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Product Lifecycle Management

Orchestrierte Prozesse für hochwertige Produkte

Über den Lebenszyklus eines Produktes hinweg entstehen viele Daten, auf deren Basis sich das Produkt verbessern ließe. Dafür bringt Product Lifecycle Management alle beteiligten Personen, Prozesse und Programme zusammen.

 (Bild: Contelos GmbH)

(Bild: Contelos GmbH)

Ideenfindung, Marktanforderungen, Produktentwicklung und später Fertigung, Controlling, Vertrieb und Service: Mit einem PLM(Product Lifecycle Management)-System kann der gesamte Lebenszyklus eines Produkts vom Design bis zur Entsorgung abgebildet werden. Alle involvierten Anwendungen werden integriert und auch die beteiligten Fachbereiche wie Konstruktion und Design, Fertigung und Simulation zusammengeführt. PLM vereint damit Mitarbeiter, Prozesse, Systeme und Daten aus Systemen wie CRM (Customer Relationship Management), PDM (Produktdatenmanagement), CAD (Computer Aided design) und ERP (Enterprise Resource Planning). So entsteht eine ganzheitliche Umgebung zur Zusammenarbeit.

Vier Phasen

Der Lebenszyklus eines Produkts umfasst die vier Phasen Konzept, Design, Produktion und Wartung. Am Anfang steht die Idee: Varianten werden ausgelotet, die interessantesten und erfolgsversprechenden weiterverfolgt. Dann werden die konkreten Designs konzipiert und Materialien ausgewählt. Im nächsten Schritt werden reale wie digitale Prototypen gebaut und getestet. Diese Tests erfolgen mit verschiedenen Werkzeugen zur Validierung und Optimierung und mit Simulationen von ausgewählten Szenarien. Dazu gehören im Maschinenbau Belastungsanalysen, Finite-Elemente-Analysen oder numerische Strömungsmechanik. Mit diesen Analysen können Konstruktionen optimiert, das Produktverhalten prognostiziert und vor der Fertigung validiert werden. Nach der Testung geht das Produkt in die Herstellung samt Fertigung und Montage. Dem schließen sich die Qualitätssicherung und der Vertrieb an. Mit der Rückmeldung von Service oder Kunden kann dann das Produkt weiter verbessert werden. Im Tool PLM Fusion 360 Manage von Autodesk können Verantwortliche beispielsweise den Status eines Projektes, dessen Fortschritt in Teilschritten sowie als Balkendiagramm in Prozent eine Zeitangabe in Tagen bis zur nächsten Projektphase sowie den Budgetverbrauch einsehen. Es wird erkennbar, ob eine Projekt zeitlich im Verzug ist oder den finanziellen Rahmen sprengt. Frühzeitiges Gegensteuern wird möglich.

Schneller konstruieren

Bei der Produktentwicklung können Modellierung und Dokumentation mit Funktionen für die parametrische 3D-Konstruktion und 2D-Zeichenwerkzeugen erfolgen, die bei Bedarf schnell angepasst werden können. Unterstützt eine Automatisierungs-Engine einen Produktkonfigurator, wird die Entwicklung weiter beschleunigt. Der Konstruktionsvorgang kann darüber hinaus mit einer CAD-Software für das generative Design optimiert werden: Es erzeugt aus den Vorgaben des Konstrukteurs unterschiedliche Konstruktionsvarianten. Herstellbarkeit und mögliche Fertigungsprobleme werden mit einer schnellen Prototyperstellung getestet, was die negativen Auswirkungen von Entwurfsänderungen abfängt: Eine Visualisierung oder Animation kann direkt aus dem 3D-Modell generiert werden, was nicht nur die Prüfung und Dokumentation vereinfacht, sondern auch für Vertrieb und Marketing nützlich ist. Mit CAE(Computer Aided Engineering) kann der Entwurf in einer virtuellen Umgebung getestet werden. Auch Konzepte von Fertigungsstraßen können aus 2D- automatisch in 3D-Modelle umgewandelt werden. Generatives Design und Computer Aided Manufacturing (CAM) ermöglicht dabei eine virtuelle Produktion. Durch Konstruktionsregeln und Standardisierung steigt die Effizienz der Fertigung zusätzlich, da unnötige Einkäufe und ein Überhang an Teilen vermieden werden können.

Alle auf dem gleichen Stand

Ist das PLM-System cloudbasiert, kann das die unternehmensweite, zentralisierte Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche unterstützen. Jedes Teammitglied hat unabhängig vom Standort Zugriff auf dieselben Informationen. Daten werden in Echtzeit aktualisiert und alle arbeiten auf dem aktuellen Stand. Taucht in einem Standort ein Problem auf, ermöglicht ein PLM-System dem Techniker sofortigen Zugriff auf die Daten des betroffenen Teils – auch per mobilem Gerät. Ein Problembericht kann sowie Fotos können hochgeladen werden. Der zuständige Mitarbeiter dann auf die Informationen direkt zugreifen und wenn nötig eine Änderungsanfrage starten. Auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern wird durch ein PLM-System verbessert. Das Autodesk-Tool, das vom Systemhaus Contelos vertrieben wird, erlaubt es beispielsweise, sich mit den Lieferanten in Echtzeit auszutauschen. Dadurch kann der Beschaffungsprozess optimiert werden. Das Datenmanagement mit Rollen und Berechtigungen schützt gleichzeitig geistiges Eigentum. Das Autodesk-Tool ergänzt das Produktdatenmanagement-System Vault: Während die Produktdaten lokal vorgehalten werden, wird mit dem cloudbasierten PLM eine weltweite Kollaboration möglich.

Optimierte Abläufe

Der Einsatz eines PLM-Systems kann Abläufe orchestieren und Kommunikation sowie Zusammenarbeit in einer Organisation erleichtern. Gleichzeitig kann ein PLM-System die Geschwindigkeit der Entwicklung erhöhen und gleichzeitig bessere Produkte hervorbringen, was zentrale Anforderungen im aktuellen Wettbewerb darstellen.


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