Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Ecscad und Inventor im Zusammenspiel

Mechatronik ohne Reibung entwickeln

Wenn es zwischen Elektroprojektierung und Konstruktion hakt, wird es schnell teuer. Ein IT-System mit schlüssigem Mechatronik-Konzept kann Entwicklern die Arbeit deutlich erleichtern und viele Fehler von vorneherein ausschließen. Ein beliebtes Gespann für diese Aufgabe bildet die Lösung Ecscad von Mensch und Maschine in Verbindung mit Autodesk Inventor.

Ecscad und Autodesk Inventor - Mechatronik ohne Reibung entwickeln

Bild: ©zorazhuang/istockphoto.com

Mini-Zentrifugen für chemische Analysen, Etikettendrucker, 3D-Drucker oder Walzenlader für den Bergbau – ob winzig oder riesig – nur gemeinsam wird aus mechanischer und elektrotechnischer Präzision ein großartiges Produkt. Auch wenn sich die entsprechenden Anlagenteile getrennt voneinander entwickeln lassen und sehr unterschiedliche Fachkenntnis benötigen, müssen die Arbeitsergebnisse irgendwann zusammengeführt werden: Dann muss der Motor ins Gehäuse passen, die Kabel müssen verlegbar sein, und die Dokumentation muss sämtliche Informationen enthalten. Je später das geschieht, desto größer ist die Fehlergefahr. Für eine frühe Abstimmung braucht man aber durchgängige Daten. Die eingesetzten Programme für Elektroprojektierung und jene für die mechanische Konstruktion müssen sich austauschen können.

Datentausch erforderlich

Mit Blick auf die Aufgaben der beiden Abteilungen lässt sich die Arbeit in vier Stufen gliedern: Irgendwie müssen elektrotechnische Komponenten aus der Projektierung an die Mechanikkonstruktion übergeben werden. Auf der zweiten Stufe geht es schon hin und zurück: Drähte und Kabel müssen vom CAE– ins CAD-System, um Kabellängen zu ermitteln und die Verdrahtung anlegen zu können. Diese Längen müssen wiederum der CAE-Software bekanntgegeben werden. Sehr praktisch wäre es, wenn man in einer dritten Stufe die Elektrodokumentation durch Kabelbaum- und Konstruktionszeichnungen aus dem CAD vervollständigen könnte. Und die hohe Schule wäre es, wenn Elektro- und Mechanikdokumentation im selben Dokumentenmanagementsystem abgelegt und verwaltet würden und damit für alle Projektbeteiligten einsehbar wären.

Autodesk Inventor und …

Die Anwendung Ecscad von Mensch und Maschine dient der Elektroprojektierung und -dokumentation und bildet gemeinsam mit der Anwendung Autodesk Inventor ein beliebtes Softwaregespann zur Mechanikkonstruktion. Die Teamarbeit erleichtert insbesondere das Verbindungsstück Ecsinventor von Mensch und Maschine. Mit dem Plugin können User in Inventor auf Ecscad-Projekte zugreifen und die Elektrobauteile in die Konstruktion übernehmen. Damit ist die erste der eben beschriebenen Stufen der Kommunikation zwischen den Bereichen Elektrotechnik und Konstruktion möglich: Das Plugin fügt die Elektrokomponenten inklusive ihrer Betriebsmittelkennzeichnung in die 3D-Konstruktion ein und schafft so die Voraussetzung für eine schnelle und fehlerfreie Verdrahtung. Das ist gerade bei engen Einbausituationen nützlich. Wer das umfassendere Ecscad Professional einsetzt, kann weiterhin Funktionen zur automatischen Verdrahtung und Verkabelung nutzen. So entstehen Nagelbrettzeichnungen von Kabelbäumen und Zeichnung von Konstruktionsansichten, die man inklusive der ermittelten Draht- und Kabellängen per Mausklick in die Elektrodokumentation übertragen kann. Typische Fehler wie falsch verbaute Elektrobauteile, zu enge Platzverhältnisse und zu kurze Kabel werden vermieden, das zeitintensive Bauen von Prototypen kann in vielen Fällen sogar entfallen.

Sicht des Elektrokonstrukteurs

Ecscad ist darauf ausgelegt, sich den Gewohnheiten der Anwender anzupassen. Sie können mit Schema oder Schaltplan beginnen oder mit der Stückliste, die sie aus dem ERP-System importieren, oder mit dem Aufbauplan. Die Projekte lassen sich nach Planarten, Einbauorten, Funktionen klassifizieren. Die Anwendung bietet zum Beispiel editierbare Datenbanken, die Automatisierung von Abläufen, Online-Kontrollen und Such- und Kopierfunktionen. Das System liefert auch Importfunktionen: Ecscad kann Elektrodokumentationen aus anderen E-CAD- und CAD-Systemen importieren und in vielen Fällen die ursprüngliche Projektstruktur automatisch wieder herstellen. Sie greift auf Herstellerdaten zu und übernimmt von dort Grafik- und Sachinformationen. Schließlich generiert sie technische und kaufmännische Listen in verschiedenen Formaten, erzeugt grafische Klemmen- und Steckerpläne und gibt die Dokumentation als intelligentes PDF aus, auch mehrsprachig.

Die Schaltzentrale

Um die Eingangs genannte vierte Stufe der Integration zu erreichen, fehlt noch eine Komponente für das Datenmanagement. Alle Projektbeteiligten sollen schließlich über den Stand der Aufgabe informiert sein und Entwicklungsschritte nachvollziehen können. Datenmanagement bedeutet in diesem Fall, alle Dokumente zu einem Projekt zentral und abgesichert abzulegen. Zeit spart es, wenn Nutzer abgelegte Dateien nach Kriterien suchen können und nicht anhand oft kryptischer Dateinamen oder Zeichnungsnummern. Sicher heißt, dass jeder nur mit der aktuellen Version eines Dokuments arbeiten kann: In der Anwendung sind Freigabeprozesse hinterlegt, damit nur berechtigte Personen ein Dokument ändern oder Änderungen veranlassen können und das die verschiedenen Versionen nachvollziehbar abgelegt werden. Mit der endgültigen Freigabe lassen sich (bei Bedarf automatisch) PDF-Dokumentationen, Stücklisten und so weiter erzeugen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Plattform Industrie 4.0 und das US-amerikanische CESMII - The Smart Manufacturing Institute arbeiten zusammen und wollen gemeinsam die digitale Transformation der Fertigung vorantreiben. Hauptziele sollen die Förderung von Interoperabilität und gemeinsamen Fähigkeiten und Kompetenzen sein.‣ weiterlesen

Knapp die Hälfte der im Rahmen einer von Hewlett Packard Enterprise in Auftrag gegebenen Studie befragten Firmen in Deutschland hat die eigene Cloud-Nutzung seit Beginn der Corona-Krise ausgebaut.‣ weiterlesen

Ohne Digitalisierung und Automation kann kein Fertigungsunternehmen langfristig bestehen, ist Marco Bauer, Geschäftsführer der BAM GmbH, überzeugt. Er setzt daher auf eine digitale automatisierte Prozesskette von Onlineshop bis zu den Fertigungszellen. Zentrales Element ist die automatisierte CAM-Programmierung mit Hypermill.‣ weiterlesen

Google Cloud und Siemens wollen im Rahmen einer Partnerschaft und unter Einsatz von KI-Technologien Fertigungsprozesse verbessern.‣ weiterlesen

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken in der aktuellen Umfrage vom April 2021 um 5,9 Punkte und liegen damit bei 70,7 Punkten. Dies ist der erste Rückgang seit November 2020. Laut ZEW liegen die Erwartungen nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.‣ weiterlesen

Drei Viertel der Entscheider in deutschen Industrieunternehmen sehen ihren Markt im Prozess der digitalen Transformation. Die Hälfte der Unternehmen setzt dabei bereits auf den Einsatz von Industrial IoT-Technologien. Zu diesen Ergebnissen kommt eines Studie des IIoT-Spezialisten Relayr, die unter 200 Entscheidern aus der Fertigungsindustrie in Deutschland im Sommer 2020 vom Marktforschungsunternehmen Forsa durchgeführt wurde.‣ weiterlesen

Damit die anspruchsvollen Maschinen von Heidelberger Druckmaschinen nicht ungeplant ausfallen, bietet das Unternehmen die Software Maintenance Manager zur vorausschauenden Wartung an. Jetzt hat Tochterunternehmen Docufy das Tool hinter der Lösung als White-Label-Angebot auf den Markt gebracht.‣ weiterlesen

Im Rahmen einer Partnerschaft wollen T-Systems und GFT gemeinsame Lösungen für die Fertigungsindustrie anbieten, mit denen Fehler in der Produktion schneller erkannt werden können.‣ weiterlesen

John Abel wechselt von Veritas zu Extreme Networks, wo er künftig die Position des CIOs wahrnehmen wird.‣ weiterlesen

Nach fünf Messetagen ging am Freitag die Hannover Messe zu Ende. Insgesamt 90.000 Teilnehmer haben sich für die digitale Edition der Industrieschau registriert. Auch ohne Präsenzveranstaltung zog die Deutsche Messe ein positives Fazit. Ein Ersatz sei die digitale Messe jedoch nicht, so Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe. Die nächste Messe soll als Hybridveranstaltung teilnehmen.‣ weiterlesen

Produzierende Unternehmen brauchen Transparenz über Zusammenhänge, über Kosten und Erträge und die Prozessqualität. Business Intelligence ist die Antwort der Softwareanbieter für dieses Problem. Für SAP S/4Hana-Anwender könnte dafür insbesondere die SAP Analytics Cloud interessant sein.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige