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Anlagen- und Werkzeugbau bei Volkswagen

Alle Baustellen auf dem Radar

Beim Anlagen- und Werkzeugbau setzt die Volkswagen AG auf Datendurchgängigkeit. Die Projektmanagement-Software Coman vernetzt die Projektbeteiligten dazu durchgängig und digital, bis hin zu den Zulieferern. Denn wenn Manager Giuseppe Lo Presti früh erkennt, dass es in einem Gewerk gerade nicht rund läuft, können gezielte Maßnahmen erfolgen.

Blick ins VW-Werk Zwickau — Fertigungsstraße im Aufbau (Bild: Oliver Killig, ©Volkswagen AG)

Blick ins VW-Werk Zwickau — Fertigungsstraße im Aufbau (Bild: Oliver Killig, ©Volkswagen AG)

Besondere Aufmerksamkeit legt Key User Giuseppe Lo Presti deshalb auf die Anwendung der Projektmanagement-Software Coman. Diese ist extra auf den automobilen Maschinen- und Anlagenbau zugeschnitten. Der Wolfsburger Projektkoordinator verantwortet die IT-Systeme für die Planung und Produktionstechnik. Durch das im Serienbetrieb eingesetzte Echtzeit-Tool erreichen die Fachsäulen Transparenz in Baustellenprozessen, der Terminplanung und dem Berichtswesen. Doch auch andere Gewerke und Bereiche wie das Presswerk, die Lackiererei, Endmontage und Planung können die Möglichkeiten des Systems nutzen.

Analog oder digital

Verantwortliche wollen den Fortschritt einer Baustelle stets möglichst genau wissen. Gerät ein Gewerk in Verzug? Woran liegt es? Wer sollte benachrichtigt werden? Dafür müssen die Manager die Terminpläne aller Beteiligten abgleichen, Layouts aktualisieren, Checklisten und Meilensteine der Anlagen dokumentieren und den jeweiligen Status erfassen. „Das geschah lange Zeit mit Microsoft Excel und vor allem manuell mit der schriftlichen Dokumentation von Statusmeldungen, dem Kleben von Klebepunkten auf Anlagenlayouts, Ankreuzen auf ellenlangen Listen und ausgedruckten Terminplänen“, schildert Giuseppe Lo Presti. „Besprechungen und Aktualisierungen dieser Dokumentationen dauerten entsprechend lange.“ Das daraus folgende Übertragen in einen digitalen, versendbaren Bericht bedeutete doppelte Arbeit und eine hohe Fehleranfälligkeit. Während es auf der Baustelle weiterging und sich der Status veränderte, bekam das Management einen bereits veralteten Bericht auf den Tisch.

Projektbeteiligte vernetzt

Das veränderte sich mit der Einführung der Projektmanagement-Software. Ob im Auf- und Umbau oder beim Anlaufmanagement, hin zu der Instandhaltung und Modernisierung von Produktionsstätten – die Software vernetzt die Projektteilnehmer, von Auftraggeber über Projektleiter und Mitarbeiter bis Zulieferer. Die Anwendung erfasst dazu digitale Layouts, Mengengerüste, Checklisten, Terminpläne sowie Statusmeldungen und offene Mängelpunkte, die sich mobil und vor Ort ins System eingeben lassen. Die Lösung führt Echtzeit-Daten revisionssicher in einem Datenhub zusammen. „Im Gegensatz zur Vergangenheit hat man nun immer die absolute Aktualität eines Status“, schildert Lo Presti.


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