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Über 2.000 Teilnehmer haben gesprochen

ERP-Lösungen im Urteil der Anwender

Die Studie ‚ERP in der Praxis‘ der Trovarit AG untersucht seit mittlerweile 16 Jahren regelmäßig den ERP-Einsatz in der betrieblichen Praxis. Im Mittelpunkt steht dabei die Zufriedenheit der Anwender mit der eingesetzten ERP-Lösung, der Nutzen, den sie dem Einsatz ihrer ERP-Lösung zubilligen, und die Frage, was sie von einem ERP künftig erwarten. An der diesjährigen zehnten Ausgabe der Studie beteiligten sich weit über 2.000 Unternehmen.

Systeme im Zufriedenheitsportfolio ‘Anwenderzufriedenheit insgesamt’ (Bild: Trovarit AG)

Systeme im Zufriedenheitsportfolio ‘Anwenderzufriedenheit insgesamt’ (Bild: Trovarit AG)

Die 41 ERP-Lösungen, die es in den Studienbericht der zehnten Ausgabe von ‚ERP in der Praxis‘ geschafft haben, erhielten von ihren Anwendern sowohl für die Software als auch für die Dienstleistungen eine uneingeschränkte Gesamtnote Gut. Im Vergleich zu 2018 lassen sich daher insgesamt leichte Verbesserungen der Anwenderzufriedenheit feststellen. Im Detail sind spürbare Verbesserungen im Bereich der ‚Dokumentation von Software und Anpassungen‘, aber auch der ‚Mobilen Nutzung der ERP-Lösungen‘ zu verzeichnen. Diese Aspekte waren in den Vorjahren immer Anlass zu deutlicher Kritik. Heute bewegen sie sich im Bereich eines ’starken Befriedigend‘. Damit sind diese Kritikpunkte in 2020 sicherlich noch nicht vom Tisch. Die ERP-Anbieter scheinen sich dieser Themen dennoch zuletzt verstärkt angenommen zu haben. Ebenfalls verbessert zeigt sich die ERP-Software in den Augen der Anwender, wenn es um die ‚Internationale Einsetzbarkeit‘, die ‚Release-Fähigkeit‘ und um die ‚Ergonomie/Bedienerfreundlichkeit‘ der Software geht.

Industrie mit kritischen Anwendern

Aus Anwendersicht leicht verschlechtert hat sich dagegen der ‚Aufwand zur Datenpflege‘ sowie die ‚Branchenkompetenz‘ der Software-Anbieter. Für ihre Dienstleistungen im Rahmen des laufenden Betriebs, aber auch während der Implementierung ernteten die Software-Partner dagegen viel Lob. Wie in den Vorjahren zeigen sich Anwender aus der Industrie in fast allen Bereichen kritischer als die Vertreter von Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Die ERP-Installationen der Industrieunternehmen zeichnen sich durch einen recht umfassenden Charakter aus. Sie bildeten meist nicht nur die klassischen Kernaufgaben der kaufmännischen Auftragsabwicklung und Produktionsplanung und -Steuerung ab, sondern werden als integrierte Lösung auch für die Verwaltung von Kunden, Lieferanten, Material und Finanzdaten genutzt. Darüber hinaus reicht die Unterstützung teilweise bis sehr tief in die Detailprozesse, z.B. über ein integriertes oder angebundenes MES-Modul. Mit zunehmender Durchdringung der Geschäftsprozesse und mit wachsender Zahl an Anwendern in einem Unternehmen steigt die Komplexität des Systemeinsatzes deutlich an. Dies gilt insbesondere, wenn die eingesetzte Software durch Anpassungsprogrammierung an unternehmensspezifische Anforderungen angepasst werden muss. Die wesentliche Ursache hierfür ist die deutlich höhere Komplexität der ERP-Installationen in Industrieunternehmen. Diese lässt sich u.a. an der im Durchschnitt größeren Anzahl an ERP-Arbeitsplätzen, dem größeren Spektrum an abgebildeten Geschäftsprozessen und -logiken sowie der größeren Bandbreite unterschiedlicher Nutzerrollen und -Qualifikationen festmachen. Hinzu kommt eine im Durchschnitt höhere strukturelle Komplexität im Hinblick auf die Anzahl von Standorten und die Internationalität des Geschäftes. Aus all diesen Aspekten erwachsen Herausforderungen für die Implementierung und den Betrieb einer ERP-Software, die letztlich die Anwenderzufriedenheit belasten.


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