Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Smart Service Assistant-App

Augmented Reality für Instandhalter

Der Vakuum-Pumpenhersteller Leybold suchte nach einem Weg, den eigenen Kunden die Wartung und Reparatur ihrer Pumpen vor Ort zu ermöglichen – ohne einen Service-Techniker bestellen zu müssen. Die Lösung stellte eine Augmented Reality-Applikation dar, mit der die Betreiber nun selbst anspruchsvolle Instandhaltungen selbst erledigen können.

Vakuum-Pumpenhersteller Leybold: Augmented Reality für Instandhalter

Bild: Re’flekt GmbH

In den vergangenen fünf Jahren haben immer mehr Unternehmen Prototypen mittels Augmented Reality (AR) entwickelt, um zu sehen, ob die neue Technologie bestehende Workflows verbessern, und wie sie implementiert werden kann. Heute ist es keine Frage mehr, ob AR ein sinnvolles Werkzeug ist, um die Belegschaft mittels visueller Führung zu unterstützen. Die richtige Frage ist, wo und wie sie es kann: Wo bringt Augmented Reality den größten Nutzen und wie steigert die Technologie Umsatz bzw. Qualität? Die größte Wirkung zeigt Augmented Reality derzeit beim Training von Mitarbeitern sowie bei der Wartung von Maschinen. So hat die Technologie Einzug in die Digitalisierungsstrategien vieler Unternehmen gehalten.

Digitalisierung im Service

Eines dieser Unternehmen ist die Firma Leybold, ein Hersteller für Vakuumpumpen für unterschiedliche Branchen. Die Hochleistungs-Pumpen des Unternehmens sind weltweit in Einsatz, u.a. in Projekten wie dem Hyperloop oder dem Cern. Leybold suchte nach einer Lösung die firmeneigenen Service-Techniker effizienter auf die Wartung und Instandsetzung neuer Produkte zu trainieren. Die Techniker können mithilfe der AR App, einer Hololens und der entsprechenden Vakuumpumpe eigenständig den praktischen Umgang mit dem neuen Produkt erlernen. Und das wann immer sie Zeit haben, nicht wenn der Trainingskalender es vorsieht. So lassen sich Leerlaufzeiten produktiv nutzen und mit dem Technikerwunsch nach einem Hands-On- Training kombinieren.

Strategische Elektrifizierung

„Als wir anfingen, AR als Teil unserer Digitalisierungsstrategie zu definieren, suchten wir nach neuen Geschäftsmodellen, die sich sehr schnell amortisieren würden. Unser Ziel war es, Anwendungsfälle umzusetzen, die direkt aus dem Vertrieb in den Service zurückgeführt werden können. AR war Teil einer Elektrifizierungsstrategie für neue, digitale Geschäftsmodelle. Heute, nach mehreren erfolgreich implementierten Anwendungsfällen, ist AR somit viel mehr als nur ein Elektrifizierer. Die Technologie wird in Zukunft unser Design für neue Produkte, Forschung und Entwicklung, effizienteres und interaktives Produkt- und Servicetraining, die Digitalisierung unserer Montagelinien und viele weitere Anwendungsfälle verändern,“ sagt Carl Brockmeyer, General Manager Leybold Nordamerika.

Vakuum-Pumpenhersteller Leybold: Augmented Reality für Instandhalter | Maschinenmonitoring mit Augmented Reality.

Bild: Re’flekt GmbH

Filterwechsel in 35 Schritten

Mit einer Smart Service Assistant-App erleichtert der Vakuum-Spezialist seinen Mitarbeitern und Kunden die Arbeit an den Pumpen. Der Mensch erhält mit Augmented Reality eine einfach zu bedienende Schnittstelle. Verständliche Soll-/Ist-Vergleiche begleiten den Mitarbeiter durch insgesamt 35 Schritte für den Öl- und Filterwechsel. Besondere technische Vorkenntnisse sind meist nicht notwendig.

Informieren und Trainieren

Die App befähigt die Mitarbeiter und auch interessierte Kunden des Pumpenherstellers, Komponenten und Features der Turbovac i/ix-Linie auf dem iPad sowie der Hololens bildlich zu erkunden. Ein ‚Röntgenblick‘ durch die reale Pumpe visualisiert deren Komplexität. Zur skalierbaren Erstellung solcher AR-Inhalte nutzt der Pumpenhersteller die Content-Plattform Reflekt One des Technologie-Startups Re’flekt. Damit können die technischen Redakteure bei Leybold die Arbeitsanweisungen in der App anpassen oder neue Szenarien erstellen.

Erst testen, dann skalieren

„Es gibt oft erhebliche Zweifel, wenn man daran denkt, mit neuen Technologien zu arbeiten und neue Wege zu gehen. Vor allem, wenn es darum geht, in die Technologie selbst zu investieren“ sagt Brockmeyer. Vor zwei Jahren sei AR eine neue Technologie gewesen, die immer noch Nahe des Tals im bekannten Innovationszyklus von Gartner war. „Damals hielten wir AR für zu extravagant und nicht geeignet für unsere industriellen Anwendungen. Wir wollten die Technologie jedoch nicht ignorieren.“ Das Unternehmen wählte daher einen agilen Ansatz und entwickelte ein MVP (Minimum Viable Product) – ein kleiner, sicherer und kontrollierbarer Anwendungsfall, um mit dem Testen und Erforschen der Technologie zu beginnen. „Nachdem wir die ersten Ergebnisse vorweisen konnten, wurde es leicht, alle relevanten Interessengruppen davon zu überzeugen, die Technologie zu skalieren und in weitere Anwendungsbereiche vorzudringen“, sagt Brockmeyer.

Vakuum-Pumpenhersteller Leybold: Augmented Reality für Instandhalter | Kunden des Pumpenherstellers werden mittels einer Augmented-Reality-Anwendung durch den Instandhaltungsprozess geleitet.

Bild: Re’flekt GmbH


Das könnte Sie auch interessieren:

Teile auf die Schnelle beim Dienstleister zu drucken, klingt zunächst nach einer Erleichterung. Doch das Knowhow in diesen Bauteilen muss geschützt sein. Damit beschäftigt sich das Forschungsprojekt ProCloud3D, an dem auch der Verschlüsselungsspezialist Wibu-Systems beteiligt ist.‣ weiterlesen

Hotellobbys, Produktionshallen oder Tiefkühlzonen von Lagerhäusern - überall dort reduzieren Luftschottanlagen den Wärme- und Stoffaustausch zwischen verschiedenen Bereichen. Arwus aus Chemnitz produziert diese Anlagen nach Kundenanforderung - und bringt mit ERP-Software von Delta Barth Transparenz in die Abläufe.‣ weiterlesen

Bei HeidelbergCement in Ennigerloh entsteht aus Rohmaterial Zementklinker, der dann zu Zement vermahlen wird. Nachdem die Leitstand zur Überwachung in die Jahre gekommen war, entschieden sich die Verantwortlichen für eine Neugestaltung. Jungmann Systemtechnik errichtete den Kontrollraum mit zwei ergonomischen Arbeitsplätzen und flexibel einsetzbarer Technik.‣ weiterlesen

Cyberangriffe nehmen zu – in Anzahl und auch Heftigkeit. Die Konsequenzen sind vielfältig und können im schlimmsten Fall sogar existenzbedrohend sein. Laut einer Untersuchung von Techconsult sehen sich jedoch lediglich 40 Prozent der DACH-Unternehmen gut gegen Cyberangriffe gerüstet.‣ weiterlesen

Mit Simulationssoftware können Hersteller und Systemintegratoren oft vielfältiges Optimierungspotenzial im Automatisierungssystem aufspüren - entlang ihrer gesamten Lebenszyklen. Die Tools helfen bei der Auslegung der Systeme, beschleunigen die Implementierung und unterstützen im laufenden Betrieb bei Verbesserungen sowie Umbauten.‣ weiterlesen

Mit einem kostenfreien Leisten-Konfigurator und einem 3D-Druck-Service verkürzt Protiq die Vorlaufzeit für die Maßanfertigung orthopädischer Schuhe auf wenige Tage. Dieser Anwendungsfall ließe sich leicht auf andere industrielle und handwerkliche Bereiche übertragen.‣ weiterlesen

Die HTC-Tochter G-Reigns kooperiert mit dem Netzwerkspezialisten Iconec. Im Fokus der Partnerschaft steht die Nutzung privater 5G-Netze bzw. deren Demonstration.‣ weiterlesen

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer einen Auftragsrückgang von 9 Prozent. Im ersten Halbjahr bleibt jedoch unterm Strich ein Auftragsplus.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige