Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Modellbasierte PLM-Systeme

Architektur für Digital Twins

Über digitale Abbildungen erhalten Unternehmen mehr Kontext zu ihren Erzeugnissen als je zuvor. Gleich ob Fertigungsprozess oder eine Änderung an tausenden Produkten, mit der passenden Software-Architektur ist Closed Loop Manufacturing kein Hexenwerk.

(Bild: ©Henrik5000/gettyimages.com)

(Bild: ©Henrik5000/gettyimages.com)

Ein digitaler Zwilling bietet Unternehmen über Closed-Loop-Zugriffe wertvolle Einblicke in alle Phasen des Produktlebenszyklus, etwa über Predictive Maintenance. Entsprechende Initiativen scheitern jedoch oft daran, dass es keine Aktualisierung der Metadatenmodelle gibt, wenn sich ihre physischen ‚Zwillinge‘ verändern. Es fehlt der genaue Kontext des Produkts zu den entsprechenden Daten im PLM-System. Außerdem ist es schwierig, die Produkthistorie und den damit verbundenen Inhalt zurückzuverfolgen. Grund dafür sind oftmals nur mäßig integrierte und unflexible PLM-Lösungen. In ihnen ist die Businesslogik häufig in Scripten und damit im Quellcode definiert. Dieser muss für Änderungen umgeschrieben bzw. ergänzt und neu kompiliert werden. Außerdem gilt es, Verlinkungen neu aufzubauen und die neue Version an alle angebundenen Instanzen zu verteilen. Diese Schritte setzen viel Knowhow über den proprietären Quellcode und Kenntnisse der jeweiligen Programmiersprache voraus. Besonders kritisch sind Versionsupgrades. Diese müssen erst wieder komplett hart-codiert in die neue Version übertragen werden.

Eigenhändig anpassen

Eine Alternative sind eigenhändig anpassbare Lösungen. Systeme auf Basis offener Standards und Internetprotokolle lassen sich oft leichter in vorhandene Umgebungen integrieren. Möglich machen das etwa modellbasierte Architekturen. Dabei enthalten Metadaten-Vorlagen auf einer Plattform die Informationen, etwa die Anwendungsfunktionalität, Geschäftslogik sowie Datenschemata und Workflows. Die Vorlagen definieren die Objekte im System und die entsprechenden Objekte ziehen sich anschließend die jeweils benötigten Services. Dadurch lassen sich Lösungs- und Geschäftsmodelle beliebig kombinieren, verändern und erweitern

Basis für Digital Twins

Ein solches offen anpassbares PLM-System wie etwa Aras erfasst eine ‚As-Built/As-Manufactured‘-Konfiguration eines Produkts in einem beliebig gestaltbaren Umfang und kann so die Grundlage für einen digitalen Zwilling schaffen. Dessen Konfiguration wird dann kontinuierlich aktualisiert – insbesondere, wenn während ihrer Betriebsdauer kritische Änderungen vorgenommen werden. Durch die Automatisierung der Veränderungsprozesse werden die digitalen Zwillinge genauer. Zugleich liefert die Lösung eine Rückverfolgbarkeit entlang des Digital Threads, indem sie den Zugriff auf frühere Versionen des digitalen Zwillings ermöglicht.

Simulation einbinden

Die Einbindung der Simulation ist ebenfalls wichtig. Ihre Kombination mit digital Twins erlaubt es, Anpassungen im Aftersales und Ihre Auswirkung auf die Nutzung durchzuspielen. Ebenso fließt Wissen über das Verhalten zurück in die Entwicklung: Zeigen die Daten etwa, dass ein Teil stärkeren Kräften oder einer höheren Temperatur als angenommen ausgesetzt ist, lassen sich künftige Simulationen darauf abstimmen. Davon profitieren Folgevarianten und Folgeprodukte.

