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Produktentwicklung für den Mittelstand

Two Pillars GmbH

Produktentwicklung für den Mittelstand

Im Spitzencluster It‘s OWL hat das Fraunhofer IEM einen Ansatz für die disziplinübergreifende Produktentwicklung im Mittelstand erarbeitet. Daraus ist die Two Pillars GmbH als erste Unternehmensausgründung des Forschungsinstituts hervorgegangen.

 (Bild: it´s OWL Clustermanagement GmbH) [1]

(Bild: Fraunhofer IEM)

Die Two Pillars GmbH, die Anfang Juni als Ausgründung aus dem Fraunhofer IEM gegründet wurde, will Unternehmen künftig eine Software anbieten, die die modellbasierte Produktentwicklung mit geringem Aufwand digital unterstützen soll.

Blick über den Tellerrand

Die Gründung sei das Ergebnis langjähriger vertrauensvoller Projektarbeit zwischen Forschung und Industrie in Ostwestfalen-Lippe (OWL). Mit der Wahl des japanischen Softwaretools iQUAVIS habe man erfolgreich einen Blick über den regionalen Tellerrand geworfen, sagte Roman Dumitrescu, Direktor am Fraunhofer IEM und Geschäftsführer it’s OWL. Das Fraunhofer IEM forscht seit seiner Gründung 2011 zum Entwicklungsansatz Model-Based Systems Engineering (MBSE), der auf Basis grafischer Modelle die fachübergreifende Kommunikation in der Produktentstehung und im gesamten Produktlebenszyklus unterstützt.

Anforderungen identifiziert

Zu den Gründern von Two Pillars gehören zwei ehemalige Wissenschaftler des Fraunhofer IEM. Im Spitzencluster it’s OWL hatten sie unter anderem mit vielen mittelständischen Partnern der Region Ostwestfalen-Lippe zusammengearbeitet und deren Anforderungen an ein digitales MBSE-Werkzeug identifiziert. „Kleine und mittlere Unternehmen verfügen meist über einen geringeren finanziellen und zeitlichen Spielraum für die Einführung neuer Werkzeuge. Trotzdem drängt die Digitalisierung sie, auch im Bereich Innovation und Entwicklung neue Werkzeuge einzuführen,“ erläutert Christian Tschirner von Two Pillars.

Bereits im Einsatz

Viele Anforderungen wurden durch das Qualitätsmanagement-Werkzeug Iquavis des japanischen Software-Herstellers Isid erfüllt. Es sei einfach und intuitiv zu bedienen und komme ohne besondere Modelliersprachen oder Programmierungen aus. „Wir vergleichen die Arbeit mit Iquavis oft mit der in Power Point: Grafische Elemente und einfache Bedienbarkeit unterstützen fachübergreifendes Entwickeln“, erläutert Christian Bremer von Two Pillars. Das Werkzeug wird aktuell in drei Transferprojekten des Spitzenclusters it’s OWL angewendet.