Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Initiative ‚Paperless Factory‘ bei ZF Friedrichshafen

Schneller rüsten ohne Papier

ZF ist ein weltweit aktiver Technologiekonzern, der Systeme für PKW, Nutzfahrzeuge und Industrietechnik liefert. Auf dem Weg zur papierlosen Produktion wurde eine Produktionshalle in Friedrichshafen digital aufgerüstet. Das Resultat waren schnellere Rüstzeiten und eine bessere Übersicht über die Aktivitäten der Werker.

Bild: ©Sergey Nivens /stock.adobe.com

Bild: ©Sergey Nivens /stock.adobe.com

Mit mehreren Hundert Standorten zählt ZF zu den weltweit größten Unternehmen auf dem Gebiet der Antriebs- und Fahrwerktechnik. Ein Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung der Erzeugnisse liegt auf der digitalen Vernetzung und Automatisierung. Beide Technologien sollen dem Konzern aber auch helfen, die internen Prozesse und Verfahren zu verbessern.

Digitale Zusammenarbeit

In einer Produktionshalle des Konzerns in Friedrichshafen fand im letzten Jahr ein Projekt zur ‚Paperless Factory‘ statt. Dabei sollte die Zusammenarbeit an den Maschinen durch digitale Prozesse verbessert werden. Im Shopfloor der Produktionshalle ging noch viel Papier herum, da keine mobile Applikation zur Bewältigung aller anfallenden Tätigkeiten sowie zur Dokumentation zur Verfügung stand. Um die Zusammenarbeit zwischen Maschinenbedienern, Meistern, Qualitätssicherung und Support digital zu unterstützen, rollte das Unternehmen mit dem Implementierungspartner Camelot ITLab zusammen eine Lösung zur Steuerung von Arbeitsaufträgen aus. Dabei kamen Anwendungen wie SAP ECC, SAP Fiori, SAP MII sowie mobile Endgeräte zum Einsatz. Eine besondere Herausforderung des Projektes war es, die Anforderungen der rund 50 Interessengruppen aus Bereichen wie Business, IT und Operations im System abzubilden.

Produzieren ohne Papier

Die zentrale Plattform unterstützt Mitarbeiter sowie Vorgesetzte nun bei Wartung, Inspektion und Reinigung der Maschinen. Oder wenn es innerhalb des Schichtsystems Wartungsarbeiten in einer vorgegebenen Stunden-Frequenz durchzuführen gilt. Die Mitarbeiter erhalten dann automatisch Benachrichtigungen, was zu tun ist. Ein weiterer Anwendungsbereich ist das schnelle Auffinden von Rüstplänen, die im System hinterlegt sind und Schritt für Schritt durch die Arbeit führen. Da sich die Prozesse je nach Maschine oder Materialwechsel unterscheiden, bringt eine beschleunigte Suche einen Zeitvorteil. Die Freigabeprüfung durch den Meister wird nun ebenfalls digital dokumentiert und archiviert. Auch ein Berechtigungsmanagement und eine Anbindung an die ERP-Lösung zur Eingabe von Stammdaten aus der Werkhalle heraus wurden umgesetzt.

Verbindlicher arbeiten

Die im Werk geleistete Arbeit und die schichtbezogenen Zuständigkeiten der Mitarbeiter können im neuen System deutlich besser nachvollzogen werden. Heute finden die Rüstprozesse in der betroffenen Produktionshalle wesentlich schneller statt als zuvor. Das Projekt im Rahmen der Initiative ‚Paperless Factory‘ wurde demnach erfolgreich umgesetzt. Der Umgang mit Dokumenten und viele Arbeitsabläufe in der Produktion wurden digital realisiert – und weitere Projekte sind bereits geplant.


Das könnte Sie auch interessieren:

Im Werkzeugmanagement eröffnet das Kennzeichnen von Assets mit Data Matrix Codes die Möglichkeit, Werkzeuge zu tracken und mit ihren Lebenslaufdaten zu verheiraten.‣ weiterlesen

Google Cloud gab kürzlich die Einführung der beiden Lösungen Manufacturing Data Engine und Manufacturing Connect bekannt. Mit den Tools lassen sich Assets einer Fertigungsumgebung vernetzen, Daten verarbeiten und standardisieren.‣ weiterlesen

Virtuelle multicloudfähige Plattformen können in Fertigungsbetrieben das Fundament bilden, um IT-Infrastruktur und Betriebsabläufe zu modernisieren und effizient zu betreiben. Denn das nahtlose Zusammenspiel von Cloud-Anwendungen, Softwarebereitstellung sowie Remote Work lassen sich mit digitalen Plattformen vergleichsweise einfach und global orchestrieren.‣ weiterlesen

Wibu-Systems ist Anwendungspartner im Projekt KoMiK. Im Mai wurde das Projekt abgeschlossen und der Karlsruher Lizensierungsspezialist hat zusammen mit den Projektpartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Empfehlungen zur Auswahl eines digitalen Kooperationssystems erarbeitet, inklusive eines Screening-Tools.‣ weiterlesen

MES-Lösungen verfügen über unterschiedliche Erweiterungsmodule, etwa für das Qualitätsmanagement. Der Ausbau der Basisfunktionen sorgt jedoch oft für Aufwand. Eine Alternative versprechen Cloudlösungen.‣ weiterlesen

Bei ihrer digitalen Transformation adaptieren Fertigungsunternehmen Technologien wie künstliche Intelligenz, Machine Learning und digitale Zwillinge. Cloud Computung hilft, dafür erforderliche Kapazitäten skaliert bereitzustellen.‣ weiterlesen

Mit mehreren neuen Partnern erweitert der Softwareanbieter ZetVisions sein Partnerangebot. Unter anderem sollen Pikon und People Consolidated das Beratungsangebot des Heidelberger Unternehmens ergänzen.‣ weiterlesen

Viele Deep-Learning- und Machine-Vision-Anwendungen stellen hohe Ansprüche an die eingesetzten Industrie-Rechner. Für den Einsatz in diesem Umfeld hat Hardware-Spezialist Spectra die PowerBox 4000AC C621A ins Programm genommen.‣ weiterlesen

Mit Hybrid Cloud-Lösungen wollen Firmen die Vorteile des privaten und öffentlichen Cloud-Betriebs erschließen. Managed Cloud Service Provider sind darin geschult, Fallstricke bei der Cloud-Nutzung solcher Infrastrukturen zu bewältigen.‣ weiterlesen

Per Low-Code-Tool können Anwender Prozesskonfigurationen selbst umsetzen. Im MES-Bereich ist dieser Ansatz noch selten zu finden, doch einige Lösungen gibt es bereits.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige