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Kontinuierliche Produktentwicklung bei Mafell

Mit IT-Werkzeugen zum Elektrowerkzeug

Die tiefe Integration der drei IT-Säulen PLM, CAD und ERP/PPS sichert bei der schwäbischen Mafell AG einen abteilungsübergreifend durchgängigen Workflow ab. (Bild: Mafell AG)

Die tiefe Integration der drei IT-Säulen PLM, CAD und ERP/PPS sichert bei der schwäbischen Mafell AG einen abteilungsübergreifend durchgängigen Workflow ab. (Bild: Mafell AG)

Artikelstamm erweitert

Im Produktentstehungsprozess generieren viele Mitarbeiter konstruktions- und fertigungsrelevante Daten und Dokumente, wobei unterschiedliche Aufgaben und Abläufe miteinander verknüpft werden. Jeder der rund 10.500 Artikel hat seine eigene Artikelnummer, jeder Artikelstamm enthält spezielle Informationen (etwa Benennung, Vorgaben des Konstrukteurs, Beschaffungsart, Datenblätter, Stücklisten), die vom PLM- in das ERP/PPS-System übertragen werden. Martina Frick erläutert: „Früher wurde der nun in Keytech angelegte Artikelstamm ausgedruckt, Informationen aus den verschiedenen Abteilungen manuell zusammengetragen und nach Eingabe in das ERP-System um ERP-relevante Informationen ergänzt. Dieser Prozess hat zwar funktioniert, war aber umständlich, zeitlich aufwendig und oft fehleranfällig.“ Die tiefe Integration des PDM- in das CAD- und ERP-System ermöglicht heute eine papierlose Übertragung von Artikel- oder sonstigen Daten, im ERP-System vorgenommene Änderungen des Artikelstammes gehen ins PDM-System zurück. Von dort werden sie verwaltet und sämtliche Workflows gesteuert oder unterstützt.

Stücklistenverwaltung

Auch im Bereich des Stücklisten-Managements konnten Strukturen und Prozesse verbessert werden. Im PLM-System wird die durchschnittlich rund 150 Teile umfassende artikelbasierte Stückliste künftig aus dem CAD-System generiert und an das ERP/PPS-System übertragen.

Zwischen ERP und PPS

Zuletzt wurde in Zusammenarbeit mit den PLM-Anbieter die Schnittstelle zum ERP/PPS-System von Abas optimiert und auf die Bedürfnisse des Werkzeugherstellers angepasst. So ließ sich der Nutzungsgrad gerade bei der Übertragung von Artikelstämmen und Stücklisten oder die Verwaltung der unterschiedlichen Versionen von Dokumenten deutlich erhöhen. Indem die kaufmännischen und technischen Daten zusammengeführt werden, lassen sich Arbeitsabläufe weiter automatisieren und der administrative Aufwand reduzieren. Daten werden nur einmal erfasst und automatisch weitergereicht, was Zeit spart und Fehler vermeidet.

Durchlaufzeit halbiert

Die kontinuierliche Produktentwicklung bei der Mafell AG hat weitreichende Folgen für die Datenorganisation: Zum einen muss im Konstruktions- und Produktionsprozess jede Änderung an einem Artikel nachvollziehbar sein, zum anderen müssen Informationen wie Änderungsaufträge, Konstruktionsgenehmigungen sowie Zeichnungsstände verwaltet und eindeutig zugeordnet werden können. Martina Frick sagt dazu: „Die Bearbeitung und Verwaltung des Änderungswesens haben wir früher mit ausgedruckten Word-Dokumenten durchgeführt. Heute wickeln wir das Änderungsmanagement über die Keytech-Mappenfunktion ab und sind damit in der Lage, jede Änderung einfach, verlässlich und mit erheblich reduziertem Aufwand zu steuern sowie sauber zu dokumentieren. Dadurch ist auch die Transparenz zwischen den Abteilungen gestiegen, da jeder Mitarbeiter praktisch auf Knopfdruck erkennen kann, von wem, wann oder was an einer Änderungsmitteilung bearbeitet wurde und wie der aktuelle Stand eines Prozesses ist.“ So wird die PLM-Software zu einer zentralen Quelle für das Datenmanagement bei Mafell, „das uns dabei unterstützt, Optimierungspotential in der Verwaltung, Organisation und Steuerung von Daten zu nutzen sowie Strukturen und Prozesse kontinuierlich und konsequent zu automatisieren und zu verbessern“, bilanziert Martina Frick.


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