Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Additive Fertigung

Gussmodell aus dem 3D-Drucker

Der Luftfahrt-Zulieferer Sogeclair hat einen Weg gefunden, 30 Prozent Gewicht bei Flugzeugtüren zu sparen. Möglich macht das eine Kombination von altbewährtem Feinguss und Modellen aus dem 3D-Drucker. Der einzige Prototyp war kürzlich auf der Pariser Luftfahrtshow zu sehen und demonstiert einmal mehr das Potenzial der additiven Fertigung.

Additive Fertigung einer Flugzeugtür durch Kombination von altbewährtem Feinguss und Modellen aus dem 3D-Drucker

Bilder: Voxeljet AG

Luftfahrt-Zulieferer immer mehr Teile in Leichtbau realisieren. Ein Lösungsansatz sind 3D-Drucker, die aluminium- und titanlasergesinterte Bauteile in grundlegend neuen und materialsparenden Geometrien drucken können. Doch das Verfahren ist teuer und geht nur mit eher kleinen Teilen. Voxeljet hat nun eine Methode gezeigt, wie sich sogar Flugzeugtüren mit hocheffizienten Geometrien herstellen lassen. Dafür kombiniert der 3D-Druckspezialist additive Fertigung mit dem bewährten Feinguss: Ein 3D-Drucker stellt die Feingussmodelle vorher aus Kunststoff (PMMA) additiv her, wodurch sich die Grenze für die Bauteilgröße deutlich verschiebt. Ein Anwender der 3D-gedruckten Gussformen ist der Aerospace-Zulieferer Sogeclair. Die auf additive Fertigung ausgelegte Geometrie der Flugzeugtür, benötigt mit ihrem bionischen Geflecht aus Aluminium-Streben bei gleicher Robustheit deutlich weniger Material und ist 30 Prozent leichter.

3D-Rendering der Flugzeugtür

Bild: Voxeljet AG

Die Konstruktion ist am CAD-Arbeitsplatz ist kein Problem – gerade die Produktion der Modelle bislang aber sehr aufwendig. Zur Lösung gehört in diesem Fall das 3D-Drucksystem VX1000 von Voxeljet, das mit einem Bauraum von 1.000x600x500 Millimetern zu den größten industriellen 3D-Drucksystemen für Feingussmodelle zählt. Die Tür kommt im Kunststoff PMMA aus dem Drucker heraus, was später sehr gut ausbrennen lässt. Ist das PMMA-Modell fertig, wird es mit einem heißen Wachs infiltriert, um die Oberflächen zu versiegeln. Der nächste Arbeitsschritt erfolgt in der Gießerei. Mitarbeiter versehen das gedruckte Modell mit Keramikschichten und schmelzen das Modell in einem Ofen aus. Übrig bleibt eine Gussform aus Keramik, die mit flüssigem Aluminium gefüllt wird. Ist das Metall ausgehärtet, schlagen Mitarbeiter die Keramikschicht ab und legen die fertige Flugzeugtür frei. Zu sehen war der erste Prototyp vom 19. bis 25. Juni 2017 am Sogeclair-Stand auf der Pariser Luftfahrtshow.


Das könnte Sie auch interessieren:

Steuerungsspezialist IBHsoftec und der Anbieter von Fernzugriffslösungen Teamviewer haben eine gemeinsame Lösung vorgestellt. Diese bietet weitreichende Funktionen zur Ferninstallation, Fernüberwachung und zum Fernzugriff auf industrielle Steuerungstechnik.‣ weiterlesen

Der MES-Hersteller iTAC besetzt den Posten Director Professional Service. Der Manager Michael Leonhardt wird sich künftig um die Service- und Qualitätsorientierung der Dürr-Tochter kümmern.‣ weiterlesen

Videokonferenzen und digital koordinierte Zusammenarbeit sind zentrale Faktoren für Effizienz im Homeoffice. Großformat-Displaylösungen helfen, die Angestellten standortunabhängig in die Meetings vor Ort einzubinden. Doch die Systeme können noch viel mehr.‣ weiterlesen

Die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit ging im Juli auf 5,6 Millionen zurück, gegenüber 6,7 Millionen im Juni. Doch während immer mehr Händler und Dienstleister aufatmen können, sinken die Zahlen in der Industrie nur leicht. Im Maschinenbau und der Elektrobranche steigen sie sogar.‣ weiterlesen

Rund 37 Prozent der produzierenden Unternehmen wollen Homeoffice auch nach der Corona-Krise nutzen. Vor Ausbruch der Pandemie waren es nur etwa 25 Prozent der Fertigungsbetriebe, wie eine repräsentative Umfrage des ZEW kürzlich ergab.‣ weiterlesen

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im August 2020 gegenüber dem Vormonat wieder deutlich an, nachdem sie im Juli leicht zurückgegangen waren. Die Konjunkturerwartungen liegen aktuell bei 71,5 Punkten, also 12,2 Punkte mehr als im Juli. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich geringfügig verschlechtert. Der Lageindikator beträgt in der August-Umfrage minus 81,3 Punkte und liegt damit 0,4 Punkte unterhalb des Vormonatswertes.‣ weiterlesen

Die internetbasierte Veranstaltung IT meets OT am 08. September 2020 bietet Hintergrundwissen zu den zentralen Aspekten von OT- und IT-Architekturen. Dabei werden Fragen adressiert wie: Warum ist Integrität das Schutzziel in der OT? Wo verlaufen die roten Linien für IT, wo jene für die OT?‣ weiterlesen

Schneider Electric hat den MES-Anbieter Proleit AG erworben. Mit diesem Schritt will der französische Konzern seine Kompetenzen bei der Software-gestützten Automatisierung erweitern.‣ weiterlesen

Mit einem Mix aus Standardprozessen und Integrationsfähigkeit zielt das neue Cloud-ERP XRP Lexbizz auf den Sweet Spot des Mittelstands. Die SaaS-Lösung von Lexware könnte gerade Firmen interessieren, die ihre ERP-Landschaft ohne großes IT-Projekt modernisieren wollen. Besonders spannend: Für Fertigungsunternehmen gibt es eine Branchenlösung.‣ weiterlesen

Als die Covid-19-Krise ausbrach, fehlte es vielen französischen Krankenhäusern an medizinischer Ausrüstung. Unter der Leitung eines Pariser Chirurgen wurde daraufhin eine Initiative gestartet: der 3D-Druck von medizinischem Material nach Bedarf. Für die Qualitätskontrollen wurde der Artec Space Spider 3D-Scanner eingesetzt.‣ weiterlesen

Siemens stellt sein Topmanagement um: Roland Busch übernimmt ab Oktober die Verantwortung für das Geschäftsjahr 2021. Auf der Hauptversammlung nächsten Februar löst Busch Topmanager Joe Kaeser als Vorstandsvorsitzenden ab. Digital Industries-Chef Klaus Helmrich geht März 2021 nach 35 Jahren bei Siemens in den Ruhestand. Seine Position übernimmt Cedrik Neike zum 1. Oktober 2020. Neben seinem Nachfolger Matthias Rebellius rückt Judith Wiese als Leiterin HR in den Vorstand auf.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige