Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Anlagenbau

Collaboration-Tools für globale Projekte

Die Technologiegruppe GEA sollte für die weltweit agierende Molkerei Fonterra zwei Milchverarbeitungsanlagen in Neuseeland errichten. Die Anlagen sollten dem steigenden Bedarf an Milchpulver in China und anderen Ländern Rechnung tragen und stellten beim Bau große Anforderungen an die Orchestierung von Planung und Zusammenarbeit. Engineering- und Collaboration-Tools von Bentley haben zum Erfolg der Projekte beigetragen.

Collaboration-Tools für globale Projekte, wie z.B. Milchverarbeitungsanlagen in Neuseeland

Bild: Bentley Systems Germany GmbH

Um dem zunehmenden Milchverbrauch in China und anderen Exportländern Rechnung zu tragen, initiierte das weltweit führende Molkereiunternehmen Fonterra die Planung und Konstruktion von zwei neuen Milchpulveranlagen an den Standorten Pahiatua und Lichfield in Neuseeland. Da beide Projekte mit neuen Strategien Rentabilität und Nachhaltigkeit sichern sollten, wandte sich Fonterra an die international agierende Technologiegruppe GEA Process Engineering, Neuseeland (GEA), um eine schlüsselfertige Gesamtlösung zu erhalten. Beide Projekte bargen einzigartige Herausforderungen und setzten eng verzahnte Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Planungs- und Bauunternehmen voraus, um energieeffiziente und nachhaltige Anlagen im engen Zeit- und Budgetrahmen zu liefern. Da die Anlage in Pahiatua in einer der erdbebengefährdetsten Regionen Neuseelands gebaut werden sollte, legte GEA die Anlage erdbebensicher aus – es handelt sich um die weltweit erste Milchverarbeitungsanlage dieser Art. Für diese Anlage im Wert von etwa 60 Millionen Euro, die jährlich 55.000 Tonnen Milchpulver produziert, wurden über 20.000 Tonnen Beton, Stahlbetonwände und Pfeiler verbaut. Sie umfasst einen Sprühtrockner mit einer Kapazität von 15 Tonnen pro Stunde sowie einen 40 Meter hohen Trocknungsturm. Eine ebenso große Herausforderung stellt die Vollmilchpulveranlage in Lichfield dar. Sie ist ähnlich ausgelegt wie eine Anlage, die GEA bereits für Fonterra in Darfield, Neuseeland, gebaut hatte. Damals handelte es sich um die weltweit größte Anlage dieser Art. Diese Aufbereitungsanlage kann täglich 4,4 Millionen Liter Rohmilch – das entspricht dem Inhalt von fast zwei Olympia-Schwimmbecken – zu 700 Tonnen Milchpulver verarbeiten und verfügt über den marktweit leistungsstärksten und effizientesten Sprühtrockner. Die Anlage im Wert von ebenfalls rund 60 Millionen Euro am Standort Lichfield umfasst eine Trocknungskammer mit 18 Metern Durchmesser und rund 200 Tonnen Gewicht, die bei der Montage 34 Meter hoch über das Dach des Gebäudes gehoben wurde. Um neue Planungsmethoden zu untersuchen, die Zusammenarbeit zwischen geographisch verteilten Projektteams zu unterstützen und eine nachhaltige Anlage abzuliefern, griff GEA auf kollaborative Modellierungs- und Analyseanwendungen von Bentley Systems zurück.

Planungsintegrität sicherstellen

„Die Anlage in Pahiatua zeichnete sich durch ihre einfache Konstruktionsweise aus – mit Ausnahme der Basisisolierung, die einige technische Herausforderungen stellte“, kommentierte GEA Projektmanager Gary Reynolds. Angesichts der Unzulänglichkeit traditioneller Planungsmethoden bei hoher äußerer Beanspruchung im Falle eines Erdbebens untersuchte GEA innovative Planungsmethoden, um den ersten erdbebensicheren basisisolierten Trocknungsturm der Welt zu konstruieren. Allerdings wurde nur das Hauptgebäude basisisoliert, die Nebenanlagen blieben nicht isoliert. Diese zusätzliche Planungsvorgabe kombiniert mit der kurzen zweijährigen Frist für Planung, Bau und Inbetriebnahme erforderte eine sehr exakte Konstruktion, um den Projektzeitplan einzuhalten. GEA verwendete Autopipe von Bentley, um ein seismisches Isolationssystem an allen Versorgungsleitungen anzubringen, sodass die Leitungen genügend Spielraum haben bei einer ausreichend stabilen Tragkonstruktion. Dieser Entwurf ermöglichte die sichere Versorgung mit Wasser, Chemikalien und Hochdruckdampf bei einem Bewegungsfreiraum von 900 Millimeter in allen tangentialen Richtungen. Die gesamte Anlage wurde auf einem Basisisolationssystem mit reibungsarmer Pendellagerung bestehend aus 50 dreireihigen Pendellagerungen gebaut, um einer Erdbebensituation der Wahrscheinlichkeit 1 zu 2.500 ohne Verlust der strukturellen Integrität standzuhalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Nach German Edge Cloud (GEC) gehört jetzt auch das Startup IoTOS zur Friedhelm Loh Group. Die Übernahme gab die Unternehmensgruppe nun bekannt. Die drei Unternehmen der Friedhelm Loh Group – Rittal, German Edge Cloud und IoTOS – bieten zudem mit Bosch Connected Industry eine Komplettlösung zur Integration, Harmonisierung und Analyse industrieller Produktionsdaten an.‣ weiterlesen

Längst differenzieren sich Mittelständler im weltweiten Wettbewerb durch ihre Effizienz, Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Fertigung. Hierfür wurden Manufacturing Execution Systems geschaffen. Und mit einer schlanken modularen Lösung, die schnell betriebsbereit ist, gelingt der Einstieg in die digitale Fertigung auch leicht im Mittelstand.‣ weiterlesen

Die Möglichkeit, auch Legacy-Anwendungen in Prozessautomatisierungsprojekte zu integrieren, ist oft der ausschlaggebende Faktor für Robotic-Process-Automation-Initiativen.‣ weiterlesen

Wie sieht die perfekte Produktion aus? Dieser Frage widmet sich das Managementforum Perfect Production an zwei Terminen: am 24.Oktober in Frankfurt sowie am 21.November in Leipzig. Teilnehmer erfahren anhand von Praxisbeispielen und Diskussionen, wie andere Unternehmen die Digitalisierung angehen.‣ weiterlesen

Sollte Quantentechnologie einmal verfügbar sein, könnte sich das Thema IT-Sicherheit deutlich verändern. Denn Cyberkriminelle dürften sich dann vor allem auf Endpunktangriffe und Social Engineering konzentrieren.‣ weiterlesen

Jede hinreichend komplexe Software dürfte eine unbekannte Anzahl von Fehlern beinhaltet. Zwar existieren Verfahren zur Schätzung der Anzahl dieser Fehler aus Erfahrungswerten, präzise lassen sie sich aber weder quantifizieren noch vollständig lokalisieren.‣ weiterlesen

Haltian hat einen End-to-End-Smart-Factory-Service vorgestellt. Der Dienst kombiniert die IoT-Plattform von Thingsee mit industrietauglichen umgerüsteten Sensoren und AWS IoT Greengrass Edge Computing sowie Private-LTE-Unterstützung.‣ weiterlesen

Die Fachkonferenz Smart MES bringt Produktionsleiter, Werkverantwortliche und Fertigungs-IT aller Unternehmensgrößen zusammen.‣ weiterlesen

Das Joint Venture der beiden Konzerne Osram und Continental stand vor der Aufgabe, eine völlig neue IT-Infrastruktur einzurichten. Teil des Projektes beim globalen Unternehmen war es, einen Service Desk samt Managementsoftware einzurichten - in zwölf Tagen.‣ weiterlesen

Mit Maximilian Brandl hat sich das SCM-Projekthaus Salt Solutions Verstärkung für den Vorstand ins Haus geholt.‣ weiterlesen

Bill McDermott tritt als CEO der SAP SE zurück. Dies gab der Walldorfer Softwarekonzern am Freitag bekannt. Als Nachfolger sollen nun Jennifer Morgan und Christian Klein das Unternehmen als Doppelspitze führen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige