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Grundlagen der Krisenbewältigung

Krisensicher aufgestellt

Um während der Corona-Pandemie handlungsfähig zu bleiben, haben Unternehmen ganze Prozesse neu gestaltet und viel in Digitaltechnik investiert. Wer als Basis für diese Flexibilität auf ein modernes ERP-System setzen konnte, hatte einen Startvorteil.

Bild: ©Murrstock/stock.adobe.com

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In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass die Resilienz von IT-Lösungen kritisch für den Unternehmenserfolg ist — das gilt auch für ERP-Lösungen. Moderne ERP-Systeme wurden notwendig, um Mitarbeiter abzusichern und gleichzeitig den Betrieb weiterhin erfolgreich aufrecht zu erhalten. Viele Unternehmen, die während der Covid19-Pandemie noch ver­altete Systeme im Einsatz hatten, sahen sich dadurch enormen Nachteilen ausgesetzt. Diese Erfahrung motiviert Unternehmen nicht nur, nun in ihre digitale Transformation zu investieren. Sie hat auch gezeigt, worauf Unternehmen bei der Auswahl einer ERP-­Lösung besonders achten sollten, wenn sie sich krisensicher und zukunftsfähig aufstellen möchten.

Prozesse transparent machen

Mehr denn je gilt heute, dass Unternehmen Strategien entwickeln müssen, die nicht nur für aktuelle Situation und Bedingungen, sondern für eine sich stetig wandelnde Geschäftswelt konzipiert sind. Die ERP-Anwendung ist dafür ein zentraler Bestandteil, denn sie bietet die Basis für fundierte Entscheidungen, indem sie die wichtigen Daten in Echtzeit zur Verfügung stellt und so aufkommende Veränderungen und Trends aufzeigt. Ein transparenter Blick auf die Prozesse ist für Unternehmen ein wichtiger Faktor, um nicht nur gut durch eine wirtschaftliche Krise zu steuern, sondern sich auch für einen erneuten Aufschwung vorzubereiten. Diese Resilienz benötigt ein ausreichendes Maß an Agilität, welche wiederum auf einer exakten Datenbasis und einer holistischen Sicht auf das Unternehmen beruht. Es kommt auf Lösungen an, die alle kritischen Geschäftsprozesse in einer zentralen Anwendung zusammenfassen und bei Bedarf angepasst werden können. Zudem sollte das ERP-System unterschiedliche Funktionen bieten, um bei neuen Herausforderungen zu unterstützen. Dazu zählt eine Restrukturierung der Lieferkette, um das Risiko von Unterbrechungen durch Epidemien, politische Instabilität oder Naturkatastrophen zu mindern.

Mobile Lösungen

Um Mitarbeiter zu schützen und die Geschäftskontinuität zu wahren, musste die Arbeit in den vergangenen Monaten verlagert werden. Die Mobilität des ERP-Systems war entscheidend, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Und auch langfristig wird sich eine mobile Lösung als Erfolgsfaktor für Unternehmen bewähren. Mitarbeiter werden auch zukünftig erwarten, dass sie von jedem Ort aus, mit unterschiedlichsten Endgeräten arbeiten können und auf alle Daten und Funktionen Zugriff haben. Für Unternehmen kann sich diese Flexibilität als Wettbewerbsvorteil erweisen, um Fachkräfte zu gewinnen. Zudem nimmt die Produktivität zu. Ein Beispiel dafür: Außendiensttechniker können direkt im Werk oder beim Kunden mit der ­Enterprise- Asset-Management(EAM)-Lösung oder dem Wartungsmanagementsystem auf ihrem Mobilgerät ­interagieren, was die Fehlerbehebungsquote bereits beim ersten Besuch erhöht und Ausfallzeiten reduziert.

Servitization-Konzept

‘As-a-Service‘-Modelle erfreuen sich auch in der Industrie zunehmender Beliebtheit. Dabei bieten Hersteller neben dem Produkt auch Dienstleistungen wie Reparatur und Wartung an. Auch Maschinen können in einem solchen Modell angeboten werden, indem sie in Kombination mit umfangreichen Service-Verträgen vermietet werden. Ein solches Geschäftsmodell soll Produktionsunternehmen widerstandfähiger gegenüber Absatzeinbrüchen machen. Dieser Ansatz erhöht zudem die Kundenbindung und -zufriedenheit und verschafft Unternehmen so einen Wettbewerbsvorteil. Die Kombination aus Produkten und Dienstleistungen bietet zudem die Chance einer höheren Diversifizierung der Einkommensströme: Pauschale Umsätze aus Produktverkäufen werden durch langfristige Umsätze, die sich über den gesamten Produktlebenszyklus erstrecken, ergänzt oder ersetzt. Hersteller, die ihr Portfolio zukünftig um ein Service-Angebot erweitern wollen, können sich bereits heute für diesen Trend rüsten. Dafür sollten sie auf ERP- und Enterprise Asset Management (EAM)-Lösungen setzen, die passende Funktionen für Außendienstmanagement, vorausschauende Wartung und Rückwärtslogistik bieten.

Auch die Anbieter sind gefragt

Die Krise hat gezeigt, wo bei der digitalen Transformation Nachholbedarf besteht. Eine moderne ERP-Lösung kann dabei das digitale Rückgrat des Unternehmens bilden. Viele Prozesse werden transparenter und effizienter – und langfristig Unternehmen krisensicherer. Dabei sind allerdings auch die Softwarehersteller selbst gefragt: ERP-Anbieter sollten ihren Kunden aus der Fertigungsindustrie nicht einfach nur eine innovative Technologielösung bereitstellen. Stattdessen ist es zunehmend wichtiger, dass sie gemeinsam mit ihren Anwendern weitreichende IT-Strategie entwickeln und neue Wege zur Wertschöpfung finden.

 


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