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Virtuelle Inbetriebnahme in der Unikatefertigung

Kollisionen ohne Schaden

Kürzere Durchlaufzeiten, Abläufe und Sequenzen simulieren und frühe Aussagen zu Konzepten und deren Verifikationen treffen zu können – das waren die Wünsche der österreichischen SEMA Maschinenbau. Die Software IndustrialPhysics von Machineering leistet genau das.

SEMA Heidi im digitalen Zwilling animierte Anlage (Bild: SEMA Maschinenbau GmbH)

SEMA Heidi im digitalen Zwilling animierte Anlage (Bild: SEMA Maschinenbau GmbH)

Anfang 2017 beschlossen die Verantwortlichen von SEMA, dass der Entwicklungs- und Konstruktionsprozess weiter optimiert werden sollte. Das Unternehmen fertigt Serien- und Sondermaschinen ausschließlich auf Bestellung. Die termingerechte Lieferung qualitätiv hochwertiger Maschinen ist dabei die Geschäftsgrundlage. „Damit eine entwickelte Maschine auch den Anforderungen und Bedürfnissen gerecht wird, ist eine vorangehende Simulation von Abläufen und Sequenzen hilfreich. Diese Simulation war bisher parallel zur Konstruktions- bzw. Entwicklungsphase einer Maschine nicht umsetzbar. Mit dem Einsatz von IndustrialPhysics können jetzt Aussagen zu Konzepten beziehungsweise Konzeptverifikationen schon frühzeitig getroffen werden“, schildert Adolf Schacherleitner, Geschäftsführer und Eigentümer der SEMA Maschinenbau GmbH.

Simulation hilft Konstrukteuren

Der Maschinenbauer erstellte zunächst ein Lastenheft, das alle Anforderungen an die Lösung zusammenfasste. Durchlaufzeitverkürzung für Aufträge sowie die Erstellung von komplexen, vernetzten, verschachtelten und voneinander abhängigen Abläufen, Ablaufoptimierung, Fehlererkennung und Taktzeitoptimierung sowie eine deutliche Qualitätssteigerung. Auch sollte der Simulationsforecast (Life Cycle) auf Basis der Maschinendaten möglich sein. „Wir hatten zudem unsere bestehende IT-Infrastruktur im Blick. Die neue Lösung musste mit unserem CAD-System PTC Creo, mit der Model-Manager-Datenbank, den Maschinensteuerungen PLC Siemens S7 und NC Siemens Sinumerik 840Dsl sowie den Roboterschnittstellen Kuka und ABB kompatibel sein“, schildert Dipl.-Ing. Johannes Weiermair, Technischer Leiter und Prokurist.

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Anforderungen passten

„Während eines Workshops bei unserem CAD-Softwarepartner Techsoft wurde uns der Münchner Simulationssoftwarehersteller Machineering empfohlen“, erläutert Weiermair. „Daraufhin stellten wir den Kontakt her.“ Nach dem Vergleich mit anderen Anbietern wurde schnell klar, dass die Lösung am besten zu den Anforderungen des Maschinenbauers passte. „Es war keine extra Datenschnittstelle notwendig, die Simulationsdaten werden direkt in die CAD-Datenbank integriert. Auch die Offenheit für zahlreiche Steuerungs- und Robotersimulationsschnittstellen überzeugte uns. Außerdem liegt eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung bezüglich der Siemens-Steuerung 840Dsl vor“, sagt Weiermair.

Fruchtbare Zusammenarbeit

Nach der Entscheidung für den Zuschlag im Sommer 2017 wurde die Software bei SEMA implementiert. „Nachdem es sich bei IndustrialPhysics um ein umfangreiches Tool handelt, war eine gewisse Einarbeitungszeit für einen umfassenden und sinnvollen Einsatz im Unternehmen notwendig „, sagt Weiermair. „Auf Herausforderungen und Verbesserungsvorschläge wurde seitens Machineering rasch reagiert.“ Über die Entwicklung der Schnittstelle zur Siemens-Steuerung ergab sich eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Firmen. Auch bei der Lastenhefterstellung mündete die Kooperation in zahlreiche Neuerungen, die ihren Weg in die Releases der Simulationssoftware fanden.

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Bild: KEB Automation KG

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