Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Generationswechsel bei SAP-Anwendern

Möglichst lautlos auf S/4Hana umstellen

Vom Umstieg auf SAP S/4Hana versprechen sich viele mittelständische SAP-Nutzer mehr Flexibilität und Agilität, wie eine Untersuchung des IT-Dienstleisters Arvato Systems und des Marktanalysten PAC ergab. Mehr Informationen zur Marktdurchdringung von S4/Hana und Tipps zur Implementierung liefert dieser Bericht.

Bild: ©Jelena/Fotolia.com

Bild: ©Jelena/Fotolia.com

Die für die Untersuchung von Arvato Systems und PAC befragten SAP-Anwender stehen dem neuen System von SAP überwiegend positiv gegenüber. Rund zwei Drittel versprechen sich durch S/4Hana eine Beschleunigung ihrer Prozesse und Datenanalysen. Mehr als die Hälfte rechnet damit, dass von der Softwareimplementierung eine Art Initialzündung ausgeht, um vorhandene SAP-Anwendungen und Infrastrukturen zu modernisieren. Immerhin noch 48 Prozent der Studienteilnehmer vertrauen darauf, dass S/4Hana benutzerfreundlicher, flexibler und besser anpassbar ist als die Vorgängerversionen.

Umstellung nimmt Fahrt auf

Fünf Prozent der Unternehmen haben die Implementierung auf S/4Hana bereits abgeschlossen, während sich neun Prozent während des Umfragezeitraums in der Einführungsphase befanden. Bei weiteren 18 Prozent ist die Umstellung fest eingeplant, so dass insgesamt also bereits fast ein Drittel der befragten Firmen das neue S/4Hana bereits nutzt oder kurz davor steht. 54 Prozent haben sich derzeit noch nicht festgelegt. Ist die Entscheidung, das neue System einzuführen, gefallen, steht man vor der nächsten Herausforderung: die passende Strategie einschließlich Kosten- und Zeitplan zu entwickeln. Folgende Handlungsempfehlungen helfen, möglichst lautlos umzustellen.

Einen Neustart wagen

Für 68 Prozent der befragten Unternehmen besteht die wichtigste Forderung an die neue ERP-Lösung von SAP darin, bestehende Prozesse zu verbessern. Die Mitautoren der Studie von PAC favorisieren dafür den Greenfield-Ansatz, da sich S/4Hana an den Geschäftsbereichen – den Lines of Business – orientiert und nur so die Vorteile bei den Geschäftsprozessen, etwa die Performance bei Datenanalysen und die Handhabung der Analytics-Funktionen, voll zum Tragen kommen. Die Neuinstallation der SAP-Systeme entlang von Best-Practice-Prozessen gestattet es, die Prozesse von Grund auf neu zu strukturieren und sie dabei besser an sich wandelnde geschäftliche Anforderungen anzupassen. Laut der Studie wollen jedoch nur 33 Prozent der Unternehmen, die sich für das neue SAP-System entschieden haben, diesen Weg gehen. Zwei Drittel hingegen wählen den Brownfield-Ansatz. Hier erfolgt der Wechsel analog einem Upgrade oder einer Migration. Unter diesen Teilnehmern bevorzugt eine Mehrheit von 73 Prozent eine System Conversion, also eine rein technische Umstellung der SAP-Systeme. Die anderen 27 Prozent sprechen sich für einen Migrationsprozess aus, bei dem sie ihre SAP-Prozesse konsolidieren und harmonisieren. Man sollte im Vorfeld sehr genau analysieren, ob die Ziele der Umstellung auf Hana nur mit einer System Conversion zu erreichen sind.

Puffer einbauen?

Bei einem so komplexen IT-Vorhaben ist es nahezu unvermeidbar, dass Fehler auftreten oder es unvorhersehbare Abhängigkeiten gibt. Deshalb sollte man bei der Zeit- und Budgetplanung Spielräume für den Notfall einrechnen. Es gilt zudem, die Zeitplanung für das gesamte Vorhaben mit den Nutzern in Übereinstimmung zu bringen – bei größeren Unternehmen oder weltweiten Niederlassungen ein durchaus anspruchsvolles Unterfangen. Generell ist es empfehlenswert, mit der Vorbereitung für eine Conversion so früh wie möglich zu beginnen und das Projekt nicht unnötig hinauszuzögern.

Am Simulator prüfen

Es ist ratsam, im Vorfeld der Live-Schaltung umfassende Tests in einem Testmandanten zu absolvieren. Die Testnutzer sollten alle späteren Nutzergruppen vertreten. Beim Testen sind die typischen Prozessabläufe und Anwendungsszenarien durchzuspielen. Arvato Systems beispielweise führt standardmäßig eine so genannte Validation-Phase in der Sandbox durch.

Expertise ins Haus holen

39 Prozent der Befragten plädieren dafür, im Zusammenhang mit der S/4Hana-Einführung externe Berater ins Boot zu holen. 27 Prozent aller Studienteilnehmer legen dabei den Fokus auf eine Prozessberatung zur Optimierung bestehender Geschäftsprozesse, 15 Prozent wünschen sich vor allem eine Beratung hinsichtlich der Implementierung neuer Geschäftsprozesse oder -modelle.

SAP-Wissen ist nicht genug

Für über 80 Prozent der Studienteilnehmer muss der externe Dienstleister die fachliche Kompetenz haben, um sie bei der Transformation ihrer Geschäftsprozesse zu beraten. Er sollte sich jedoch nicht nur mit SAP auskennen. Er muss wissen, wie das Unternehmen tickt, welche Besonderheiten es in seinen Geschäftsabläufen gibt und ein professionelles Verständnis für die Branche haben. Das sehen rund 70 Prozent der Befragten ähnlich und verlangen ein entsprechendes Branchen-Know-how von ihrem Dienstleister. Es ist anzuraten, einen neuen Partner vorab genau unter die Lupe zu nehmen und sich über Referenzen zu abgeschlossenen Projekten zu informieren, eine Empfehlung, die drei Viertel der Studienteilnehmer teilen.

Kompetente Leitung

Wie bei jedem Projekt muss jemand den Hut aufhaben. Dessen Entscheidungen sind dann für alle Ebenen verbindlich. Der ideale Projektleiter ist fachkompetent, durchsetzungsfähig und vertrauenswürdig. Zusätzlich sind persönliche Autorität sowie soziale und kommunikative Kompetenzen gefragt, um Konflikte zu lösen und die Umstellung voranzutreiben.

Die Hardware fit machen

Wer die neue ERP-Suite im eigenen Rechenzentrum betreiben möchte, braucht dafür Serverhardware, die auf Hana ausgelegt ist. Zudem sollte man im Vorfeld prüfen, inwieweit aktive Eigenentwicklungen mit der Hana-Datenbank kompatibel sind, und bei dieser Gelegenheit ggf. die unternehmenseigene IT-Landschaft entschlacken. Dabei kann man zwischen der On-Premises-Lösung und der Cloud-Variante wählen.

ERP der vierten Generation

Basis der Business Suite in vierter Generation von SAP ist die Hana-Plattform, die durch ihre In-Memory-Technologie große Datenmengen echtzeitnah analysieren kann. Die Benutzeroberflächen hat man nach dem SAP Fiori-Standard neu aufgesetzt, um die Bedienung zu erleichtern. Das Datenmodell wurde vereinfacht, um Geschäftsprozesse zu verschlanken und zu beschleunigen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Steigerung von Produktivität und Effektivität in der Industrie und eine ressourcenschonende Nachhaltigkeit stehen sich nicht unversöhnlich gegenüber. Wirtschaftliche Ziele und ökologische Verantwortung unterstützen sich gegenseitig - nur ist das noch nicht überall erkannt.‣ weiterlesen

Die 16. FMB – Zuliefermesse Maschinenbau findet vom 10. bis 12. November 2021 im Messezentrum Bad Salzuflen statt. Zu den Topthemen kürte Veranstalter Easyfairs die Oberflächentechnik und Digitalisierung.‣ weiterlesen

Produktionsunternehmen sollen mit den neuen IoTmaxx-Mobilfunk-Gateways Maschinendaten besonders schnell in die AnyViz-Cloud übertragen können.‣ weiterlesen

Self-Service-Technologie, digitale Assistenten, künstliche Intelligenz - die Digitalwerkzeuge fürs Kundenbeziehungsmanagement werden immer ausgefeilter. Sind CRM- und ERP-System gut integriert, lassen sich im Sinn des xRM-Ansatzes auch leicht die Beziehungen zu Geschäftspartnern IT-gestützt pflegen.‣ weiterlesen

Vor allem KMU befürchten häufig, bei der IT-gestützten Prozessoptimierung im Vergleich zu Großkonzernen nicht mithalten zu können. Die beiden Technologieprojekte IIP Ecosphere und FabOS, die im Rahmen des KI-Innovationswettbewerbs vom BMWi gefördert werden, wollen diesen Firmen den Zugang zu KI-Anwendungen erleichtern.‣ weiterlesen

Emerson hat die Einführung der Software Plantweb Optics Data Lake bekanntgegeben. Die Datenmanagement-Lösung identifiziert, erfasst und kontextualisiert unterschiedliche Daten in großem Maßstab entweder vor Ort in industriellen Anlagen oder mithilfe von Cloud-Technologie.‣ weiterlesen

Im September 2021 erscheint die Richtlinie VDI/VDE 2185 Blatt 2 'Funkgestützte Kommunikation in der Automatisierungstechnik - Koexistenzmanagement von Funksystemen'. Wenn unterschiedliche Funksysteme bei Automatisierungsaufgaben unterstützen, ist mit einer gegenseitigen Beeinflussung der Systeme zu rechnen.‣ weiterlesen

Klare Sicht auf das Werksgeschehen und die Rückverfolgbarkeit von Produkten und Prozessen sind zunehmend wichtige Erfolgsfaktoren. Mit dem MES Valeris will WSW Software gerade mittelständischen Fertigern helfen, diese Ziele zu erreichen. Das System soll schnell und günstig einsatzfähig sein, konfiguriert wird es in Eigenregie.‣ weiterlesen

Unternehmen verwalten heute mehr als zehn Mal so große Datenmengen wie noch vor fünf Jahren. Dabei befürchteten 62 % der Befragten in einer aktuellen Untersuchung von Dell Technologies, ihre Maßnahmen zur Datensicherung könnten nicht ausreichend vor Malware-Attacken schützen. 74 % der Umfrageteilnehmer gaben zudem an, dass mit der steigenden Anzahl an Home-Office-Mitarbeitern das Risiko von Datenverlust ansteige.‣ weiterlesen

Der MES-Anbieter Proxia Software kapselt Funktionen seiner Software, um Anwendern mehr Flexibilität beim Cloud-Betrieb ihres Produktionssteuerungssystems zu ermöglichen. Eine Datenvorverarbeitung im sogenannten Fog Layer soll durch eine geringere Anzahl an Transaktionen für mehr IT-Sicherheit und reduzierte Transaktionskosten sorgen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige