Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Tablets und Docking Stations

Das HMI wird mobil

Festverbaute Panel-PCs beschränken das Human-Machine-Interface auf einen Punkt in der Fabrik – nämlich auf die jeweilige Maschine selbst. Mit industrietauglichen Tablets und Docking-Stationen agieren die Menschen im Werk deutlich flexibler.

Bild: © Thatree/stock.adobe.com / DT Research

Bild: ©Thatree/stock.adobe.com / DT Research

Im Falle der Maschinensteuerung und Human Machine Interfaces (HMI) geht es dabei insbesondere um eine höhere Produktivität und Effizienz des für die Maschinen zuständigen Personals. Dabei waren fest an Maschinen installierte Panel-PCs jahrzehntelang Standard. Nur wenn sich der Techniker direkt an der Maschine befand, konnte er die Maschine steuern. Die Panel-PCs wurden selten aktualisiert und waren oft technisch veraltet. Das hieß, sie hatten oft benutzerunfreundliche Oberflächen mit begrenzten Möglichkeiten, neue Software-Lösungen einzusetzen. In vielen Fällen lieferten sie keine Daten aus, die zur Optimierung der Produktion genutzt werden konnten. Das HMI und der Arbeitsplatz-PC des Mitarbeiters waren zudem meist nicht verbunden. Denkt man sich diese Beschränkungen einmal weg, zeigt sich das Potenzial neuer Konzepte.

Einsatz für Industrie-Tablets

Neben dem gängigen Konzept fest verbauter Leitstände zur Maschinensteuerung experimentieren Unternehmen zunehmend mit folgendem Ansatz: Zusätzlich oder anstelle von festen Wartungsständen installieren sie Dockingstationen an den Maschinen und nutzen Industrielle Tablet-PCs, mit denen sich das Personal innerhalb der Produktionsstätte frei bewegen kann. Dieses Konzept ist dabei dabei nur ein Schritt, um die Maschinensteuerung flexibler zu gestalten. Ebenso gehören Veränderungen im IT-Backend dazu, wo Daten verwaltet, gesichert und in Echtzeit zugänglich gemacht werden müssen, sowie neue Software-Lösungen. Zu den Vorteilen mobiler HMIs zählen u.a. eine flexiblere Arbeitsteilung, vereinfachte Arbeitsabläufe, neue Möglichkeiten der Datenerfassung vor Ort, eine modernere Arbeitsumgebung sowie eine bessere Kommunikation.

Resistent gegen Umwelteinflüsse

Für solche Anwendungen geeignet sind Industrie-Tablets der ‚Full Rugged‘-Klasse. Sie überstehen Stöße und sind nach Schutzklasse IP65 bis IP67 zertifiziert und damit wasserdicht sowie resistent gegen Temperatur-, Druck- und Feuchtigkeitsschwankungen sowie Stürze auf Betonböden. Auch die Beschaffenheit der Touchscreens ist wichtig. Sie sollten gut ablesbar, entspiegelt und gehärtet sowie mit Handschuhen oder per Digitizer-Stift bedienbar sein. In vielen Anwendungsszenarien ist zudem ein großer Bildschirm relevant: Erhältlich sind mittlerweile Tablets mit bis zu 14″ Bildschirmdiagonale in HD-Auflösung. Ebenfalls unverzichtbar sind unterschiedliche Konnektivitätsmöglichkeiten – etwa WLAN, Ethernet und 4G. Da die Art der Anbindung oft wechselt, ist für bestimmte Mitarbeiter eine automatisch gesteuerte Umschaltung von einem zum anderen Kommunikationsweg wichtig. Zu den typischen Anforderungen gehören auch Interfaces wie Bluetooth und gängiges Zusatzequipment wie Handschlaufen, Haltegriffe, Barcodescanner sowie Hardware zur sicheren Authentifizierung per SmartCard oder RFID/NFC, wie beispielsweise Legic Reader. Schließlich ist die Akku-Laufzeit von großer Bedeutung: Da viele Produktionsstätten in mehreren Schichten arbeiten, sollten die Akkus im laufenden Betrieb austauschbar sein. Für die Einbindung in die vorhandene Bestands-IT ist die Verfügbarkeit verschiedener Betriebssysteme von Bedeutung. Typischerweise setzen Unternehmen Windows 7, Windows 10 IoT Enterprise oder auch Android 8.1 ein. Das Tablet dabei aber nicht zu schwer werden. Auch die relativ großen 13,3″-Tablets gibt es bereits mit unter 2kg Gewicht. Da Techniker auch häufig beide Hände benötigen, ist eine bequeme Dockingstation wichtig. Die ergonomischen Schnellwechselkupplungen stellen in einem Arbeitsgang die mechanische und elektrische Verbindung, sowie die Datenanbindung des Gerätes zum Tragarm her und bieten Standfuß- und Tragarmmontage mit unterschiedlichen Schwenk- Dreh- und Neigewinkeln. Die Anforderungen an Industrie-Tablets sind also ebenso heterogen, wie an die Produktionsanlagen selbst. Spezialisierte Lieferanten für Rugged Tablets haben daher eine große Bandbreite möglicher Konfigurationen, Leistungsstärken und Bildschirmgrößen zur Verfügung.


Das könnte Sie auch interessieren:

Disruption und Digitalisierung stellen Unternehmen vor Herausforderungen. In einer Studie des Datenspezialisten Teradata sieht sich die Mehrheit der Befragten damit konfrontiert, aufgrund dieser Herausforderungen die eigene Strategie zu überdenken.

‣ weiterlesen

Im Zuge des Wachstums der letzten Jahre wollte Stabilus das Zutrittsmanagement und die Zeitwirtschaft mit einem zukunftsfähigen System optimieren. Fündig wurde das Unternehmen bei Interflex Datensysteme. Zeitraubende Übertragungen von Buchungsdaten gehören nun ebenso der Vergangenheit an, wie die vielen Firmenschlüssel in den Hosentaschen der Mitarbeiter.‣ weiterlesen

Nextlap hat die nach eigenen Angaben weltweit erste 4G/5G-Pick-by-Light-Applikation auf den Markt gebracht. Die Plug-and-Play-Lösung für Picker kommt ohne klassische Netzwerkinfrastruktur aus.‣ weiterlesen

Im dritten Geschäftsquartal hat die Software AG bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Der Gesamtumsatz wuchs um 7 Prozent, der Gewinn um 15 Prozent.

‣ weiterlesen

Beim generativen Design werden KI-Algorithmen zur treibenden Entscheidungskraft im Produktdesign. Anhand vorgegebener Parameter können sie eine Vielzahl an passenden Produktentwürfen berechnen. Dadurch ändert sich auch die Rolle von Produktdesignern und Ingenieuren. Ganz ohne sie geht es jedoch nicht.‣ weiterlesen

Der Industrie-4.0-Index, den die Unternehmensberatung Staufen bereits zum sechsten Mal aufgelegt hat, ist auch in der 2019er Auflage erneut gestiegen. Demnach setzen mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen Industrie 4.0 operativ um. Der Sprung von der Einzellösung hin zum unternehmensübergreifenden Einsatz gelingt jedoch nur selten.‣ weiterlesen

Kunden erwarten von einem guten Service schnelle und effektive Hilfe - am besten rund um die Uhr. Mit einem KI-gestützten Self-Service-Angebot kann man diesen Anforderungen Rechnung tragen und gleichzeitig die Mitarbeiter entlasten.‣ weiterlesen

Die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik hat einen VDI-Statusreport veröffentlicht. In 'Agenten zur Realisierung von Industrie 4.0' geht es um das Konzept einer I4.0-Sprache, die zu höherer Flexibilität und mehr Effizienz in Wertschöpfungsketten führen soll. Der Ansatz ermöglicht einen interoperablen Austausch von Informationen und darauf aufbauend das flexible Aushandeln und Aktivieren von Aufgaben.‣ weiterlesen

DataProphet will Anwendern mit einem neuen Software-Paket erlauben, auf Basis von künstlicher Intelligenz die Produktionsprozesse und die Produktqualität zu verbessern.‣ weiterlesen

Bei allen Vorteilen, die Industrie-4.0-Technologien mit sich bringen, muss zunächst auch eine leistungsstarke digitale Infrastruktur vorhanden sein. Sie muss große Volumen an Sensordaten schnell, sicher und ortsunabhängig übertragen und auswerten können. Mit dem Rückgriff auf externe Partner erhalten Firmen eine solche Infrastruktur - und gleichzeitig Zugang zu einem erweiterten Ökosystem.‣ weiterlesen

Im nordrhein-westfälischen Düren findet sich die vermutlich einzige professionelle Wurmzucht Deutschlands - und die wahrscheinlich am weitesten automatisierte weltweit. Die nötigen Anlagen dafür wurden vom Unternehmer selbst in bester Daniel-Düsentrieb-Manier entwickelt und gebaut - mit einem Fokus auf kostengünstige, aber zuverlässige Automatisierungstechnik.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige