Anzeige
Beitrag drucken

Virtuelle Inbetriebnahme

Simulationssoftware und Hardware im Paket

Im Maschinenbau und somit auch in der Automatisierungstechnik spielen Markteinführungszeiten heute eine Schlüsselrolle für den Unternehmenserfolg. Eine möglichst einfache Implementierung von Feldbusanbindungen und virtuelle Inbetriebnahmen helfen dabei, Abläufe zu beschleunigen. Die Appliance Field Box 1 der Machineering GmbH setzt mit ihrer Kombination aus kompakter Hardware und Simulationssoftware genau dort an.

Virtuelle Inbetriebnahme | Simulationssoftware

Bild: Heitec AG

Die Münchner Simulationssoftwarehersteller Machineering GmbH & Co.KG unterstützt Unternehmen mit der Simulationssoftware Industrialphysics bei der virtuellen Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen sowie bei der IT-basierten Absicherung von Automatisierungskonzepten. Jetzt steht mit der ‚Machineering Field Box 1‘ eine neue Appliance zur Verfügung, die eine Rest-BUS-Simulation für Profinet und Ethernet IP an Bord hat. Bei der Feldbus-Emulation wird das Kommunikationsverhalten von noch nicht real im Netzwerk vorhandenen Geräten nachgebildet. So lässt sich eine Steuerung vergleichweise unkompliziert und zügig testen. Mit dieser Emulation lassen sich insbesondere die Simulationsmodelle aufwerten, weil auf der Steuerung keine Änderungen im Programm erforderlich werden.

Echtzeitfähig via Plug and Play

Die Field Box 1 wird für die virtuelle Inbetriebnahme mit einer realen Steuerung über Profinet oder Ethernet/IP verbunden und das Simulationsmodell wird mit der Anwendung Industrialphysics erstellt. Die Appliance kann entweder auf dem Schreibtisch oder auch im Test Rack eingesetzt werden. Gegenüber der klassischen virtuellen Inbetriebnahme werden für die Feldbusemulation keine Ressourcen des Simulationsrechners genutzt, da sie komplette Feldbus-Emulation extern in der Field Box leistet. Somit entfallen Änderungen an der SPS, die bisher zusätzlich den ComTCP-Client implementieren musste.

Simulation nah am Prozess

Industrialphysics ist eine Simulationssoftware für die branchenübergreifende Automatisierung. Sie simuliert selbst komplexe Anlagen und Roboter über den gesamten Prozess von der Planung bis zum Servicefall. Zudem lassen sich erstellte SPS-Programmierungen überprüfen. Dynamische Änderungen einer Anlage kann die physikbasierte Simulationslösung ebenfalls darstellen. Die dadurch mögliche virtuelle Absicherung kann helfen, Standzeiten zu verringern und Variationen am Modell auszuprobieren. Mit dem System lassen sich außerdem Steuerungsverbesserungen während des Anlagenbetriebes simulieren.

Hohe Erwartungshaltung

Die erste Präsentation der Field Box auf der Automatisierungsmesse SPS IPC Drives 2017 lief vielversprechend und mittlerweile berichten erste Anwender über ihre Erfahrungen mit dem System. Der Engineering-Dienstleister Heitec geht schon seit mehr als zehn Jahren den Weg der virtuellen Inbetriebnahme, seit nunmehr fünf Jahren nutzt das Unternehmen Industrialphysics. Stefan Uhlmann, Projektleiter digitales Engineering bei der Crailsheimer Heitec AG: „Feldbus-Emulation war schon immer ein großes Thema bei vielen unserer Projekte. Bevor Geräte wie die Field Box ins Unternehmen kamen, haben wir dieses Thema oftmals aus unseren Simulationsmodellen ausgeklammert oder mithilfe von externen Tools getestet. Das war kompliziert und umständlich“.

Zyklusgenau simulieren

Mittlerweile hat das Unternehmen die Field Box in die eigenen Prozesse eingebunden. Heitec kann seinen Kunden nun Modelle zeigen, die sich kaum von der Ausführung einer realen Anlage unterscheiden. „Unsere Kunden sind begeistert“, schildert Uhlmann. „Wir wissen, dass schon die kleinsten Softwareänderungen vom Modell zur realen Maschine wieder langwierige Testprotokolle nach sich ziehen würden. Das wollen wir und auch unsere Kunden natürlich vermeiden. Mit der Feldbus-Emulation in Kombination mit Industrialphysics können wir zyklusgenau zeigen, was der Kunde am Ende bekommt.“ Vor allem die Anbindung von Profinet und Ethernet/IP ist für Heitec einer der größten Vorteile des Gerätes. „Allein die Möglichkeit, dass sowohl Ethernet als auch Profinet unterstützt werden, ist für uns ein echter Mehrwert. Wir arbeiten an vielen verschiedenen Projekten, jedes mit anderen Feldbusteilnehmern. Viele sind bereits an die Field Box angebunden, andere fehlen noch. Aber Machineering hat da ein sehr offenes Ohr und bindet nach und nach die fehlenden Feldbusteilnehmer an.“


Das könnte Sie auch interessieren:

Wenn Unternehmen mehr als einen Prozess mit künstlicher Intelligenz optimieren wollen, können Data-Science-Plattformen Geschwindigkeitsvorteile bieten. Diese Lösungen bieten in der Regel verschiedene Komponenten, um Daten aufzubereiten und darzustellen.‣ weiterlesen

Immer komplexere, spezialisiertere Hardware übernimmt Aufgaben im Fertigungsprozess. Doch dieser Hardware-First-Ansatz bringt auch Tücken mit sich. Dabei ist die Lösung ganz einfach: bessere Software und simplere Maschinen‣ weiterlesen

Die Begriffe Generative Design und Topologieoptimierung werden oft verwechselt. Worin aber liegen die genauen Unterschiede zwischen den beiden CAD-Tools? Dieser Frage und dem daraus entstehenden Potenzial widmet sich der folgende Beitrag.‣ weiterlesen

PTC hat den Schüler-Wettbewerb ‘Robots to the Rescue‘ ausgeschrieben. Die Aufgabe ist es einen Roboter zu entwerfen, der bei der Lösung eines realen Problems helfen kann. Die Teilnahme erfolgt virtuell.‣ weiterlesen

Der Einfluss von künstlicher Intelligenz (KI) auf IT-Lösungen in der Fertigung lässt sich kaum leugnen. Von Predictive Quality bis hin zu Automated Data Science ist das Potenzial von KI-Anwendungen bereits jetzt groß - gerade auch in Verbindung mit historischen Daten aus dem Manufacturing Execution System.‣ weiterlesen

Zehntausende Stellen für IT-Fachkräfte waren in Deutschland im letzten Jahr unbesetzt. Ein neues Test-Verfahren hilft Unternehmen dabei, unter Quereinsteigern diejenigen zu finden, die offene IT-Stellen ohne Abschluss - aber mit Erfahrungswissen - ausfüllen können.‣ weiterlesen

Der Ifo-Index der Produktionserwartungen erlebte im März den stärksten Rückgang seit Beginn der Erhebung im Jahr 1991. Dabei zeigt sich die Automobilindustrie besonders pessimistisch.‣ weiterlesen

Im Februar verfehlten die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau ihr Vorjahresniveau real um 4 Prozent. Während die Bestellungen der inländischen Kunden um 6 Prozent sanken, lagen die Auslandsorders um 3 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. „Das ist die Ruhe vor dem Sturm“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.‣ weiterlesen

Um autonome Systeme mit KI einschätzen zu können, müssen sie unabhängig von der Domäne verglichen werden. Teil 5 unserer Serie 'Autonome Systeme' greift den Nutzen einer Gegenüberstellung auf und was es dazu braucht. Katharina Giese und Piet Lipke vom Fraunhofer IOSB-INA erläutern das am Beispiel autonomer Anlagenkomponenten in der Forschungsfabrik SmartFactoryOWL in Lemgo.‣ weiterlesen

Sergio Resendiz (Bild) ist neuer Leuze-Vice President Americas und berichtet direkt an den CEO Ulrich Balbach.‣ weiterlesen

Eine zentrale Anwendung beim Roboter-Einsatz ist die Kollaboration zwischen Mensch und Maschine – beispielsweise die Unterstützung bei für den Menschen belastenden Aufgaben. Welche Vorteile eine produktive Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) haben kann, zeigt das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI bei der Überprüfung von Schweißnähten in der Automobilindustrie‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige