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Den Fuß von der Bremse nehmen

Digitale Transformation der Automobilindustrie

Den Fuß von der Bremse nehmen

Neue Märkte und Geschäftsmodelle, neue Formen der Zusammenarbeit – der Wandel in einer der wichtigsten deutschen Branchen ist greifbar. Für den Kollaborationsspezialisten Slack sind es vor allem veraltete Kommunikationsprozesse, die eine Ausbildung neuer Mobilitäts-Ökosysteme ausbremsen.

 (Bild: ©scharfsinn86/stock.adobe.com) [1]

(Bild: ©scharfsinn86/stock.adobe.com)

Die Mobilitätswirtschaft – ein Teil der Automobilindustrie – unterliegt einem rasanten Wandel, da neue Anforderungen an Mobilität sowohl technologische als auch soziale Innovationen verlangen. Dabei könnte sich die Zukunft der Automobilität hinter dem Kürzel ACES verbergen. Das Akronym steht für Automation (Automation), Konnektivität (Connectivity), Elektrifizierung (Electrification) und gemeinsame Nutzung (Sharing). Für die deutsche Automobilindustrie bedeuten der Wettbewerb aus China, internationale Handelsstreitigkeiten und die Anforderungen der europäischen Klimaschutzziele weitreichende Veränderungen. Neue Rahmenbedingungen und die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen motivieren auch neue Wettbewerber aus anderen Branchen, den Automobilmarkt zu durchdringen, beispielsweise Google mit seinen selbstfahrenden Autos. Für etablierte Automobilunternehmen heißt das, sich mit Digitalisierungsstrategien und -roadmaps neu zu erfinden. Aber wie lässt sich das umsetzen?

Automobilhersteller und IT-Unternehmen

Durch den Wandel, in dem sich die Automobilindustrie befindet, und dem zunehmenden Wettbewerbsdruck sind der Aufbau zusätzlicher Fähigkeiten und Kenntnisse erforderlich. Die IT-Branche ist dabei der Schlüssel zum Erfolg, da viele der aktuell diskutierten Innovationen stark von Big-Data-Kompetenz und cloud-basierten Lösungen abhängen. Zudem muss die Branche die Aufgabe bewältigen, individualisierte Premium-Produkte noch effizienter als bisher zu produzieren und gleichzeitig einen ökologischen Ausgleich herzustellen. Ohne IT und Software wird das an Grenzen stoßen. Auch deshalb suchen viele Automobilhersteller derzeit den Schulterschluss mit Unternehmen der IT-Branche. Ziel dieser Partnerschaften und der Beteiligung an offenen Ökosystemen ist es, die Marktreife von Innovationen zu beschleunigen. So kündigten Volkswagen und Amazon kürzlich eine Kooperation im Bereich Cloud-Dienste an: Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft wollen der Automobilhersteller und der IT-Konzern ihre Fabriken vernetzen und die Lieferketten beobachten. Dieses Beispiel zeigt, dass Produktionsprozesse zunehmend durch Cloud Computing und Software optimiert werden. Das wirkt sich grundlegend auf alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette aus – auch auf die Formen der Zusammenarbeit.

Digitale Transformation der Automobilindustrie

Den Fuß von der Bremse nehmen

Besser zusammen arbeiten

Für Unternehmen der Automobilindustrie ist die Zusammenarbeit mit externen Partnern unvermeidlich und oft ausgesprochen komplex. Häufig erschweren veraltete IT-Systeme eine erfolgreiche Partnerschaft oder verzögern den Start einer solchen. Zudem haben viele Mitarbeiter sehr traditionelle Ansichten und so stoßen einige Automobilunternehmen innerhalb ihrer eigenen Reihen auf starken Widerstand gegen die neuen Partnerschaften. Dennoch arbeitet nach einer Studie von Sopra Steria derzeit mehr als jedes dritte Unternehmen an der Neuausrichtung seiner IT-Infrastruktur und investiert in die Anpassung seiner Organisation an moderne Strukturen und dem Einsatz neuer Technologien.

Neue Ziele, neue Tools

Die Koordination der Zusammenarbeit mit externen Partnern bleibt dabei eine Herausforderung für jedes Unternehmen. Mit IT-Werkzeugen zur Kollaboration lassen sich diese Prozesse vereinfachen. Sie helfen, die Zusammenarbeit interner und externer Teams zu koordinieren, unabhängig von der Komplexität ihrer Zusammensetzung. Unternehmen können so alle, die am Erfolg eines Projektes interessiert sind, miteinander verbinden. Zudem ermöglichen sie ein weitreichendes Projektmanagement.

Strategische Ausrichtung

Wenn Branchen verschmelzen und Arbeitsweisen komplexer werden, ist die strategische Ausrichtung eine Herausforderung für alle Teams. Um Einblicke in diesen Aspekt zu gewinnen, wurden für die Studie ‚State of Work‘ von Slack und GlobalWebIndex mehr als 17.000 Wissensarbeiter, Manager und Führungskräfte auf der ganzen Welt befragt. Demnach bietet eine strategisch ausgerichtete Belegschaft einen Vorteil: Diese Mitarbeiter haben der Befragung zufolge ein klares Verständnis für Vorgehensweise ihres Unternehmens, ihre persönlichen Ziele – und wie sie diese beiden Punkte zusammenhängen. 90 Prozent von ihnen wissen, was sie in ihrer Rolle für den Erfolg tun müssen.

Veränderungsdruck vorhanden

Zusammenfassend lässt sich festhalten: In der Automobilindustrie werden isolierte Geschäftsfelder und veraltete IT-Systeme zunehmend zum Risiko. Einige der weltweit größten Technologieunternehmen sind heute in der deutschen Automobilindustrie vertreten und mit ihnen steht die Branche einem noch stärkeren globalen Wettbewerb gegenüber. Dies ermutigt viele Unternehmen der Branche, ihre IT-Frameworks zu erneuern. Kollaboration ist ein großer Teil davon – sei es bei der Kommunikation mit externen Partnern oder Kunden. Auch die strategische Ausrichtung von Teams, die Teil neuer, komplexer Arbeitsstrukturen sind, gehört dazu. Veraltete Kommunikationsprozesse bremsen die Ausbildung von Mobilitäts-Ökosystemen unnötig aus.