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Komplexität im Hybrid Cloud-Betrieb reduzieren

Mit Hybrid Cloud-Lösungen wollen Firmen die Vorteile des privaten und öffentlichen Cloud-Betriebs erschließen. Managed Cloud Service Provider sind darin geschult, Fallstricke bei der Cloud-Nutzung solcher Infrastrukturen zu bewältigen.

 (Bild: NTT Data Business Solutions AG)

(Bild: NTT Data Business Solutions AG)

Drei von vier Betrieben haben in einer Bitkom-Umfrage angegeben, dass Cloud-Computing fest zu ihrem geschäftlichen Alltag zählt. Dabei kommen vermehrt hybride Cloud-Infrastrukturen zum Einsatz, bei denen eine oder mehrere Private-Cloud-Umgebungen mit Public-Cloud-Lösungen kombiniert werden. IT-Teams wollen so die gewünschten Effekte beider Ansätze nutzen, ohne die jeweiligen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. So bleiben sensible Daten und rechenintensive Anwendungen auf eigenen Systemen, während externe Speicher als Datengrundlage für Big Data-Analysen oder KI-Technologien fungieren.

Customizing bleibt notwendig

Eine Herausforderung beim Aufbau einer hybriden Cloud-Landschaft ist es, die Infrastruktur und die benötigten Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Das Spektrum an Cloud-Anbietern und -Lösungen kann zu komplexen Multicloud-Landschaften führen, die in der Praxis oft unpraktikabel sind. Zudem ziehen komplexe Dateninfrastrukturen schnell Compliance- und Datenschutzprobleme nach sich. Um diese Fallstricke zu vermeiden, gilt es für Unternehmen einige Richtlinien zu beachten. Wer eine hybride Cloud-Infrastruktur anstrebt, sollte sich zunächst die Frage stellen, ob ausreichend Kapazitäten und Knowhow im Unternehmen vorhanden sind. IT-Abteilungen sind oftmals bereits mit ihren täglichen Kernaufgaben ausgelastet. Projekte wie der Aufbau einer hybriden Cloud-Struktur können dadurch oftmals nicht mit der nötigen Sorgfalt vorangetrieben werden. Auch der anschließende Betrieb ist zeitaufwendig und reicht von der Wartung und Aufrechterhaltung über IT-Sicherheit und Datensicherung bis hin zur Verwaltung von Zugriffsrechten. Für diese Aufgaben sollten also Ressourcen vorhanden sein. Zudem unterscheidet sich der Betrieb einer hybriden Cloud-Landschaft vom Betrieb einer On-Premise-Landschaft: IT-Abteilungen müssen neue Rollen und Funktionen in den Teams schaffen, da die Arbeit mit Public Cloud Computing spezielle Verfahren erfordert, um dessen Möglichkeiten zu erschließen.

Fragmentiertes Wissen

Um Kapazitäten zu schonen und IT-Abteilungen zu entlasten, greifen viele Unternehmen auf die Implementierung bereits vorkonfigurierter Cloud-Anwendungen zurück. Diese können oft nur mit Aufwand individuell angepasst werden. Problematisch kann es werden, wenn die Anwendungen verschiedener Anbieter für unterschiedliche Bereiche herangezogen werden. Der Pool unterschiedlicher IT-Verträge und Vertragspartner wächst, die jeweils nur mit einem Teil der Infrastruktur vertraut sind und deren Anwendungen kaum oder nicht kompatibel sind.

Große Dienstleister

Setzen Produzenten auf einen Dienstleister, der eine große Bandbreite an Cloud-Services im Portfolio hat, sind die Chancen größer, direkt aufeinander abgestimmte Anwendungen und Systeme zu beziehen, was die Implementierung von Anwendungen einfacher gestaltet. Wenn eine solche Fokussierung angestrebt wird, sollten die Verantwortlichen darauf achten, dass die betrauten Dienstleister mit ihren Services möglichst alle relevanten Bereiche abdecken, ob sie eigene Rechenzentren betreiben und wie sie mit den gängigen Public-Cloud-Providern zusammenarbeiten. Aus diesem Portfolio ergibt sich für Managed Cloud Service Provider die Möglichkeit, Cloud-Service-Kombinationen zusammenzustellen, die zu den Bedürfnissen des jeweiligen Unternehmens passen. Auch Compliance- und Datenschutz-Aufgaben lassen sich dann häufig an die Dienstleister auslagern.

Parallelbetrieb vermeiden

Bei der Cloud-Migration wird oft zum ‚Lift and Shift‘-Ansatz geraten. Dabei wird eine On-Premise-Systemlandschaft samt Anwendungsdaten quasi unverändert aus dem eigenen Rechenzentrum in die Cloud verschoben. Dabei steigt in der regel der administrative Aufwand, da in der Regel Teile der On-Premise-Landschaft im eigenen Haus bleiben und beide Infrastrukturen nun parallel betrieben werden müssen. Lösungsansätze für dieses Problem reichen von Code-Optimierung über den Einsatz von Containertechnologien bis hin zum Austausch der Software gegen eine reine Cloud-Lösung.

Cloud-Management-Tools im Self Service

Neben der Migration von Anwendungen und Daten ist die Systemintegration untereinander über Schnittstellen eine zentrale Aufgabe auf dem Weg zum praktikablen Hybrid Cloud-Bertrieb. Cloud-Management-Plattformen (CMP) können etwa Verwaltungsfunktionen für Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen orchestrieren und deren Zustand sowie Steuer- und Automatisierungsfunktionen zur Verfügung stellen. Managed Cloud Service Provider sollten über Erfahrungen mit solchen Tools verfügen und diese auf Wunsch auch ihrem Kunden im Sinn eines Self-Service-Portales zur Verfügung stellen können. Dieses Servicemanagement hilft dem Anwenderunternehmen, Prozesse zu automatisieren und Ressourcen, Kapazitäten und Performance zu verwalten. Die Tools sind zudem häufig Bausteine für die Compliance und IT-Governance eines Unternehmens.

Für viele Hersteller rechnet es sich, für diese Art des Systembetriebs externe Partner an Bord zu holen. Sie übernehmen anfallende Aufgaben, damit sich Unternehmen weiter auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, während der Provider für möglichst störungsfreien und skalierbaren Betrieb sorgt. Wenn die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister auf eine enge und vertrauensvolle Basis gestellt wird, können Unternehmen einen Partner für den strategischen Aufbau und die Weiterentwicklung ihrer Hybrid Cloud gewinnen. Dienstleister können neutral beraten, um die Möglichkeiten beim Zusammenspiel unterschiedlicher Cloud-Anbieter sowie Services auszuloten und die jeweils sinnvolle Lösung auszurollen.


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