Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Komplexe Produkte entwickeln

Bindeglieder für das Systems Engineering

Systems Engineering ist für viele Entwicklungsabteilungen der Hebel, komplexe Produkte rechtzeitig und fehlerfrei voranzubringen. Dr. Marc Segelken, Principal Application Engineer bei MathWorks, berichtet über den Umgang mit der systemimmanenten Komplexität und wie sich die Simulation integrieren lässt.

 (Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com)

(Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com)

Der interdisziplinäre Ansatz des Systems Engineering ist eine Aufgabe von immer größerer Komplexität. Nur wenn Arbeitsschritte und Modifikationen über alle Designebenen hinweg rückverfolgbar sind und synchronisiert werden, können groß angelegte Entwicklungsprogramme rationalisiert werden. Häufig fehlt in einem Top-down-Designprozess jedoch ein Bindeglied zwischen dem Systems Engineering und der Design-Implementierung. Systems Engineering kommt die große Aufgabe zu, den Balanceakt zwischen immer größeren und komplexeren Systemen und deren vielfältige Anforderungen sowie den Einschränkungen hinsichtlich Leistung, Kosten, Markteinführungszeit, Energieverbrauch, Gewicht und anderen Bereichen zu meistern. Das Ergebnis dieses Prozesses ist in der Regel eine Reihe von Ausgangspunkten für das Design der Unterkomponenten mit Schnittstellenbeschreibungen, Unterbeschränkungen und abgeleiteten Anforderungen. Die größte Herausforderung besteht darin, sich auf jede Komponente im System zu konzentrieren, ohne den Überblick zu verlieren. Essentielle Informationen zum Systemkontext oder die Rückverfolgbarkeit der Anforderungen auf Systemebene und (abgeleiteter) Komponentenebene sind dabei von entscheidender Bedeutung. Ein einfacher Übergang für eine Weiterentwicklung des Systems und garantierte Konsistenz sind weitere wichtige Erfolgsfaktoren.

Zerlegung der Anforderungen

Zuerst sollte ein Anforderungsprofil erstellt werden. Ein Systems Engineering-Projekt beginnt typischerweise mit Anforderungen auf hoher Ebene und optional einem Vorgängersystem, das bis zu einem gewissen Grad wiederverwendet werden kann. Die Hauptaufgabe besteht dann in der Erstellung einer Architektur mit Unterkomponenten, die jeweils abgeleiteten Anforderungen zugeordnet sind, um ihren Anteil an der Gesamtfunktionalität zu erfüllen. Hierbei sind so viele Hierarchieebenen beteiligt wie nötig. Diese strukturelle Zerlegung geht also mit einer korrespondierenden Zerlegung der Anforderungen einher, sodass die Einschränkungen jeder Unterkomponente ausreichend definiert sind.

Nicht-funktionale Anforderungen

Viele Anforderungen beziehen sich auf Fragen des Lebenszyklus oder andere nicht-funktionale Einschränkungen wie Gewicht, Kosten, Zuverlässigkeit, Entwicklungsaufwand und andere domänenspezifische Designdaten. Dementsprechend muss eine Hierarchie von Stereotypen definiert werden, die jede Art von Unterkomponente repräsentiert und Eigenschaften nach Bedarf erfasst, einschließlich der oben erwähnten nicht-funktionalen Anforderungen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Erfolgreiche KI-Projekte kombinieren das Domänenwissen von Prozessbeteiligten mit der Expertise von Datenanalysten und IT-Spezialistinnen. Da nicht jedes Maschinenbauunternehmen über diese drei wichtigen Kompetenzfelder verfügt, sind Kooperationen wichtige Bestandteile von KI-Projekten.‣ weiterlesen

Extreme Networks hat die Verfügbarkeit des Wi-Fi 6E Access Point bekanntgegeben. Als Wireless-Plattform erweitert der Zugangspunkt den Einsatzbereich auf das 6GHz-Frequenzband. Das Gerät wurde für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Bandbreite und Nutzerdichte entwickelt und zeichnet sich Anbieterangaben zufolge durch seine Perfomance, Funktionalität und Sicherheit aus.‣ weiterlesen

Die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie besitzt einen sehr kurzfristigen Charakter. Anwendungen zum Abbilden solcher Prozesse sind S/4Hana Supply Chain Management sowie S/4Hana-Automotive-Ersatzteilmanagement. Die wichtigen Zielgrößen für die Versorgungsqualität sind Lieferservicegrad und Time-to-Delivery.‣ weiterlesen

Im Cloud-Projekt Gaia-X entstehen Infrastruktur-Angebote, mit denen Hersteller digitale und vernetzte Produkte entwickeln können, ohne in Abhängigkeit zu Technologiekonzernen zu geraten. Die Strukturen dafür sind bereits etabliert. Jetzt ist es an den Produzenten, durch ihre Mitwirkung aus dem Projekt eine europäische Erfolgsgeschichte zu machen.‣ weiterlesen

Werma bietet ein neues Ruf- und Meldesystem zur Prozessoptimierung in Fertigung, Logistik und an manuellen Arbeitsplätzen an. Mit dem Andon WirelessSet lassen sich Probleme bei der Produktion per Knopfdruck melden, um die Behebung zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Alle Werte einer Lieferkette im Blick zu behalten, ist eine Mammutaufgabe - können diese doch schnell in die Millionen gehen. Behälter mit benötigten Materialien müssen nicht mal verschwinden, schon der falsche Lagerplatz im Werk kann die Produktion ausbremsen. Tracker können dafür sorgen, dass nichts Wichtiges aus dem Blick gerät.‣ weiterlesen

Siemens und Zscaler arbeiten zusammen, um Kunden den sicheren Zugriff vom Arbeitsplatz im Büro oder mobil auf Operational-Technology(OT)-Systeme und -Anwendungen im Produktionsnetzwerk zu ermöglichen.‣ weiterlesen

Der österreichische Ableger von Bechtle hat Open Networks erworben. Die neuen Spezialisten bringen insbesondere Erfahrung in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk mit. Die Firma betreut rund 250 Kunden im Alpenstaat.‣ weiterlesen

Viele Konzepte etwa für Modern Workplaces und Digitalisierung hinterfragen Unternehmenskonzepte, die auf traditionelle Strukturen und Hierarchien setzen. Robert Lindner, Senior Regional Director & Country Manager Germany bei Red Hat, hat vier zentrale Grundsätze herausgearbeitet, wie sich Innovation befördern lässt, insbesondere als ein Unternehmen im Open-Sorce-Softwaremarkt.‣ weiterlesen

Panasonic hat sämtliche Unternehmensanteile des IT-Plattformanbieters Blue Yonder erworben. Der Kauf ist Teil der Konzern-Strategie, einzelne Geschäftsfelder zu stärken. Blue Yonder bewertet die Investition mit 8,5 Milliarden US-Dollar.‣ weiterlesen

Die Auftragsbücher im Maschinen- und Anlagenbau füllen sich, aber immer mehr Firmen verzeichnen Engpässe in ihren Lieferketten. Auch der Fachkräftemangel wird vermehrt zum Problem. Zu diesen Erkenntnissen kommt der VDMA nach einer seiner sogenannten Blitz-Umfragen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige