Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Globale IT-Konsolidierung bei Sartorius

Eine Datenbasis für alle

Als Teil ihrer weltweiten Konsolidierungsstrategie führte die Sartorius AG in ihrer Göttinger Zentrale erst das ERP-System von SAP ein. Wenig später kam die PLM-Software des Softwareunternehmens aus Walldorf hinzu. Das globale IT-Vorhaben ist zwar noch nicht beendet, aber nach einem Jahr Produktivbetrieb fällt das Zwischenfazit positiv aus.

(Bild: Sartorius AG)

(Bild: Sartorius AG)

Unter dem Titel ‚Shape-IT‘ läuft bei der Sartorius AG bereits seit 2012 das ‚Global Harmonization Project‘. Speerspitze der weltweiten Konsolidierungsstrategie des Produzenten von Labor- und Bioprozesstechnologie ist der Rollout von SAP ERP (Enterprise Resource Planning). 2012 in der Göttinger Konzernzentrale in Betrieb genommen, wird das ERP-System seit 2015 sukzessive an den weltweiten Unternehmensstandorten ausgerollt. „Wir werden alle 19 Produktionsstandorte und 90 Prozent der Sales-Standorte einbinden“, berichtet Michael Bogus, Manager der Abteilung Product Lifecycle Management.

Single Source of Truth

Mit der Abteilung Product Lifecycle Management treibt ein Expertenteam der Sartorius-IT-Abteilung seit einigen Jahren den nächsten Schritt der integrierten Datenverwaltung voran: die Einführung von SAP PLM (Product Lifecycle Management). Dies sei sinnvoll, erläutert Bogus. Denn das SAP ERP-System sieht ein entsprechendes Modul vor – externe PDM-Systeme werden ebenso überflüssig wie die Schnittstellenpflege zwischen dezentralen Systemen. Es entsteht eine Single Source of Truth.

Vieles in Einklang bringen

Der Bedarf an einer einheitlichen Datenquelle ist bei Sartorius groß: Bei neuen bzw. zugekauften Unternehmen gibt es zahlreiche Autorenwerkzeuge im CAx-Segment als auch in Hinblick auf die PDM-Systeme (Product Data Management.) „Die Vielfalt, auch jede Menge Schatten-IT, spiegelt einfach das Portfolio wieder. Die Akquisitionen machen eine Harmonisierung erforderlich. Wir wollen die Vielfalt konsolidieren“, sagt Bogus. Konkret stand zur Diskussion, die unterschiedlichen PDM-Lösungen abzulösen. Die CAD-Systeme Inventor, Creo und Catia V5 sollten beibehalten werden. Als Implementierungspartner war Cideon am Projekt beteiligt. „Cideon selbst hatte ja schon 2008 die PDM-Lösung Productstream Professional im Werk Melsungen implementiert und betreute die Bestandslösung bisher – das Gesamtpaket aus Technologie und Expertise passte“, sagt Sebastian Slomczyk, Mitglied des IT Business Technology Teams bei Sartorius. Dazu zählt auch der Multi-CAD-Ansatz. Cideon entwickelt die Integrationen zwischen SAP und den CAD-Autorensystemen (AutoCAD, Inventor, Solid Edge, Solidworks) im ECAD-Segment für Eplan Electric P8, über die Integrationsplattform SAP ECTR (Engineering Control Center).


Das könnte Sie auch interessieren:

Individuelle Kundenwünsche beeinflussen zunehmend die Produktion. Mit der Verbindung von Verkaufs- und Produktionskonfiguration lässt sich die Komplexität einer variantenreichen Fertigung in den Griff bekommen.‣ weiterlesen

52 Prozent der Unternehmen wollen ihre Ausgaben bezüglich der digitalen Transformation erhöhen. Dies hat der Business-Software-Anbieter IFS in einer Studie ermittelt für die weltweit mehr als 3.032 Führungskräfte befragt wurden.‣ weiterlesen

Die Bekuplast-Unternehmensgruppe produziert Mehrweg-Transportverpackungen aus Kunststoff. Seit 2019 dient ein Enterprise-Content-Management-System (ECM) von ELO als Grundlage, zentrale Geschäftsprozesse zu automatisieren und mit den IT-Systemen zu verzahnen.‣ weiterlesen

Bosch Rexroth gibt einige Veränderungen in der Geschäftsführung bekannt. Unter anderem tritt Filiz Albrecht die Nachfolge von Christoph Kübel an, der zum Jahresende in den Ruhestand geht.‣ weiterlesen

Der Solution Manager von SAP stand lange im Ruf, nicht das Organisationsgenie unter den Business-Anwendungen zu sein. Doch der Hersteller hat in Version 7.2 viel am Werkzeug verbessert. Der Produzent von Lebensmittelzutaten Döhler hat daher den SolMan von SAP mit dem BPM-Tool Aeneus verknüpft, um die Gestaltung von mehr als 2000 Geschäftsprozessen zentral und nachhaltig zu strukturieren.‣ weiterlesen

In einer weltweiten Studie haben TÜV Rheinland und das Marktforschungsinstitut Ponemon untersucht, wie es um die Cybersicherheit von Industrieanlagen bestellt ist. Demnach ist die Operational Technology besonders gefährdet.‣ weiterlesen

Mit dem stärksten jemals gemessenen Anstieg hat sich der Ifo-Geschäftsklimaindex im Juni im Vergleich zum Vormonat etwas erholt. Er liegt nun bei 86,2 Punkten.‣ weiterlesen

Unternehmenswachstum sorgte bei der Penn GmbH für ein Umdenken in der Unternehmensstrategie. Mit der Implementierung eines Manufacturing Execution Systems wollte man etwa Excel-Listen in der Produktionsplanung ablösen. Mit der MES-Lösung von Proxia gelang es sogar, die Anlagenverfügbarkeit auf fast 100 Prozent zu steigern.‣ weiterlesen

Im vergangenen Jahr haben 76 Prozent der Unternehmen Rechenleistung aus der Cloud in Anspruch genommen. Dies geht aus einer Studie von Bitkom Research im Auftrag von KPMG hervor.‣ weiterlesen

Schneider Electric möchte seine gruppeninternen Kompetenzzentren für Schlüsseltechnologien stärken. Mit einem weiteren Ausbau des Standortes Marktheidenfeld wird dieser Weg nun fortgesetzt.‣ weiterlesen

Die überwiegende Zahl der Maschinenbauer ist zuversichtlich, mittelfristig auf das nominale Umsatzniveau von 2019 zurückzukehren. So lautet die Kernbotschaft der sechsten VDMA-Blitzumfrage zur Corona-Pandemie, an der 658 Unternehmen teilnahmen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige