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Lupe auf die Produktkonfiguration

Nur bestellen, was auch lieferbar ist

Individuelle Kundenwünsche beeinflussen zunehmend die Produktion. Mit der Verbindung von Verkaufs- und Produktionskonfiguration lässt sich die Komplexität einer variantenreichen Fertigung in den Griff bekommen.

 (Bild: ©Gorodenkoff/shutterstock.com / BTC Business Technology Consulting AG)

(Bild: ©Gorodenkoff/shutterstock.com / BTC Business Technology Consulting AG)

Produzierende Unternehmen sehen sich mit zahlreichen, zum Teil konkurrierenden Anforderungen konfrontiert: Im Wettbewerb sind immer individuellere Produkte gefragt – zu den Kosten und Lieferbedingungen einer Massenproduktion. Die Möglichkeit zur Produktkonfiguration gehört dabei zu den entscheidenden Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit, wie aus einer Studie der GEXSO-Initiative (Global Excellence in Supply Chain Operations) hervorgeht. Konfigurationsbasierte Produktionsplanungs- und Steuerungslogiken können die Anforderungen des Vertriebs an die Fertigung begleiten. Aufgaben in Entwicklung, Fertigungsplanung und Durchführung, Verkauf, Vertrieb und Wartungsservices sollten nahtlos ineinandergreifen, um weiterhin wirtschaftlich fertigen zu können. Denn auch kleine Losgrößen müssen rentabel sein.

Nah am Kunden arbeiten

Für Elmar Thomson, Berater bei der BTC Business Technology Consulting, leitet sich aus diesem Anspruch vor allem die Konsequenz ab, auch im B2B-Umfeld den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Prozessbetrachtung zu stellen: „Der Konfigurationsprozess muss bereits im Verkauf starten, damit die individuellen Ausprägungen des Wunschproduktes eines Kunden visualisiert erlebbar sind. Das bedeutet ebenso, dass in Produkt- und Prozessdesign auch der Service-Gedanke eingewoben sein muss. Neben den Produkten komplettieren daher Aufgaben wie Wartung und Ersatzteilhandling das Leistungsversprechen.“

Produktkonfiguration

Dieser Ansatz ist nicht neu. Neu ist das technische Rüstzeug, das zur Prozessunterstützung des Product Lifecycle Managements (PLM) und damit auch des digitalen Variantenmanagements an allen Punkten der Wertschöpfungskette zur Verfügung steht. Die neue SAP-Software-Generation S/4Hana nutzt die Möglichkeiten hauptspeicherbasierter Informationsverarbeitung, indem beispielsweise die Materialbedarfsplanung performant durchgeführt werden kann. Mehrstufige Kundeneinzelplanungen sind nicht mehr notwendig und eine Dispoliste entfällt ebenso. Ein Hana-optimierter Variantenkonfigurator AVC (Advanced Variant Configurator), bietet zudem Funktionen für die Modellbildung, Simulation, sowie automatisierter Dokumentenklassifizierung. Mit der neuen Softwaregeneration lässt sich eine vollständige Sicht auf die Produktkonfiguration über alle relevanten Geschäftsbereiche hinweg herstellen. Beispielsweise können in der Konfigurationsmodellierung Resultate aus der Analyse von Produktionsdaten eingebunden werden, um so kostentreibende oder qualitätsgefährdende Kombinationen auszuschließen. Berater Thomson ist überzeugt, dass die durchgängige Prozessgestaltung mit einer einheitlichen Modellbildung und Informationslogistik künftig Standard in der variantenreichen Fertigung werden.


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