(Bild: ©Henrik5000/gettyimages.com)

(Bild: ©Henrik5000/gettyimages.com)


Das könnte Sie auch interessieren:

Erfolgreiche KI-Projekte kombinieren das Domänenwissen von Prozessbeteiligten mit der Expertise von Datenanalysten und IT-Spezialistinnen. Da nicht jedes Maschinenbauunternehmen über diese drei wichtigen Kompetenzfelder verfügt, sind Kooperationen wichtige Bestandteile von KI-Projekten.‣ weiterlesen

Extreme Networks hat die Verfügbarkeit des Wi-Fi 6E Access Point bekanntgegeben. Als Wireless-Plattform erweitert der Zugangspunkt den Einsatzbereich auf das 6GHz-Frequenzband. Das Gerät wurde für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Bandbreite und Nutzerdichte entwickelt und zeichnet sich Anbieterangaben zufolge durch seine Perfomance, Funktionalität und Sicherheit aus.‣ weiterlesen

Die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie besitzt einen sehr kurzfristigen Charakter. Anwendungen zum Abbilden solcher Prozesse sind S/4Hana Supply Chain Management sowie S/4Hana-Automotive-Ersatzteilmanagement. Die wichtigen Zielgrößen für die Versorgungsqualität sind Lieferservicegrad und Time-to-Delivery.‣ weiterlesen

Im Cloud-Projekt Gaia-X entstehen Infrastruktur-Angebote, mit denen Hersteller digitale und vernetzte Produkte entwickeln können, ohne in Abhängigkeit zu Technologiekonzernen zu geraten. Die Strukturen dafür sind bereits etabliert. Jetzt ist es an den Produzenten, durch ihre Mitwirkung aus dem Projekt eine europäische Erfolgsgeschichte zu machen.‣ weiterlesen

Werma bietet ein neues Ruf- und Meldesystem zur Prozessoptimierung in Fertigung, Logistik und an manuellen Arbeitsplätzen an. Mit dem Andon WirelessSet lassen sich Probleme bei der Produktion per Knopfdruck melden, um die Behebung zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Alle Werte einer Lieferkette im Blick zu behalten, ist eine Mammutaufgabe - können diese doch schnell in die Millionen gehen. Behälter mit benötigten Materialien müssen nicht mal verschwinden, schon der falsche Lagerplatz im Werk kann die Produktion ausbremsen. Tracker können dafür sorgen, dass nichts Wichtiges aus dem Blick gerät.‣ weiterlesen

Siemens und Zscaler arbeiten zusammen, um Kunden den sicheren Zugriff vom Arbeitsplatz im Büro oder mobil auf Operational-Technology(OT)-Systeme und -Anwendungen im Produktionsnetzwerk zu ermöglichen.‣ weiterlesen

Der österreichische Ableger von Bechtle hat Open Networks erworben. Die neuen Spezialisten bringen insbesondere Erfahrung in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk mit. Die Firma betreut rund 250 Kunden im Alpenstaat.‣ weiterlesen

Viele Konzepte etwa für Modern Workplaces und Digitalisierung hinterfragen Unternehmenskonzepte, die auf traditionelle Strukturen und Hierarchien setzen. Robert Lindner, Senior Regional Director & Country Manager Germany bei Red Hat, hat vier zentrale Grundsätze herausgearbeitet, wie sich Innovation befördern lässt, insbesondere als ein Unternehmen im Open-Sorce-Softwaremarkt.‣ weiterlesen

Panasonic hat sämtliche Unternehmensanteile des IT-Plattformanbieters Blue Yonder erworben. Der Kauf ist Teil der Konzern-Strategie, einzelne Geschäftsfelder zu stärken. Blue Yonder bewertet die Investition mit 8,5 Milliarden US-Dollar.‣ weiterlesen

Die Auftragsbücher im Maschinen- und Anlagenbau füllen sich, aber immer mehr Firmen verzeichnen Engpässe in ihren Lieferketten. Auch der Fachkräftemangel wird vermehrt zum Problem. Zu diesen Erkenntnissen kommt der VDMA nach einer seiner sogenannten Blitz-Umfragen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige