Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Parameter für Datenqualität

Datengüte im ERP-System messen und verbessern

Gerade in einer wirtschaftlichen Flaute sollten Unternehmen ihre Position sichern, stärken, neue Angebote entwickeln und bestehende verbessern. Eine gute Datenbasis sorgt dafür, das die Geschäftsprozesse reibungsarm ablaufen und Manager gute Entscheidungen treffen. Doch wie misst man die Güte der Systemdaten?

 (Bild: proALPHA)

(Bild: proALPHA)

Mit einem siebenstufigen Leistungstest lassen sich gute von schlechten Daten etwa im Enterprise Resource Planning-System (ERP) unterscheiden. Unabhängig davon, ob es sich um eigene oder um Informationen aus anderen Quellen handelt, etwa von Wirtschaftsauskunfteien und anderen Drittanbietern. Im Folgenden werden die entscheidenen Parameter dargelegt.

Vollständige Daten

Je digitalisierter Abläufe werden, umso wichtiger ist es, dass alle benötigen Daten vorliegen. Sind beispielsweise Angaben zu Bauteilen für ein Produkt unvollständig, kann der Produktionsprozess stocken oder das Endprodukt entspricht nicht den Vorgaben. Deshalb empfehlen sich die Definition von Pflichtfeldern sowie automatisierte Prüfungen an ausgewählten Prozesspunkten. Unternehmen sollten dabei auf Datensparsamkeit achten. Denn bei personenbezogenen Daten gilt es, spätestens seit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), nur Informationen zu speichern, die tatsächlich nötig sind. Nicht erforderliche Daten sind dauerhaft zu löschen.

Aktuelle Daten

Nicht-synchronisierte Adress- und Kontaktdaten sind ein Paradebeispiel für veraltete Informationen. Vertriebsmitarbeiter sind oft nur sporadisch in der Zentrale, deshalb ist die Kundendatenbank selten ganz aktuell. Mobile CRM-Lösungen können helfen. Außerdem halten sie produktionskritische Informationen wie Lagerdaten auf Stand. Dennoch muss nicht alles in Echtzeit vorliegen. Unternehmen sollten vielmehr ihre Prozesse so ausrichten, dass die Daten dort am schnellsten aktualisiert werden, wo das für mehr Produktivität sorgt.

Konsistente Daten

Datensätze müssen auch in verschiedenen Systemen konsistent sein. Die doppelte Datenhaltung in mehreren Anwendungen ist oft nicht nur ein Mehraufwand für die Dateneingabe, sondern auch fehleranfällig. Eine Fehlerquelle könnte der Übertrag der Auftragsdaten in eine Software zur Qualitätssicherung sein. Daraus resultierende Inkonsistenzen sind mit moderner Integrationstechnik relativ einfach in den Griff zu bekommen.

Konformität

Daten müssen den Anforderungen der Systeme und der Prozesse entsprechen, etwa im passenden, möglichst standardisierten Format vorliegen. Beispiele sind Datums- und Währungsformate. Bei Zeitstempeln ist ferner darauf zu achten, dass zusätzlich zu Stunden und Minuten auch die jeweilige Zeitzone miterfasst wird.


Das könnte Sie auch interessieren:

Das ERP-System Oxaion Automotive zielt genau auf die Bedürfnisse mittelständischer Automobilzulieferer. Die im ersten Quartal 2020 erschienene Version 5.1 soll Anwenderfirmen helfen, im rasanten Umbruch der Branche nicht den Anschluss zu verlieren - die neuen VDA-Standards wurden ebenfalls integriert.‣ weiterlesen

Die Betreiber digitaler Marktplätze zählen zu den wertvollsten Konzernen der Welt. Sie dominieren die Märkte, indem sie Konsumenten und Produzenten als sogenannte Matchmaker zusammenbringen. Die Mechanismen dahinter sind komplex und benachteiligen mitunter die Marktteilnehmer. Bei Bosch Research entsteht aktuell ein alternatives Modell einer Plattformökonomie, das auf dezentrale Technologien und die Kooperation der Marktteilnehmer setzt. Das Ziel: Eine faire und offene digitale Wirtschaft ohne einen dominanten Akteur an der Spitze.‣ weiterlesen

Produzierte Eisenbahnräder müssen der vorgegebenen Qualität genau entsprechen - und diese muss dokumentiert werden. Darüber hinaus wird es für Unternehmen immer wichtiger, die eigenen Prozesse zu kennen und zu verbessern. Ein Produktions-Informations-System kann in beiden Fällen Aufschluss geben.‣ weiterlesen

Während sich wenige über den Funktionsumfang von SAP-Sofware beklagen, sieht es bei ihrer Bedienung etwas anders aus. Ungelenke Benutzerführung lässt sich aber ändern: Fachleute für SAP-Benutzeroberflächen haben auf der 3. Jahrestagung SAP UX/UI 2020 im November die Möglichkeit, sich intensiv über die Optimierungsmöglichkeiten von SAP-Oberflächen weiterzubilden.‣ weiterlesen

Am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT entsteht gerade die Software KMUsecure. Das Programm soll produzierende KMU dabei unterstützen, kritische Netzwerkschnittstellen zu sichern und Vernetzung leichter zur Optimierung zu nutzen.‣ weiterlesen

85 Prozent der CISOs gaben in einer Umfrage von Netwrix an, die Cybersicherheit hintangestellt zu haben, damit Beschäftigte schnell remote arbeiten könnten. Der 2020 Cyber Threats Report zeigte auch, dass sich jedes vierte Unternehmen nach der Pandemie einem höheren IT-Sicherheitsrisiko ausgesetzt sieht als zuvor.‣ weiterlesen

Der SAP-Partner und MES-Integrator Salt Solutions wird Teil von Accenture. Wie die Unternehmensberatung bekannt gab, ist die Vereinbarung bereits unterschrieben.‣ weiterlesen

Innovation gehört zu den drei wichtigsten Digitalisierungszielen im Mittelstand, gleich nach Mitarbeiterproduktivität und Prozessmodernisierung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die im Auftrag des ERP-Anbieters Proalpha entstand. Doch wo ist Innovation gewünscht und können ERP-Systeme diese Erneuerung unterstützen?‣ weiterlesen

Im Projekt Scale4Edge arbeiten 22 Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft an besonders vertrauenswürdiger Computerhardware. Entstehen soll ein skalierbares Edge-Computing-Ökosystem rund um die Risc-V-Architektur etwa für Industrieanwendungen, Heimautomation und selbstfahrende Autos.‣ weiterlesen

Mit künstlicher Intelligenz lassen sich Rüstzeiten zwischen Aufträgen optimieren, um die Feinplanung zu unterstützen. Die Software Rüstzeitoptimierer von Anacision leistet bereits in der MVP-Version genau das - und soll in Kürze für verschiedene Fertigungstechniken erhältlich sein.‣ weiterlesen

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im September 2020 um 1,7 Punkte auf 100,1 Punkte gestiegen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) damit nicht mehr im negativen Bereich.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige