Mitarbeiter den Smart Button aktiviert, wird die Anforderung automatisch über das Internet der Dinge (IoT) an Comarch ERP Enterprise übertragen, welches vollautomatisch eine Bestellanforderung generiert. Diese erscheint umgehend als Aufgabe auf dem Device des jeweils zuständigen Einkäufers. Über Comarch ERP Enterprise wird der Einkäufer dann angeleitet, wie er den Auftrag umzusetzen hat und erhält ebenfalls die Möglichkeit, den jeweils besten, günstigsten oder schnellsten Anbieter auszuwählen.

Bild: Comarch AG

Bild: Comarch AG

Im Grunde wird hier das bewährte Prinzip der Nachschubversorgung mit Kanban digitalisiert und vereinfacht. In einer Fließbandfertigung wie im vorliegenden Fall können diverse Materialien aus bestimmten Gründen (z.B. Volumen) nicht vor Ort bereitgestellt werden. Also wird die kontinuierliche Nachschubsteuerung mit dem Modell von E-Kanban umgesetzt. Durch den Smart Button und die IoT-Anbindung lässt sich das klassische Kanban deutlich verschlanken: das Ausfüllen und Abgeben eines Scheins in einen Briefkasten, den ein Gabelstapelfahrer dann bei seiner Runde ausleert und die zig anderen Schritte zur Weiterbearbeitung des Papiers werden nun durch smarte Tools ersetzt, welche die Daten automatisch übermitteln: Nach einem Klick weiß das zentrale ERP-System und damit jeder Befugte im Unternehmen, dass der Mitarbeiter XY an der Fertigungsstation Z 500 Schrauben braucht.

Entdecken Sie weitere IoT-Anwendungsbeispiele aus der Praxis >>

 

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Bild: ©industryview/Istockphoto.com / Comarch AG

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Bild: Comarch AG

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